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Allerorten vergießt man heute Krokodilstränen, weil sich die Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz zum soundsovielsten Mal jährt. Das ist bequem, denn das waren die Nazis und da macht sich so ein bisschen Betroffenheitskultur gar nicht schlecht. Heute werden Bücher nicht mehr verbrannt, weil man diejenigen, die vom ökosozialistischen Mainstream abweichen, am liebsten digital und real totschweigt. Meinungsfreiheit sieht anders aus. Beispiele gefällig:  Read the rest of this entry »

Gäbe es Jakob Augstein nicht, man müsste ihn erfinden. Kein linker Gänsefüsschenintellektueller kann so wie er das inkonsistente Weltbild der gutsituierten Salonsozialisten aus den Altbauvierteln dieser Republik in uninspirierte Texte gießen. Pünktlich zum Osterfest widmet er sich der frömmelnden Kapitalismuskritik und predigt uns die „Jesus-Alternative“ zu Neoliberalismus und Marktradikalität. Read the rest of this entry »

Wenn die Europäische Union vor „gefährlichen Finanzprodukten“ warnt, dann ist das ungefähr so, als würde Saudi-Arabien Frauenfeindlichkeit anprangern. Sven Giegold, grüner EU-Parlamentarier, Mitbegründer von Attac und Autor von Büchern wie „Steueroasen trocken legen“ und „Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus“ ficht das nicht an, denn er hat sich dem Schutz der Unionsbürger vor Finanzhaien und anderem kapitalistischem Gelichter verschrieben. Deswegen lobt er auf einer Website die „gefährlichsten Finanzprodukte Europas“ virtuell zu Fahndung aus. Der “Sieger” soll noch dieses Jahr von der EU-Aufsichtsbehörde ESMA vom Markt genommen werden.  Finanziert wird die populistische Aktion aus EU-Mitteln und weil man in Brüssel basisdemokratische Elemente immer schon sehr geschätzt hat, darf der einfache Bürger sogar Vorschläge einreichen. Read the rest of this entry »

Dass der Spiegel regelmäßig journalistische Kampagnen betreibt, hat zuletzt Mathias Matussek bestätigt, der in einem Interview von konzertierten Maßnahmen der Redaktion an der Brandstwiete gegen den Papst berichtete. Auch in Sachen EU geht der Journaille der Arsch auf Grundeis, weswegen sie immer vehementer für einen europäischen Superstaat und mehr Repression aus Brüssel eintreten. Für den Spiegel und das Manager Magazin greift dessen stellvertretender Chefredakteur Henrik Müller mit seinen “Debattenbeiträge” genannten Ergüssen in das Geschehen ein. In seinem letzten Werk schimmerte ein Zug der Euro-Föderalisten besonders intensiv durch, der ein etwas klareres Bild ihrer Ziele zeichnet. Read the rest of this entry »

Die Funktion einer Rating-Agentur ist nicht besonders kompliziert: Sie analysiert Märkte und bewertet das Risiko bestimmter Anlagen. Dieser Vorgang ist eine Dienstleistung, die sich im Prinzip nicht von dem Service, den beispielsweise Internetseiten bieten, die Strom- oder Telefonpreise vergleichen. Wenn es darum geht, mit Anlagen zu handeln, ist niemand verpflichtet, sich auf die Angaben von Agenturen zu verlassen, jeder Marktteilnehmer ist so frei, seine eigene Entscheidung zu treffen, aber die Bewertungen der Agenturen haben natürlich Gewicht, da es für eine einzelne Person schwieriger ist, jede einzelne Investitionsmöglichkeit zu analysieren. Read the rest of this entry »

Während Griechenland trotz milliardenschwerem Rettungsschirm noch immer kurz vor der Pleite steht und eine Umschuldung plötzlich auch von denen in Betracht gezogen wird, die vor einem Jahr davon absolut nichts hören wollten, rappelt sich ein anderes Land gerade wieder auf. Island hat nach dem Bankencrash seine Währung abgewertet und nutzt diesen Umstand nun als touristischen Standortvorteil. Länder ohne eigene Währung sind zu diesem Schritt nicht mehr in der Lage und so kommt es in Griechenland zu regelmäßigen Ausschreitungen, in Spanien zur Besetzung von öffentlichen Plätzen und die Portugiesen scheinen einfach zu resignieren. Island macht stattdessen Werbung und lockt mit günstigen Preisen für Übernachtungen.

Die Staatschefs der EU haben gegen die Stimme des Vereinigten Königreichs beschlossen, das Finanzsystem durch eine Transaktionssteuer zu belasten. Außerdem müssen sich Manager aus Nicht-EU-Staaten zukünftig registrieren lassen. Die Medienvertreter à la Jörges und Prantl werden begeistert sein. Endlich geht es den drei modernen Volksschädlingen (Manager, Banker  und die ruchlosen Spekulanten) an den Kragen. Die Politik kann sich auf die Schulter klopfen: Symptome bekämpft, Ursache gemeinsam mit Medien und wissenschaftlichen Lakaien verschleiert.

Diese schöne Handvoll Sand in die Augen der Wähler wird spätestens dann verweht sein, wenn das nächste Land einen “Schutzschirm” fordert oder die nächsten Budgets aufgestellt werden und (selbstverständlich) neue Schulden aufgenommen werden. Denn dann werden die bösen Finanzmärkte wieder gebraucht, wenn nämlich die Politik auf jemanden angewiesen ist, der das Geld locker macht, mit dem Wohltaten für die Wähler zu finanziert werden sollen. Ob Transaktionssteuer oder nicht: Ohne eine geordnete Finanzpolitik wird der Euro wieder und wieder unter Druck geraten. Da werden dann lieber neue Steuern erhoben und Sündeböcke präsentiert, Sparen ist gegen die Natur der Politik.

1. Zinsen erhöhen, 2. Niederstwertprinzip einführen, 3. Steuern senken. So einfach geht das. Read the rest of this entry »

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