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Als Student in den Achtziger Jahren wettete ich mit dem Vater einer Freundin, der einem der großen Industrie- und Rüstungskonzerne vorstand, dass es mir nicht nur nicht gelingen würde, ihn im Büro telefonisch zu erreichen. Sondern, dass er von meinem Anruf nicht einmal erfahren würde. Der Wetteinsatz war beträchtlich. Wenn er gewonnen hätte, wäre ich eine Flasche Champagner los gewesen. Ich gewann und er lies sich das eine Kiste kosten. Aber was hat das mit dem von der Medienwelt zurück getretenen Bundespräsidenten zu tun? Eine Menge. Read the rest of this entry »

Der Bildblog gehört zu den eigenartigeren Selbstbespiegelungsseiten der Medienlandschaft. Bloggende Qualitätsjournalisten echauffieren sich dort seit Jahr und Tag über Deutschlands auflagenstärkste Zeitung und ein Haufen treuer Leser, meist aus bionadeburgeoisen Kreisen, teilt und twittert die immer gleichen boulevardkritischen Philippiken als gäbe es kein Morgen. Read the rest of this entry »

Die Causa Wulff ist symptomatisch für den Zustand nicht nur der Republik. Da ist zunächst einmal die Person: ein in die Jahre gekommener Lieblingsschwiegersohn, bekennend katholisch und geschieden. Ansonsten erreicht die Stromlinienform des Charakters Profillosigkeit. Kein Programm, keine Vision sondern die Panik vor dem Machtverlust und dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit des Klinkerbaus am Rand eines niedersächsischen Straßendorfs gepaart mit dem Realitätsverlust, der von einem Leben hinter  Panzerglas erzeugt wird, das Wissen, Erfahrung und Erleben nur noch gefiltert möglich macht. Wulff ist keine Ausnahme sondern die Regel des rückratlosen politischen Repräsentanten, bedrängt von einer Presse, in der es ebenfalls an Journalisten mangelt, die Charakter, Profil, Unabhängigkeit und Maßstäbe missen lassen.  Read the rest of this entry »

Während die Verrohung des Programmes allerorten von den Feulletionisten beklagt wird, sind die sich nicht zu schade, ernsthaft und in epischer Breite alltäglich über Maden, Spinnen, Zicken, Integranten und Giftschlangen zu berichten. Mit dem seriösem Unterton des Chronisten wird da über Täuschungsmanöver, Intrigen und Ekelschleim berichtet. Anders gesagt: Die nehmen das Spektakel auch noch ernst.

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