You are currently browsing the tag archive for the ‘euro’ tag.

Allerorten vergießt man heute Krokodilstränen, weil sich die Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz zum soundsovielsten Mal jährt. Das ist bequem, denn das waren die Nazis und da macht sich so ein bisschen Betroffenheitskultur gar nicht schlecht. Heute werden Bücher nicht mehr verbrannt, weil man diejenigen, die vom ökosozialistischen Mainstream abweichen, am liebsten digital und real totschweigt. Meinungsfreiheit sieht anders aus. Beispiele gefällig:  Read the rest of this entry »

Auf eine Steuer mehr kommt es auch nicht mehr an. Das hat sich Merkel gedacht, als sie Schäuble mal wieder beauftragte, die Weicheier von der FDP vorzuführen. Nun ist die Finanzmarkttransaktionssteuer beschlossene Sache und der neue Deutsche Bank Chef Jain wird den Rest des Investment-Bankings und des Börsenhandels, der noch nicht in London ist, an den britischen Finanzplatz holen. Wenn nicht gleich nach New York oder Singapur. Zürich ginge auch noch.  Read the rest of this entry »

Daniel Hannan und Marc Oliver Hartwich über den Zustand der EU.

Wie groß muss die Angst des Establishments sein, wenn es sich schon wieder vor Erscheinen des Buches auf den Autor einschießt, der eine provokante aber auch bedenkenswerte Hypothese aufstellt, dass Deutschlands Verhalten in Europa ohne die Verbrechen des NS-Regimes schwer vorstellbar ist. Da braucht man sich dann mit seiner Hypothese, dass der EURO vielleicht gar keine so gute Idee war, gar nicht erst auseinander zu setzen.  Read the rest of this entry »

Niedrigste Euro-Notierung seit 2010 titelt SPON alarmistisch und verkennt dabei die ökonomische Realität. Denn der Big-Mac-Index des Economist beweist nur eins: Auch 2010 war der Bic Mac mit rund 30% überbewertet. Würde er also um weitere 30% fallen, wäre das ein Segen für die europäische Export-Industrie.  Read the rest of this entry »

Jetzt muss auch unsere gute alte Bundesrepublik um ihr Triple A bangen und befürchten in Zukunft höhere Zinsen fürchten. Wenn das überrascht, der muss von dem Geschwafel von Rettungssschirmen, Ansteckungsgefahren und Brandmauern schon vollständig benebelt sein. Wir haften längst für alle Staatsschulden des EURO-Raums. Und dass die siebzehn Staaten alle diese Schulden zurück zahlen können, es handelt sich ja nur um mindestens 6 Billionen €, wird halt nicht wahrscheinlicher.  Read the rest of this entry »

Das ist ungefähr der Duktus, den “Wirtschaftsexperte” Sven Böll bei Spiegel Online an den Tag legt. Natürlich würde dieser Fachmann das niemals so formulieren, solche Flausen wurden ihm auf der Journalistenschule ausgetrieben. Böll versteht es, das alles mehr oder weniger nüchtern zu formulieren. Mit der nötigen Distanz zu den Vorgängen am Boden, dort wo sich die Opfer seiner Forderungen tummeln. Denn Böll will zur Rettung des politischen Projekts Euro nichts geringeres als die schleichende Enteignung der breiten Masse. Read the rest of this entry »

“Für ein stabiles Europa” treten die Befürworter des ESM beim FDP-Mitgliederentscheides ein. Doch dieses stabile Europa wäre eines des Stillstandes, das die Unterschiede in Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit solange subventioniert, bis sie nicht mehr zu bezahlen sind. Und dieser Zeitpunkt könnte noch vor dem Ende der Abstimmung eintreten. Wahre Liberale sind aber für ein dynamisches Europa des Wettbewerbs, in dem das Wachstum Wohlstand schafft und diejenigen, die heute in der Bredouille sitzen, in die Lage versetzt, die Zinsen für ihre Schulden zu bezahlen.

Nicht mehr Europa ist gefragt, sondern ein besseres. Die Eurokratie hat sich verannt in einer sozialistischen Ideologie der Gleichmacherei und der steten unlegitimierten Intervention in das Leben ihrer Bürger von der Anti-Diskriminierung bis zum Glühbirnenverbot. Durch diese stete Zentralisierung wird der Willen der Bürger verachtet und das Wissen der Menschen auf das der Bürokraten reduziert.

Ein Europa der Subsidarität setzt auf den Wettbewerb zwischen den Kommunen, den Regionen, Länder und Nationen, in dem sich so die beste Lösung, das einfachste Steuersystem und der Willen und die Freiheit der Bürger manifestiert.

Ein stabiles Europa ist ein Europa des Stillstands. Wenn sich die Waage einmal im Gleichgewicht befindet, gibt es keine Bewegung mehr. So bekommt der Begriff “Gleichgewicht des Schreckens” eine ganz neue Bedeutung.

