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Vorab: ich bin überzeugter Transatlantiker. Bei aller möglichen Kritik an den USA prägt mich die Erfahrung, dass Amerika im kalten Krieg sein Schicksal mit unserer Freiheit verbunden hat und Ronald Reagan den Staat fast ruinierte, um die Sowjetunion niederzurüsten. Die Briten und Franzosen waren mit uns in einer Schicksalsgemeinschaft. Die Amis hätten sich damals einen schlanken Fuß machen können. Ihre nukleare Abschreckungsmacht hätte es ihnen jederzeit ermöglicht, uns friedensbewegte Westdeutschen fallen zu lassen. Aber was hat das mit Snowden und Putin zu tun? Read the rest of this entry »

Wer ist eigentlich Schuld an der verhunzten Energiewende? Die Bildungsbürgerbild SPON gibt auf diese Frage eine klare Antwort: Die technologiegläubigen Ingenieure! Read the rest of this entry »

Die alternde Diva der Emanzipation hat mit eben dieser offensichtlich hervorragende Geschäfte gemacht. Das ist im wahrsten Sinne ihr Verdienst. Zwischen gesundem Gewinnstreben und ebensolchen bringendem moralingesäuertem Auftritt besteht offensichtlich eine Diskrepanz, die sich nicht nur in den Honoraren äußert, die die Talk-Shows ihren nun in Verruf geratenen Prominenten zahlen. Da kommt der Dschungel-Wendler mit seiner öffentlichen Insolvenz geradezu als Maßstab für Recht und Anstand daher. Seinesgleichen kann man wenigstens abnehmen, dass sie die Maden-Kur aus reiner Profitgier über sich haben ergehen lassen.  Read the rest of this entry »

Während ich dies schreibe, erreichen mich immer mehr Berichte über „ukrainische Milizen“, die Russisch ohne ukrainischen Akzent sprechen und in Kiewer Banken Rubel eintauschen. Putin ist offenbar entschlossen, sich an den Ukrainern für seine Niederlage in der Orangenen Revolution vor zehn Jahren zu rächen. Seine Geheimarmee ist schon hier. Falls Kiew zu der Zeit, da Sie dies lesen, in Blut ertrinkt, so bedenken Sie bitte: Dies ist kein Albtraum. Es ist die Realität, aus der Europa nicht so bald wieder erwachen wird.

so lautet der letzte Absatz eines Artikels der ukrainischen Schriftstellerin Oksana Sabuschko in der FAZ, in dem sie auf die Tatsache hinweist, dass Putins Truppen schon in Kiew stehen und wohl nur mit dem Niederschlagen der Opposition warten, bis die friedlichen Spiele von Sootschi vorbei sind.  Read the rest of this entry »

1 Million neue Jobs versprachen Bündnis90/die Grünen im Wahlkampf durch eine ökologische Industrie-Revolution. Auch der damalige Kanzlerkandidat Steinmeier überschlug sich eingedenk der Wachstumseuphorie der Öko-Industrie 2009 und prophezeite ein neues Wirtschaftswunder. Nun schreibt die FAZ, das von 10.200 Arbeitsplätzen, die Anfang 2012 in der Solarindustrie existierten, nur noch 4.800 vorhanden sind. Trotz Förderung von 175.000 Euro – pro Jahr.  Read the rest of this entry »

Walter Eucken war ein feiner Mann. Dass sein “Erbe” Teil meines Pseudonyms wurde, ist eine Anmassung. Ursprünglich hieß nur das erste Blog, das ich betrieb so, weil ich mich mit ordnungspolitischen Fragen beschäftigen wollte und eben der fast vergessene Wirtschaftspolitiker mit seinen 1938 in Jena erschienenen “Grundlagen der Nationalökonomie” den Ordoliberalismus in Stein gemeißelt hatte. In dieser Woche hat der Bundespräsident anlässlich des 60-Jährigen Jubiläums des vier Jahre nach seinem plötzlichen Tod gegründeten Walter-Eucken-Institut fast schon eine Bresche für den “Neoliberalismus” geschlagen. Grund Genug, einmal mehr auf Euckens wissenschaftliches Erbe zu verweisen.  Read the rest of this entry »

Nelson Mandela ist noch nicht einmal 24 Stunden tot, da melden sich schon die Experten zu Wort, die mit seinem Vermächtnis ihre eigenen kruden Vorstellungen untermauern wollen. Read the rest of this entry »

In all die betroffenen und besorgten Reaktionen, die das Verschwinden von Hamed Abdel Samad auslöste, mischten sich, wie könnte es bei einem Islamkritiker anders sein, hämische Töne aus der Ecke der linken Diskursherrenmenschen. Man insinuierte, dass es da ein Provokateur, der überdies zweifelhaften Umgang pflege, etwas übertrieben habe mit der freien Meinungsäußerung. Besonders toll trieb es wieder einmal das Neue Süddeutschland, wo der nachdenklichen Schriftsteller in die Nähe fanatischer Extremisten gerückt wurde. Read the rest of this entry »

