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Ich sammele nichts. Keine kleinen roten Autos, keine Streichholzbriefchen, keine Münzen. Falls ich aber jemals eine Sammelleidenschaft entwickeln sollte, dann werde ich sie, das habe ich heute beschlossen, auf Weltuntergänge richten. Oder zumindest auf Katastrophen, die die Existenz des Abendlandes bedrohen. Read the rest of this entry »
Diese Warnung springt mich seit einigen Tagen von vielen Plakatwänden an. Es ist wirklich schlimm und kaum zu glauben, aber: es geht uns besser, als wir denken. Nun könnte man natürlich fragen, wie gut es einem Menschen gehen kann, der davon überzeugt ist, daß es ihm schlecht geht. Aber wir wollen nicht kleinlich sein. Gemeint ist wohl, daß es bei verständiger Betrachtung der Realität viel weniger Anlaß zum Jammern gibt, als das Gutmenschenklischee es gerne hätte. Read the rest of this entry »
Das fordere nicht ich, sondern Hannah Wilhelm in der SZ, wo sie Spenden von Milliardären verhindern will, in dem sie durch Erbschafts- und Vermögenssteuer enteignet werden. Betroffen wäre auch ihre Kollegin, die Salonlinke Franziska Augstein, die sich mit ihrem Lebensgefährten Heribert Prantl von den Gewinnen einen schönen Lenz machen kann, was beide nicht davon abhält, ebenfalls bei der SZ zu fabulieren. Allerdings nimmt sie als Gesellschafterin auch demokratisch völlig unlegitimiert Einfluß auf den politischen Kurs und die journalistische Qualität des Spiegel, von dem ihr rund ein Viertel gehört. Noch derber treibt es ihr Bruder Jakob, der dort auch noch eine Kolumne schreibt und offiziell als Sprecher der Familie auftritt und ebenfalls völlig unlegitim aus den Erlösen das linke Blatt “Freitag” mit seinen Spiegel-Gewinnen subventioniert, statt brav seine Steuern an die demokratisch legitimierte Mehrheit zu entrichten. Read the rest of this entry »
Die Piraten haben sich ein “sozialliberales” Wirtschaftsprogramm. Zwar schwören sie nicht gänzlich der Marktwirtschaft ab, doch wollen sie diese regulieren. Und der Mindestlohn dient ihnen als Brückentechnologie zum bedingungslosen Grundeinkommen. Vollbeschäftigung ist für sie kein Ziel. Liberal ist daran nichts. Sozialistisch vieles. Dabei ist der Liberalismus immer sozial und bedarf des Zusatzes nicht. Read the rest of this entry »
“Nur unweit von Gaza tobt ein Bürgerkrieg, dessen Brutalität und Intensität die dortigen Ereignisse um das Mehrfache übertrifft. Der Konflikt in Syrien hat in 20 Monaten rundp 40.000 Todesopfer gefordert. Im israelisch-palästinensischen Konflikt wurden in den vergangenen 12 Jahren über 6.500 Palästinenser getötet. Natürlich ist die Opferzahl nicht der einzige Indikator des Leids. Dennoch ist bemerkenswert, wie viel leichter es vielen Palästina-Sympathisanten fällt, israelische Aggression zu geißeln als die brutale Gewalt eines arabischen Diktators gegen sein eigenes Volk. Nirgendwo ist das Freund-Feind-Schema einfacher als im Palästina-Konflikt, nirgendwo sind die Emotionen stärker. So verliert man die Relationen nur zu schnell aus den Augen”,
Darauf weist die NZZ heute laut DLF-Presseschau hin. Und die Eskalation in GAZA kommt nicht nur dem syrischen Diktator recht. Meines Erachtens wird sie auch vom Iran instrumentalisiert. Wer nach dem Grund fragt, warum der Konflikt gerade jetzt eskaliert, kommt zu ganz anderen Schlüssen. Read the rest of this entry »
“Unterhöhlung des Selbstbestimmungsrechtes des deutschen Volkes zugunsten einer unlegitimierten Brüsseler Autokratie” – der antiliberale Nationalliberalismus hat gesprochen und es klingt doch sehr nach Nazi.
