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Fünf Prozent Zinsen risikofrei. Davon träumen die Anleger. Und kaufen Griechenland-Anleihen. Das freut die Helenen. Denn damit befreien sie sich aus dem Würgegriff der EURO-Retter und müssen deren Sanktionen nicht länger fürchten, obwohl der EURO-Raum auch für diese Anleihe haftet.  Read the rest of this entry »

Ich dachte immer, nur wir hätten das Problem. Dass aber ein FDP-Europaabgeordneter so eben über diesen Vizekanzler und seinen Parteivorsitzenden im Multiplikatorenmedium Deutschlandfunk spricht, hätte ich nicht gedacht. Der Mann vermittelt auch noch weitere Einsichten, die man so nicht erwartet hatte. Unlängst wollte er ja unseren Urlaub in Griechenland mit einer Prämie versüßen. Langsam wundert man sich nicht mehr, dass der Mann bei der Doktorarbeit abgeschrieben hat. Sondern zweifelt an seiner sittlichen und allgemeinen Hochschulreife.  Read the rest of this entry »

Nein, der Kontinent wird nicht von der Landkarte verschwinden. Die weitgehende wirtschaftliche Verflechtung zwischen den Europäischen Staaten wird auch nicht zurück zu drehen sein. Aber die europäischen Völker verweigern der Eurokratie zusehends die Gefolgschaft, auch weil ihnen ein heftiger Sparkurs nicht passt. Europa ist für sie vor allem eins: Mangelnde Perspektive.  Read the rest of this entry »

Nicht der Überfall der Bank ist gemeint. Sondern die Geiselhaft, in die die Banken uns wiederholt nehmen wollen. Ein angstmachenender Report des internationalen Bankenverbandes findet nur bei Welt Online Niederschlag. Die Botschaft ist ganz klar: Wenn wir mit dem Gelddrucken aufhören, sind die Banken am Ende. Und wir dann auch. Aber stimmt die Hypothese wirklich. Oder reißt uns das nicht nur noch weiter in den Abgrund? Oder geht das gar nicht mehr? Read the rest of this entry »

Fitch hat gerade die Griechen von CCC auf C herabgestuft. Gleichzeitig wurde Island von BB+ auf BBB- heraufgestuft. Was sagt uns dass: Wären die Griechen schon vor zwei Jahren pleite gegangen, hätten sie das Schlimmste schon hinter sich. So haben wir es vor uns.  Read the rest of this entry »

Unsere Journalisten  verstehen die Welt nicht mehr: Da breiten wir großzügig einen milliardenschweren Rettungsschirm über das marode Griechenland, doch statt Dankbarkeit zu zeigen schmeißen griechische Medien mit Nazivergleichen um sich und in Athen verbrennt man deutsche Fahnen.   Read the rest of this entry »

In Italien ist es Mario Monti, in Griechenland Loukas Papadimos. Beides Figuren, die im technokratischen Milieu Brüssels aufwuchsen und sich durch ihre Parteilosigkeit den Anschein von Überparteilichkeit geben. Aber diese Herren brauchen auch gar keine Parteien: Monti ist ehemaliger EU-Kommissar, Papadimos ehemaliger EZB-Banker, ihre Partei heißt Brüssel und an die Macht kommen solch unheimliche Gestalten nie durch Wahlen. Als willige Vollstrecker des EU-Willens werden sie gute Arbeit leisten.

Dieser Mann ist ein Held unserer Zeit! Warum? Er ist ein Sozialist, er ist ein Mitglied einer seit Jahrzehnten regierenden Polit-Clique und dennoch hat er etwas getan, was ihm nicht hoch genug angerechnet werden kann. Georgios Papandreou hat mit seiner Idee des mittlerweile abgesagten Referendums auf eine Schwäche innerhalb des Systems “größtmögliche Integration” hingewiesen. Seine Idee zeigte der Welt ganz kurz, wie brüchig jener Schein aus freundlicher Zusammenarbeit und politischer Freundschaft ist. Er hat gezeigt, dass Abweichler vom representativen Status quo ganz schnell wie dahergelaufenen Ganoven behandelt werden.

Das Misstrauensvotum hat er heute überstanden, aber seine Tage sind gezählt – vor einer Woche noch undenkbar, denn da ist Papandreou noch als williger Vollstrecker von IWF, EU und Merkozy aufgetreten. Als er diesen Pfad verließ, war er plötzlich ein Außenseiter in seiner Partei und in der EU. Demokratie alter Schule ist mit dem System EU nicht vereinbar. Wer das bisher nicht gemerkt hat, wurde von Georgis Papandreou eines Besseren belehrt.

