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Einerseits braucht es offenbar dringend eine Frauenquote für Managerinnen, das finden immerhin Kristina Schröder und EU-Kommisions-Vize Viviane Redding, sonst haben wir armen kleinen Mädchen keine Chance im Haifischbecken der freien Wirtschaft. Andererseits ist Affirmative Action für XX-Chromosom-Trägerinnen “nicht nur eine soziale Frage, sondern auch im wirtschaftlichen Interesse aller” denn “im bevorstehenden Kampf um die besten Talente wäre die mangelnde Berücksichtigung von Frauen ein „gravierender Nachteil im globalen Wettbewerb“. Read the rest of this entry »

Die US-Studentin Jen McCreight ärgerte sich über die dümmlichen Ausführung von Kasem Sedighi, einem iranischen Geistlichen, der letzte Woche mit der Erkenntnis Schlagezeilen machte, dass unzüchtig gekleidete Frauen Erdbeben verursachen würden. Also schlug die Genetik-Studentin in ihrem Blog ein naturwissenschaftliches Experiment vor: Möglichst viele Frauen sollen am 26. April leicht bekleidet auf die Straße gehen, um die Hypothese des cleveren Mullahs zu testen (Hat Tip Free Iran Now). Read the rest of this entry »

Margot Käßmann, erklären uns Alice Schwarzer und Bärbel Warttenberg-Potter, hat nicht etwa eine Straftat begangen, als sie sich in angeheitertem Zustand hinter das Steuer ihres Phaeton setzte. Vielmehr ist Trunkenheit am Steuer bei Bischöfinnen mit dem Herz auf dem Rechten Fleck ein Kavaliersdelikt, das Käßmanns menschliche Seite umso mehr betont. Uta Ranke-Heinemann sekundiert mit dem Hinweis, dass die ganze leidige Affäre sowieso nicht wichtiger sein kann als Käßmanns mutige  “Ablehnung von Krieg”. Die drei Klageweiber werden nicht müde, dass Lied vom Sexismus, dem Tribunal und der Häme zu singen, denen der blaue Engel von Hannover zum Opfer fiel, obwohl das Gegenteil der Fall war. Käßmann wurde mit Verständnis und Nachsicht geradezu überschüttet. Nach ihrem Rücktritt wurde sogar noch ein Loblied auf die “Geradlinigkeit” der trinkfesten Geistlichen gesungen. Neben diesem schrillen Opfermythos, der weiter von der Wahrheit nicht entfernt sein könnte, irritiert die permanente Betonung des “Mutes” der Bischöfin. Read the rest of this entry »

SPON und SZ berichteten heute schadenfroh über einen peinlichen PR-Gau des österreichischen Bundesheeres. Die Ösi-Truppe wollte wohl auf humorige Art um Nachwuchs werben und ließ daher im Rahmen der Kampagne “Heer 4U” diesen schmerzhaft unlustigen Spot auf die Jugend los.

Die Intention war  “so deppert” zu sein “dass es schon wieder genial ist”, so ein Oberst aus der Marketing-Abteilung. Ersteres ist auf jeden Fall gelungen. SPON hat bereits herausgefunden, dass die Mitwirkenden “Laiendarsteller – im wahren Leben ein Disco-Türsteher und vier Hotelfachschülerinnen” sind. Es würde auch nicht überraschen, wenn Kameramann und Regisseur demnächst als Mitglieder eines Dorfvideoclubs enttarnt werden.

Bei Feministinnen löste der Clip selbstredend Alarmstufe rot aus. So schäumt Judith Götz vom Referat für feministische Politik der Österreichischen HochschülerInnenschaft empört “Es ist vollkommen unzeitgemäß, so eindeutig sexistisches Bildmaterial zu zeigen, wo doch längst auch Frauen in den Streitkräften arbeiten”. Tatsächlich sind die Werbestrategen des Bundesheers noch nicht einmal die Urheber des cineastisch wertvollen Sujets “Panzergeschütze machen hübsche Mädels willig”, sie haben die Idee bei den Ukrainern abgekupfert.

Nach der Betrachtung dieser beiden Meisterwerken der subtilen Werbepsychologie wäre frau fast geneigt, das vernichtende Urteil der Feministin Götz über das Militär “als ein typischer Ort, an dem Männlichkeit “konstruiert, sozialisiert und reproduziert” wird zu teilen. Doch es geht auch anders wie Zahal zeigt. In einem Film über die Panzertruppe von 1977 wird zu sanften Klezmerklängen sexismusfrei für ein kameradschaftliches Miteinander der Geschlechter beim Dienst am Vaterland geworben (via IDF Armor). Die Herren putzen artig die Kanone anstatt machohaft mit ihr herumzuposieren und zum Dank nimmt die Dame dann auch mal den Helm ab und schüttelt ihr Haar in Zeitlupe.

Die Israelis waren eben schon vor über 30 Jahren ihrer Zeit weit voraus.

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