Dieser Reflex von Felix Riedel ist symptomatisch für den Minderwertigkeitskomplex der deutschen Intellektuellen und die Unterwürfigkeit der deutschen Politik. Und er ist eine der Ursachen für die Misere Europas, in der Deutschland es seit Jahrzehnten nicht wagt, seine Interessen so selbstbewusst durchzusetzen wie die englischen oder französischen Freunde. Die deutsche Geschichte besteht auch aus den 15 Jahren des Tausendjährigen Reichs – aber nicht nur. Und das Unheil, das im 19. und 20. Jahrhundert über Europa gebracht wurde, ging nicht nur von Deutschland aus. Wir sind mit zu hoher Geschwindigkeit auf einer Allee unterwegs. Und starren auf den Baum statt auf die Lücke. Und treffen ihn genau deshalb. Read the rest of this entry »
Doch rein soziologisch betrachtet, entstammte der ursprüngliche Nukleus dieser Bewegung in der Weimarer Zeit und später der Grünen-Bewegung dem gleichen antimodernen Segment der Gesellschaft, einem radikalisierten Teil der deutschen Mittelschicht.
So bewirbt der Chefdemoskop sein neues Buch im Spiegel und durchbricht als erster seit Jahrzehnten eine nationale Einheitsfront:
Nachdem die französische Zeitschrift Charlie Hebdo heute etwas gesunden Menschenverstand in die Affäre um den Mohammed-Film und die Proteste der muslimischen Friedensbewegung brachte, will die Titanic nun nachziehen. Es sollte den Vertretern des Qualitätsjournalismus und der Politik zu denken geben, dass es die Albernen, die Witzemacher, die Satiriker und Humoristen sind, die offenbar als einzige für die Freiheit der Meinung eintreten, einem Recht, für das viele Menschen Kopf und Kragen riskiert haben.
Und während die Komiker nicht mehr tun, als ihr Recht zu praktizieren, schreien Medien und Politik danach, dass die Meinungsfreiheit angeblich durch so etwas wie “Verantwortung” begrenzt sei. Einige CSU-Leute wollen gar Gesetze ändern, um besser gegen Blasphemie vorgehen zu können. Früher wäre so ein Vorgang ein Fall für den Spiegel gewesen, aber dessen Mitarbeiter schreiben lieber Rührstücke über irgendwelche Muslime, die sich scheinbar durch einen komischen Film “gekränkt” fühlen, aber kein größeres Problem mit religiös motivierten Todesstrafen oder Geschlechterapartheit in den Ländern haben, in denen die Vertreter ihrer Lieblingsreligion das Sagen haben.
Die Süddeutsche nutzt wieder mal einen plumpen Trick: Sie zitiert das Ergebnis eines Entwurfes einer Studie ohne die Quelle offen zu legen. Und nimmt dem Kritiker dagegen die Chance, die Hypothese zu widerlegen. So bleibt nur die Nachricht haften: Die Reichen werde immer reicher. Doch ob das stimmt, muss bezweifelt werden.