Als Griechenland 1940 den selbsterklärten Caesaren Mussolini aus dem Land warf, den Italienern nachsetzte und ihnen bis zum Eingreifen der Wehrmacht mehr als nur ein blaues Auge verpasste, kommentierte Winston Churchill die Ereignisse so: “Hence we will not say that Greeks fight like heroes, but that heroes fight like Greeks.” Ganz so viel Kraft hatte Papandreou dann doch nicht, aber trotzdem ist er ein Held.

Daniel Hannan hat in seinem Blog ein Foto veröffentlicht, von dem er schreibt, es zeige den “Moment, in welchem Papandreou vor der widerlichen Macht der EU kapitulierte”. Zu sehen ist ein griechischer Premier, der wie ein Primaner mit gefalteten Händen vor Kanzlerin Merkel steht, die mit gestrengem Blick einige Papiere durchsieht.

Wenn Theobald von Bethmann Hollweg noch am Leben wäre, wären ihm beim Anblick dieses Fotos die Freudentränen gekommen: So in etwa hatte er sich den Umgang zukünftiger deutscher Kanzler mit den Vertretern anderer europäischer Staaten vorgestellt, damals im September 1914.

…dann verdient es die EU erst recht, jetzt sofort und endgültig aufgelöst zu werden. Laut Spiegel Online Liveticker (10.38 Uhr) ist Kostas Simitis als Nachfolger von Papandreou im Gespräch, falls diesem heute Abend das Misstrauen ausgesprochen wird. Simitis war von 1996 – 2004 im Amt. In dieser Zeit wurde der Euro eingeführt, in dieser Zeit hat die griechische Regierung das Land durch die Aufnahmekontrollen gemogelt. Das Beste: Angeblich wurde er “von EU-Kreisen” ins Gespräch gebracht.

Kann so etwas wahr sein? Möchte die EU gar belogen werden? Oder hat die griechische Regierung gar nicht so gut gemogelt und wurde von den EU-Prüfern viel eher durchgewunken?

Die Griechen dürfen demnächst das erste Mal seit langem selber entscheiden, wie es mit ihrem Land weitergehen soll. Da die technokratische Elite der EU Referenden fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, werden gegenüber Griechenland nun andere Saiten aufgezogen. Unter dem Motto “Solidarität ist keine Einbahnstraße” versuchen die EU-Granden Druck auf die griechische Regierung auszuüben und im EU-Hausblatt Spiegel (Online) liest sich das dann soRead the rest of this entry »

Heute hat der griechische Ministerpräsident angekündigt, dass die Sparmaßnahmen und der Schuldenschnitt von einem Referendum abhängig gemacht werden sollen. Die Griechen haben also die Chance, das Protektorat, das die EU über ihnen zu errichten gedenkt, zu verhindern.  Die Reaktionen sind abzusehen: Blankes Entsetzen auf den Seiten der EU-Nationalisten, die nichts weniger leiden können, als eine Wahlurne, an der die Europäer über ihr Verhältnis zu Brüssel abstimmen dürfen. Bisher waren die EU-Befürworter in der Lage, alle Referenden zu diesem Thema für null und nichtig zu erklären oder ganz einfach zu ignorieren. Read the rest of this entry »

Denn da haben wir das hier und später  hier festgestellt. Grund sind die falschen Anreize, die die Staaten gegenüber den Banken und Investoren gesetzt haben.  Das war hier schon am 18. November zu lesen. Nun sind alle ganz überrascht, dass das Geschäftsmodell sich fortsetzt. Diesmal macht es die italienische Bananenrepublik den Anlegern leicht, einen Vorwand dafür zu finden, die Zinsen für italienische Staatsanleihen in die Höhe zu treiben, um sie irgendwann an den Rettungsschirm zu verkaufen. Und schon gerät das politische Establishment in Aufruhr, der nächste Krisengipfel steht an und die EZB fordert die Erhöhung des Rettungsschirms, um die Fiktion aufrecht zu erhalten, sie sei nicht pleite.

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Kinder und Tiere gehen immer lautet eine alte Medienweisheit. Linksalternative Bionade-Spießer halten das etwas anders, bei ihnen kommen Tiere und Antikapitalismus gut an, wie das erfolgreiche Geschäftsmodell von Greenpeace eindrucksvoll belegt. Da will das SZ-Magazin nicht Abseits stehen und berichtet über griechische Demonstranten, die auf den Hund gekommen sind. Read the rest of this entry »

Für die Deutschen war die Währungsunion ein Geschäft. Bis zu seiner Einführung hatte die deutsche Industrie immer dann, wenn sie neue Produktivitätsfortschritte erzielte, damit zu kämpfen, dass die italienische oder französische Konkurrenz trotzdem wieder um 10, 20% billiger wurde. Die Notenbank hattte Lira und Francs einfach abgewertet. Das machte auch den Urlaub dort billiger und verschaffte dem Tourismus einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den teuereren deutschen Herbergen. Seit dem Euro ist das anders. Read the rest of this entry »

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