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Die Causa Wulff ist symptomatisch für den Zustand nicht nur der Republik. Da ist zunächst einmal die Person: ein in die Jahre gekommener Lieblingsschwiegersohn, bekennend katholisch und geschieden. Ansonsten erreicht die Stromlinienform des Charakters Profillosigkeit. Kein Programm, keine Vision sondern die Panik vor dem Machtverlust und dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit des Klinkerbaus am Rand eines niedersächsischen Straßendorfs gepaart mit dem Realitätsverlust, der von einem Leben hinter  Panzerglas erzeugt wird, das Wissen, Erfahrung und Erleben nur noch gefiltert möglich macht. Wulff ist keine Ausnahme sondern die Regel des rückratlosen politischen Repräsentanten, bedrängt von einer Presse, in der es ebenfalls an Journalisten mangelt, die Charakter, Profil, Unabhängigkeit und Maßstäbe missen lassen.  Read the rest of this entry »

Wenn die Meute sich einmal festbeißt, wird man sie nicht mehr los. Die Wulffsche Staatsaffäre, bei der mittlerweile über die Herkunft der Präsidenten-Gattin in Pretty-Woman Manier debattiert wird, zieht weite Kreise. Carsten Maschmeyer, Ex-Chef eines Strukturvertriebs hat nicht nur 1998 eine Wahlanzeige für Gerhard Schröder “Ein Niedersachse muss Kanzler werden” bezahlt, dem er auch die Rechte für seine Memoiren abkaufte. Er betätigt sich auch sonst im Verlagsgeschäft und hat Werbeanzeigen für Wulffs Buch von dem ungefragt bezahlt. Der Präsident himself hat derweil  zugegeben, dass er in den Sommerferien regelmässig die Ferienhäuser bekannter Unternehmer genutzt hat, ohne dafür zu bezahlen.  Read the rest of this entry »

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