“Sind Sie zufrieden” fragt der leitende Polizeibeamte die Initiatorin des Facebook-Kippa-Flashmobs Sarah Nurit. Die Beamten hatten sich zuerst sehr distanziert gezeigt und später der fröhlichen Ansammlung von alten und jungen Menschen, von denen auffällig viele selbstbewußt mit einer Kippa über den Kudamm schlenderten, gerne den Weg geebnet. Die Menge war immerhin so groß, dass Hernyk M. Broder mir darin nicht auffiel. An der zweiten Kreuzung schon stellte sich ein Polizist auf die Strasse, um die bei grüner Ampel aufgeregt hupenden Autos zu besänftigen, an der dritten stellte sich der Mannschaftsbus mit blitzendem Blaulicht schützend vor die Teilnehmer des Shabbat-Sparziergangs, während sich die Leute geschwätzig unterhielten und den verwirrten Gesichtern in den Biertempeln ein fröhliches Schabbat Schalom entgegenschleuderten. Der dpa-Reporter, der allseits zitiert wird, machte aus dem fröhlichen Ausflug einen Trauermarsch und die selbstbewussten Juden zum multiplen Opfer der ekligen Schläger, die am Dienstag einen Rabbiner schwer verletzt hatten. Und verdrehte den Auftritt mündiger Bürger zu einem Zug der Opferlämmer. Read the rest of this entry »
Ein NPD-Mitglied weniger. Das ist der Verdienst der in die Schlagzeilen geratenen Olympionikin Nadja Drygalla, die ihren Freund bewegte, dem organisierten Rechtsextremismus abzuschwören. Dererlei Erfolgsmeldungen kennt man von der organisierten deutschen Kriminalbürokratie nicht, die das berühmte sächsisch-thüringische Terroristen-Trio für nur 10 Jahre aus den Augen verloren, während das mordend und brandschatzend komfortabel im Wohnmobil durch die Lande zog, um seine Straftaten mit einer kleinen Radtour zu verbinden. Kein Wunder, werden die Bundes-, Landes-Kriminalämter und Verfassungsschützer doch von so veritablen Persönlichkeiten geführt wie dem Mecklenburg-Vorpommerschen Innenminister Caffier, der mit der vermeintlich relevanten Information, unsere Olympionikin habe ein rechtsradikales Umfeld, richtig professionell umging. Read the rest of this entry »
Sondern an Wolf-Dieter Poschmann. Denn wir zeichnen hier nicht größtmögliche Phantasie aus. Die hatte Prantl damit bewiesen, dass er wortreich das Abendmahl bei Verfassungsrichters Vosskuhle beschrieb, dass man sich selbst am schweren Tisch in der garantierten Altbauwohnung währte, während der Präsident höchstselbst die Salatsoße abschmeckt. Obwohl Prantl nach Aussage des Bundesverfassungsgerichtes dessen Präsidenten allenfalls vor einiger Zeit im “Dienstzimmer” begegnete. Prantl kann beschreiben, was er nie gesehen hat, Poschmann kann nicht kommentieren, was er beobachtet. Read the rest of this entry »
Kurt Beck wird arbeitslos. Er muss dringend qualifiziert werden, damit er nach Auslaufen des Übergangsgeldes eine neue Verwendung findet. Ohne unser aller Hilfe schafft er das nicht. Erst hat er wegen der FDP Schlecker nicht gerettet. Und nun ist auch noch der Nürburgring pleite. Nicht mal richtig Beihilfen beantragen in Brüssel kann er. Das macht jede spanische Bank besser. VerDI, bitte helfen. Read the rest of this entry »
Es gibt viele Vorurteile gegen das Politpersonal. Es sei korrupt, eitel, habe keine eigene Meinung und sei obendrein unfähig, diese auszudrücken. Diese gängigen Klischees hat Martin Schulz, weithin unbeliebter SPD-Europapolitiker und Bruder im Geiste eines Unbekannten mit dem „Charisma eines nassen Lappens“ (Nigel Farage) einmal mehr überzeugend widerlegt. Read the rest of this entry »
Dass ein wahrhaftiger Fernsehratsvorsitzender, MdB und sogar Vorsitzender eines bedeutenden Bundestagsausschusses soviel Zeit darauf verwendet, mit seinen “Freunden” bei Facebook zu diskutieren, ist eigentlich ein Gewinn. Bei Ruprecht Polenz ist es entlarvend. So verkündete der Mann unlängst, dass er sich auf die Lageeinschätzung Syriens durch den libanesischen Ministerpräsidenten freue. Und das wirft so einige Fragen auf. Die Lage in Syrien ist so furchtbar, dass man sich da kaum über eine Lageeinschätzung freuen kann. Und der libanesische Ministerpräsident ist laut Wikipedia ein persönlicher Freund des syrischen Diktators, der anerkanntermaßen ja schon mal einen der Vorgänger des libanesischen Ministerpräsidenten ermorden ließ. Und der libanesische Ministerpräsident stürzte den Sohn des ermordeten Vorgängers, der ebenfalls als Vorgänger amtierte, mit den Stimmen der prosyrischen und vom iranischen Terrorregime mit Geld und Waffen unterstützten Hisbollah. Auf so einen “Gesprächspartner” kann man sich nicht freuen. Read the rest of this entry »