Landauf, landab ergötzen sich die Medien im Gedenken an das Kennedy-Attentat. Ein junuger Held, ein Schuß Verschwörungstheorie und die seriöse Halbbrille des Historikers machen eine nette Melange aus moralingesäuertem guten Gewissen. So antiamerikanisch, wie wir tun, sind wir doch gar nicht. Für den Menschen Kennedy war das Attentat eine Tragödie. Der Lichtgestalt konnte nichts besseres passieren. Sonst wäre er geendet wie Obama, der nicht einmal eine Web-Site zum Laufen kriegt. Wie es mit der ganzen Gesundheitsreform geht, wird man sehen. 
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„So funktioniert Kapitalismus“. Das ist das Motto des Wirtschaftsblogs „Herdentrieb“ in der ZEIT. Dort teilt man uns heute zwar nichts über den „Kapitalismus“ mit – wer kein Lenin-Bild über dem Bett hat der bevorzugt übrigens den Begriff Marktwirtschaft –, aber dafür stellt Blogger Mark Schieritz klar, um wen es in der EZB-Planwirtschaft nicht geht: Den Menschen und seine Bedürfnisse.   Read the rest of this entry »

Wer sich als Mann als Prostitutionsexperte öffentlich geriert, gefährdet sein Sozialprestige. Beim Small-Talk kann man mit seinen Kenntnissen über das Rotlicht-Genre schlecht reussieren.  Das nützt die Berufsemanze Alice Schwarzer eiskalt aus, wenn sie jetzt den bemerkenswerten Versuch unternimmt, von Staats wegen ausgerechnet das älteste Gewerbe der Welt verbieten zu lassen. Und sie nutzt die Mediengeilheit von 100 sogenannten Prominenten aus, die sich in der Öffentlichkeit allzu schnell prostituieren.  Read the rest of this entry »

Das US-Finanzministerium ist nun auch ein Hort der Gleichgewichtstheorie.  Wenn Export- und Import eines Landes im Gleichgewicht stünden, ist alles in Butter. Das Länder wie Deutschland, Japan, Südkureo und China seit Jahren mehr ins Ausland exportieren, führt zu einem Ungleichgewicht und führt angeblich zu einer deflationären Verzerrung in der EU und damit auch der Weltwirtschaft. Nur eine Stärkung der “Binnennachfrage könne das “blutleere Wachstum” der Binnenkonjunktur beschleunigen. Anders gesagt: Neben der vernichtenden Gelddruckerei der EZB soll der deutsche Staat sich verschulden, um den Konsum seiner Bürger zu finanzieren. Ziemlicher Humbiug Read the rest of this entry »

In der DDR war wählen ganz einfach. Man faltete den Wahlschein und steckte ihn in die Urne. Genauso viel Einfluß hat der Wählerwille auch heute auf das Ergebnis. Die Mehrheit der Wähler wollte keinen Mindestlohn und keine Steuererhöhungen. Und wahrscheinlich auch keine Koalition der großen sozialistischendemokratischen Parteien. Dass die Linken dabei die Blockflöten geben, ist die einzige Ironie, die die Geschichte für uns bereithält. Das Scheingefecht um Oppositionsrechte, Redezeiten und Normenkontrollklagen simuliert eine Demokratie, in der sich die Meinungen der Funktionäre nur graduell unterscheidet.  Read the rest of this entry »

LimburgDer Medienhype um den Limburger Provinz-Bischof steht im gegenteiligen Verhältnis zur Bedeutung der Affäre. Zwar hat er reichlich Geld in die Aufhübschung seines Dienstsitzes gesteckt und die Meilen seines Generalvikars dazu genutzt, sich von der teuren Business- in die noch teure First-Class,  upgraden zu lassen, um anschließend in Indischen Slums seine Barmherzigkeit auszuleben und zur Schau zu stellen. Was die Qualitätspresse derweil aus der Angelegenheit um den Kevelaerer Bauernjungen macht, dem der Weihrauch zu Kopf gestiegen ist, spottet jeder Beschreibung und lenkt vor allen Dingen vom wahren Skandal ab: Dass die Kirchen in Deutschland nicht mehr vordringlich Glaubensgemeinschaften sind, sondern Sozialkonzerne, die den staatlichen Wohlfahrtsstaat allenfalls noch mit den Gewerkschaften zum Schaden der Betroffenen oligopolisiert haben.  Read the rest of this entry »

Als der Riesenökonom Helmut Schmidt als Bundeskanzler dem Keynesianismus frönte, behauptete er, 5% Arbeitslosigkeit seien ihm lieber als 5% Inflation. Und bekam beides. Unbelehrbar erweist sich die zukünftige FED-Präsidentin Janet Yellen, die im Gelddrucken ein Rezept für die Lösung aller Probleme sieht. Immerhin nahm sie das Wort Blase 2005 schon für den US-Häusermarkt in den Mund:

Dort fragt sie: „Wenn die Blase platzt, werden die Auswirkungen auf die Wirtschaft außerordentlich hoch sein? Wird es der Fed unmöglich sein die Konsequenzen abzuschwächen?“ Ihre Antworten: nein und nein.

Und da irrte sie gewaltig.

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