Wir brauchen kein stabiles und kein solidarisches aber ein solides Europa. Und das ist eins, in der jeder Bürger, jeder Unternehmer, jede staatliche Organisation unerbittlich und ohne Rücksicht auf die vermuteten Folgen für seine Fehlentscheidungen bis zum letzten Hemd zu haften hat. Das wird auch die Gläubiger darüber nachdenken lassen, bei wem sie in´s Risiko gehen.

Der Begriff der Solidarität wird missbraucht, um eine Struktur zu subventionieren, die nicht überlebensfähig ist. Die Spardiktate, die im Gegenzug ausgesprochen werden, stürzen die betroffenen Staaten in eine Rezession, die die Wiedergewinnung der Wettbewerbsfähigkeit unmöglich machte. Bisher hatte die Sanierung maroder Staaten zwei Kernelemente: Einen Kapitalschnitt und die Abwertung der jeweiligen Währung. Wer den Staaten die letzere Möglichkeit zur schlagartigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit nimmt, muss erklären, wie sie sonst erreicht werden soll. Konjunkturprogramme haben bisher stets nur eins unter Beweis gestellt: Ihre Wirkungslosigkeit abseits des Strohfeuers, das mit dem frisch gedruckten Geld entzündet wird.

Die politische Klasse wird beherrscht von mutlosen Kleingeistern, die sich verzweifelt an den Status quo klammern und so die letzten Ressourcen, die für einen Übergang und einen wirklichen Neuanfang dringend gebraucht würden, buchstäblich verbrennen. Ihnen fehlt der Mut zur klaren Analyse und zur Anwendung der Prinzipien und Regelndes freiheitlichen Rechtsstaates und der Marktwirtschaft, die genau für die Situation entstanden sind in der wir uns befinden. Sie verhalten sich wie der Arzt, der den Tumor mit Schmerzmitteln bekämpfen, statt beherzt das Skalpell zu zückt, vielleicht weil sie schon mit dem feindlichen Gewebe verwoben sind. Nur die radikale Operation, die auch Schmerzen bringt und ein Risiko birgt, kann Besserung bringen.

Diese Operation muss uns von den Fesseln der Gleichmacherei befreien und Europa die Freiheit zurück geben. Wir brauchen in Europa eine Ordnung klarer Regeln aber keine Organisation, die durch stete Zielvorgaben die Freiheit ihrer Bürger und Selbstbestimmung ihrer Staaten einschränkt. Es gibt ein Vorbild für diese Operation und einen empirischen Beweis für ihren Erfolg:

Wer die Entwicklung der ehemaligen Staaten des Rates für gegenseitige wirtschaftliche Zusammenarbeit in den letzten zwanzig Jahren sieht, der erkennt, welchen Wohlstandsgewinn ein liberaler Rechtsstaat ermöglicht. Weil er nicht auf die angemaßte Allwissenheit der allmächtigen Politik setzt und nicht – wie bei der deutschen Wiedervereinigung – “gleiche Lebensverhältnisse – schlagartig herbeisubventionieren will und die Beschenkten ungewollt demütigt. Sondern auf den Mut, den Willen und das Können jedes einzelnen Bürgers setzt, sich seinen eigenen Wohlstand zu schaffen. Wer wie die Menschen in Slowenien, der Slowakei, Tschechien, Polen oder dem Baltikum und selbst in Ungarn heute ungleich besser dasteht wie vor 20 Jahren,  ist stolz auf das Erreichte und vertraut der eigenen Freiheit, weil er weiß, was er sich selbst zutrauen kann. Daran können auch wir Deutsche uns nur ein Beispiel nehmen. Der Rest Europas auch.

Die Strategie des politischen Mainstreams ist ob beim Klimaschutz noch beim Rettungsschirm immer gleich: Statt die Argumente zu widerlegen, versucht man diejenigen, die sie äußern zu ignorieren oder wahlweise zu diffamieren. Nun pflegt der Berlin-Korrespondent der Rheinpfalz vermutlich seine exzellenten Beziehungen zum FDP-Bundesvorstand durch einen Schmähartikel übelster Sorte über den Befürworter des Mitgliederentscheides Frank Schäffler, nachdem er unlängst schon den Rettungsschirm Volker Wissing über den grünen Klee gelobt hatte.

