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NATO-Soldaten sollen in Afghanistan einen Koran verbrannt haben. Die Medien riechen einen Riesenskandal und prophezeien jetzt schon eine neue “Eskalation”. Die Frage ist nur, worin besteht die Eskalation und wie ernst kann sie genommen werden? Und vor allem: Kann die Aufregung um dieses “Ereignis” als gerechtfertigt betrachtet werden?

Ein Buch ist ein Buch. Dabei spielt es rein objektiv keine Rolle, ob jemand behauptet, sein Inhalt sei irgendwann mal von einem Gott diktiert worden. Es ist und bleibt ein Buch unter vielen. Trotzdem ist es eine Nachricht, da diese angebliche Verbrennung von einer Bande von Irren und all denen, die sich mit ihnen gut stellen wollen, zum Anlass genommen wird, mal wieder etwas mehr Gewalt im Namen ihres angeblichen Gottes auszuüben. Wie im Fall der Mohammed-Karikaturen wird der Zorn der Straße, der Zorn der Hinterwäldler und ihrer Profiteure befürchtet. Das ist der reale Teil dieser Meldung, denn es wäre nichts neues, wenn der islamistische Mob für Tote sorgt. Der Skandal ist, dass die Toten wahrscheinlich wieder als eine eher störende Begleiterscheinung dargestellt werden, über die sich die hiesigen Medien nicht weiter wundern. Der als völlig unkontrollierbar präsentierte Mob hat an seinen Opfern keine Schuld, es war das brennende Buch, das zu einer nicht mehr aufhaltbaren Kettenreaktion führte.

Diese Form der Billigung von Mord und Totschlag ist im Zusammenhang mit bestimmten religiösen Befindlichkeiten längst zur Regel geworden und es wäre für die Vertreter der “Berichterstattung” an der Zeit, diesen vermeintlichen Zusammenhang zu hinterfragen.

Die intellektuelle Klasse hat – bis auf wenige Einzelkämpfer – bereits kapituliert. Man flüchtet sich in die Hoffnung, dass die globale Barbarei schon einen Bogen um den eigenen Elfenbeinturm machen werde – der ist ja auch nicht so hoch und “provokant” wie die New Yorker Twin Towers. Gewissheiten, die bislang vor allem im linksliberalen Milieu völlig zu Recht verteidigt wurden, sind zur kleinen Münze geschrumpft. Etwa die universelle Geltung der Menschenrechte für alle und für jeden. Folter, Massaker, Menschenschinderei waren seit den sechziger Jahren mindestens ein Grund, auf die Straße zu gehen, oft gefolgt von der aktiven Unterstützung des militärischen Widerstandes gegen die Unterdrücker. Heute werden Berichte über grauenhafte Verstümmelungen oder barbarische Hinrichtungen aus nichtigsten Anlässen schaudernd, aber achselzuckend als Ausweis einer anderen kulturelle Identität hingenommen. Sie wecken nicht etwa Empathie und Engagement – sie dienen als Rechtfertigung für die Abkehr, als infamer “Beweis” für die Zivilisationsunfähigkeit eines ganzen Volkes.

Das schreibt Joerg Helge Wagner vom Weser-Kurier zu der Debatte um den Rückzug aus Afghanistan. Den Rest gibts bei Soldatenglück.

Spon meldet:

“Zehn Mitarbeiter eines internationalen Ärzteteams wurden in Afghanistan massakriert, darunter auch eine Deutsche. Unterschätzten die Helfer die Gefahr? Sie setzten auf die Gastfreundschaft ihrer Klienten, hatten aber weder Waffen noch Wachleute dabei.”

Ja, seit Jahren erzählen uns die oben genannten und viele andere Pazifisten, Gutmenschen und Besserwisser, dass die Soldaten Afghanistan verlassen und die zivilen Aufbauhelfer bleiben sollen. Der aktuelle Fall zeigt, was den Helfern dann droht und zumindest die drei genannten Experten für Krieg und Frieden werden es dann mit Sicherheit ganz anders gemeint haben.

Ist das nicht Schizophren? Da stellt Spiegel-Autor Christoph Schwennicke, der es mit Tatsachen gelegentlich nicht so genau nimmt und vielleicht deswegen bei der SZ war und dem DGB als Kronzeuge gegen den freien Markt zur Verfügung steht, eine glühende Philippika für den Abzug der Nato aus Afghanistan ins Netz und kurz darauf überrollen den Fachmann für fast alles und sein Hausblatt die bitteren Tatsachen. Denn während Schwennicke in seiner gemütlichen Redaktionsstube ständig über Vietnam nachdenken muss und furchtbare Parallelen zu Afghanistan entdeckt, werden kleine Mädchen vergast und Frauen verstümmelt. All das ist aber nicht so wichtig, denn viel wichtiger ist dem Herrn Redaktör:

“Nichts von dem, was an westlichem Kulturverständnis implantiert wurde, hat so tiefe Wurzeln geschlagen, dass es einen Abzug zu einem realistischen Datum überdauern würde. Außerdem: Mädchenschulen, Brunnen und Straßen sind erfreuliche Begleiterscheinungen eines Einsatzes. Sie begründen ihn aber nicht.”

Gleichberechtigung, das Recht, nicht vergast oder verstümmelt zu werden, Bildung und Sicherheit sind nichts als “westliches Kulturverständnis”, das die Amerikaner im Wahn ihres “imperial overstretch” den Afghanen zu “implantieren” versuchen. Die Europäer haben ein Recht darauf, die Afghanen sollen schön in der Todeskultur der Taliban verharren. Suum Cuique, den Deutschen Mindestlohn und DGB und den Afghaninnen eine gepflegte Nasenamputation.

Oswald Spengler bezeichnete einmal den Zustand als perfekt, in dem jeder wisse, wo sein Platz in der Hierarchie (des Staates) ist. Im Falle der Afghaninnen scheint Schwennicke eine sehr konkrete Vorstellung zu haben und Bibi Aisha auf dem Titel des Magazins “Time” illustriert diesen Platz ganz vortrefflich.

91.000 Seiten geheime Papiere über den Afghanistan-Krieg hat man veröffentlicht. Gleich drei internationale Medien von Rang haben daraus ihre Schlüsse gezogen und sind nicht unbedingt zu bahnbrechenden neuen Erkenntnissen gekommen. Ein Gewnner steht schon jetzt fest: Der Name Wikileaks ist jetzt selbst Internet-Abstinenzlern geläufig. Read the rest of this entry »

Roger Willemsen behauptet ja schon seit längerem, dass islamistische Terroristen eigentlich ganz dufte Typen sind, mit denen man nur mal ein nettes Gespräch führen muss, damit sie ihre Überzeugungen aufgeben und Mädchen den Schulbesuch erlauben. Zuletzt berichtete der begnadete Daherschwafler bei Anne Will von seinen magischen Überzeugungskräfte und den tief im inneren herzensguten Steinzeitislamisten. Aber auch ein Wundertätiger kann nicht überall sein und die Taliban von Kunduz scheinen bisher noch nicht mit Roger Willemsen gesprochen zu haben.

Die amerikanischen MEDEVAC-Helikopter Besatzungsmitglieder, die unsere verwundeten Soldaten im ISAF-Einsatz am Karfreitag von Kunduz und am 15. April 2010 nahe Baghlan in Nordafghanistan aus der Luft unter eigener Gefahr für Leib und Leben gerettet haben, sind US-Soldaten, die im fränkischen Ansbach (Bayern) im Katterbach Army Airfield Dienst bei der US Army in Germany tun. Mehr auf Soldatenglück

Spiegel Online meldet, dass in der deutschen Zone in Afghanistan eine große Offensive gegen die Taliban bevorsteht. Bei einem Blitzbesuch in Kunduz hatten General McChrystal und Präsident Karzai den deutschen Zuständigkeitsbereich als Krisenregion bezeichnet. Und das ist wirklich kein Wunder, denn die Taliban sind nicht blöd und wissen genau, wem sie am besten auf der Nase herumtanzen können. Deutschland ist ein lohnendes Ziel für die Taktik der steinzeitlich anmutenden Terroristen des 21. Jahrhunderts. Die treuen Verbündeten der Taliban sind dabei die Medien, die Friedensbewegung und die Vertreter des linken Zeitgeists. Read the rest of this entry »

Margot Käßmann ist Geschichte, also das, wovon die gute Frau keinen blassen Schimmer hatte und jetzt hat sie viel Zeit, verpasste alternative Friedenslösungen im zweiten Weltkrieg zu erforschen. Die beste Amtshandlung, die die Ex-Bischöfin in ihrer etwa fünfmonatigen Amtszeit vollzogen hat, war ihr heutiger Rücktritt, denn abgesehen vom Bruch eines angeblich heiligen Sakramentes (Ehe) und der Trunkenheit am Steuer zur Fastenzeit war sie etwas, was keinem Moralapostel gut steht: Sie war nicht nur bigott, wie Zettel schreibt, dieser Begriff reicht hier nicht aus, es muss eine Steigerung erfunden werden. Sie war trigott! Read the rest of this entry »

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