Read the rest of this entry »

Scheiße. Einen Post unter diesem Titel hatte ich mir heute morgen überlegt. Und war noch nicht dazu gekommen, ihn zu schreiben. Nun ist es keine Vorraussage mehr, sondern die Beschreibung des Ist-Zustands: Deutschland hat ein Drittel einer 10-jährigen Anleihe nicht verkaufen können. Es fehlen rund 4 Milliarden in der Kasse. Bei einer Gesamtverschuldung von mindestens 2 Billionen macht das zwar den Kohl nicht fett, aber es ist ein Indiz dafür, dass “den Märkten” wer immer das sein mag, langsam schwant, dass die Zinsen der deutschen Staatsanleihen zu niedrig sind, um das Risiko auszudrücken, das hinsichtlich der Rückzahlung besteht. Außerdem steht eine ordentliche Inflation in der Erwartung und die führt für den Kapitalgeber dann zu einem realen Verlust.  Read the rest of this entry »

In Italien ist es Mario Monti, in Griechenland Loukas Papadimos. Beides Figuren, die im technokratischen Milieu Brüssels aufwuchsen und sich durch ihre Parteilosigkeit den Anschein von Überparteilichkeit geben. Aber diese Herren brauchen auch gar keine Parteien: Monti ist ehemaliger EU-Kommissar, Papadimos ehemaliger EZB-Banker, ihre Partei heißt Brüssel und an die Macht kommen solch unheimliche Gestalten nie durch Wahlen. Als willige Vollstrecker des EU-Willens werden sie gute Arbeit leisten.

Dieser Mann ist ein Held unserer Zeit! Warum? Er ist ein Sozialist, er ist ein Mitglied einer seit Jahrzehnten regierenden Polit-Clique und dennoch hat er etwas getan, was ihm nicht hoch genug angerechnet werden kann. Georgios Papandreou hat mit seiner Idee des mittlerweile abgesagten Referendums auf eine Schwäche innerhalb des Systems “größtmögliche Integration” hingewiesen. Seine Idee zeigte der Welt ganz kurz, wie brüchig jener Schein aus freundlicher Zusammenarbeit und politischer Freundschaft ist. Er hat gezeigt, dass Abweichler vom representativen Status quo ganz schnell wie dahergelaufenen Ganoven behandelt werden.

Das Misstrauensvotum hat er heute überstanden, aber seine Tage sind gezählt – vor einer Woche noch undenkbar, denn da ist Papandreou noch als williger Vollstrecker von IWF, EU und Merkozy aufgetreten. Als er diesen Pfad verließ, war er plötzlich ein Außenseiter in seiner Partei und in der EU. Demokratie alter Schule ist mit dem System EU nicht vereinbar. Wer das bisher nicht gemerkt hat, wurde von Georgis Papandreou eines Besseren belehrt.

Als Griechenland 1940 den selbsterklärten Caesaren Mussolini aus dem Land warf, den Italienern nachsetzte und ihnen bis zum Eingreifen der Wehrmacht mehr als nur ein blaues Auge verpasste, kommentierte Winston Churchill die Ereignisse so: “Hence we will not say that Greeks fight like heroes, but that heroes fight like Greeks.” Ganz so viel Kraft hatte Papandreou dann doch nicht, aber trotzdem ist er ein Held.

Daniel Hannan hat in seinem Blog ein Foto veröffentlicht, von dem er schreibt, es zeige den “Moment, in welchem Papandreou vor der widerlichen Macht der EU kapitulierte”. Zu sehen ist ein griechischer Premier, der wie ein Primaner mit gefalteten Händen vor Kanzlerin Merkel steht, die mit gestrengem Blick einige Papiere durchsieht.

Wenn Theobald von Bethmann Hollweg noch am Leben wäre, wären ihm beim Anblick dieses Fotos die Freudentränen gekommen: So in etwa hatte er sich den Umgang zukünftiger deutscher Kanzler mit den Vertretern anderer europäischer Staaten vorgestellt, damals im September 1914.

…dann verdient es die EU erst recht, jetzt sofort und endgültig aufgelöst zu werden. Laut Spiegel Online Liveticker (10.38 Uhr) ist Kostas Simitis als Nachfolger von Papandreou im Gespräch, falls diesem heute Abend das Misstrauen ausgesprochen wird. Simitis war von 1996 – 2004 im Amt. In dieser Zeit wurde der Euro eingeführt, in dieser Zeit hat die griechische Regierung das Land durch die Aufnahmekontrollen gemogelt. Das Beste: Angeblich wurde er “von EU-Kreisen” ins Gespräch gebracht.

Kann so etwas wahr sein? Möchte die EU gar belogen werden? Oder hat die griechische Regierung gar nicht so gut gemogelt und wurde von den EU-Prüfern viel eher durchgewunken?

Die Griechen dürfen demnächst das erste Mal seit langem selber entscheiden, wie es mit ihrem Land weitergehen soll. Da die technokratische Elite der EU Referenden fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, werden gegenüber Griechenland nun andere Saiten aufgezogen. Unter dem Motto “Solidarität ist keine Einbahnstraße” versuchen die EU-Granden Druck auf die griechische Regierung auszuüben und im EU-Hausblatt Spiegel (Online) liest sich das dann soRead the rest of this entry »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 646 other followers