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Wenn es immer mehr Geld gibt, steigen die Preise und das Kapital wird entwertet. Gleichzeitig profitieren die überschuldeten Staaten von den niedrigen Zinsen. Wenn dann aber mal die Blase platzt, kennt die Abwärtsspirale kein Halten. Wie 2008. Read the rest of this entry »

Fünf Prozent Zinsen risikofrei. Davon träumen die Anleger. Und kaufen Griechenland-Anleihen. Das freut die Helenen. Denn damit befreien sie sich aus dem Würgegriff der EURO-Retter und müssen deren Sanktionen nicht länger fürchten, obwohl der EURO-Raum auch für diese Anleihe haftet.  Read the rest of this entry »

Der Axel Springer Verlag schickt sein Führungspersonal für ein Sabbatical in´s Silicon Valley. Der frühere FDP-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister war auch schon dort, was wir nur deshalb mitbekommen haben, weil er vom bärtigen Bild-Chefredakteur nach dem Geschmack des deutschen Feulletions zu herzlich umarmt wurde. Vor rund einem Jahr hat selbst mich ein Cousin durch Berkeley geführt. Ich kann Christian Lindner nur raten, sich aus seiner bergischen Heimat auch auf nach Kalifornien zu machen. Damit er versteht worüber er in seinem Heimmedium, der FAZ schreibt.  Read the rest of this entry »

Mit Siggy Pop hat die Gleichgewichtstheorie Einzug in´s Wirtschaftsministerium gehalten. Deshalb redet man nun auch dem Gerede vom ungesunden deutschen Export-Überschuß das Wort. Dabei ist die so genannte “GroKo” ohnehin dabei, die durch Schröders Reformkurs gewonnenen Wettbewerbsvorteile zu vernichten und Deutschland wieder zum kranken Mann Europas zu machen.  Read the rest of this entry »

Als Student in den Achtziger Jahren wettete ich mit dem Vater einer Freundin, der einem der großen Industrie- und Rüstungskonzerne vorstand, dass es mir nicht nur nicht gelingen würde, ihn im Büro telefonisch zu erreichen. Sondern, dass er von meinem Anruf nicht einmal erfahren würde. Der Wetteinsatz war beträchtlich. Wenn er gewonnen hätte, wäre ich eine Flasche Champagner los gewesen. Ich gewann und er lies sich das eine Kiste kosten. Aber was hat das mit dem von der Medienwelt zurück getretenen Bundespräsidenten zu tun? Eine Menge. Read the rest of this entry »

Die alternde Diva der Emanzipation hat mit eben dieser offensichtlich hervorragende Geschäfte gemacht. Das ist im wahrsten Sinne ihr Verdienst. Zwischen gesundem Gewinnstreben und ebensolchen bringendem moralingesäuertem Auftritt besteht offensichtlich eine Diskrepanz, die sich nicht nur in den Honoraren äußert, die die Talk-Shows ihren nun in Verruf geratenen Prominenten zahlen. Da kommt der Dschungel-Wendler mit seiner öffentlichen Insolvenz geradezu als Maßstab für Recht und Anstand daher. Seinesgleichen kann man wenigstens abnehmen, dass sie die Maden-Kur aus reiner Profitgier über sich haben ergehen lassen.  Read the rest of this entry »

Die älteren und die zeitgeschichtlich interessierten Leserinnen und Leser erinnern sich sicherlich noch an sie: die guten alten atomwaffenfreien Zonen. Vorzugsweise WG-Küchen und Jugendherbergen wurden von ihren Bewohnerinnen bzw. Herbergseltern zu solchen erklärt. Dank diesen aufrechten Menschen stand der weltweiten Ausbreitung der atomwaffenfreien Zonen bis an den Zaun der Atomwaffenlager theoretisch nichts entgegen. Doch diese Zeiten sind vorbei und es blieb uns glücklicherweise erspart, herauszufinden, wie groß der Respekt des Kremls vor diesen Zonen im Ernstfall gewesen wäre. (Gewiß hätte er nur die JU-WG im Stockwerk oben drüber bombardiert.) Read the rest of this entry »

Dass der Wechsel des Ex-Kanzleramtschef in den Vorstand der deutschen Bahn seit Tagen die Schlagzeilen bestimmt, geht nicht auf die Saure-Gurken-Zeit zurück. Weltweit ist genug los, das sieht man wenn man auf die Homepages internationaler Medien schaut. Da ist jemanden ein Coup gelungen, der den Mann nicht auf diesem Vorstandssessel sehen wollte. Und der wird wahrscheinlich erfolgreich sein. Die Diskussion um die Wechselfähigkeit von Politikern “in die Wirtschaft” wird dagegen den Inzest der Apparatschiks verstärken. Wer geht schon in die Politik, wenn er nicht später leicht seine Kontakte nutzen kann, um ordentliches Geld zu verdienen.  Read the rest of this entry »

Unsere frisch gebackene Arbeitsministerin hat großes vor: „Wir müssen Vollzeit neu definieren“ erkannte Andrea Nahles gleich an ihrem ersten Arbeitstag. Einen „Anwesenheitswahn“ hat die SPD-Linke in der Arbeitswelt ausgemacht und beschlossen, dass damit jetzt Schluss sein müsse. Das gemeine Volk spekuliert derweil im Netz, was Nahles als nächstes fordert. Das Verbot von Kinderarbeit? Die 40-Stunden-Woche? Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Flexible Arbeitszeiten sind in modernen Unternehmen schließlich Gang und Gäbe. Trotzdem gibt es Jobs, bei denen physische Anwesenheit unumgänglich ist. Für die Bäckereifachverkäuferin und den Herzchirurgen ist Home Office nun einmal keine Alternative. Das wird auch Nahles nicht ändern können. Read the rest of this entry »

Zur politischen Gesamtlage fällt einem wirklich nichts mehr ein. Libyen. Schon mal gehört. Da war doch was. Tunesien kriegt gerade neue Regierung. Was war mit Ägypten? Nur weil Assad seine Faßbrausen auf Schulen in Aleppo fallen wird, schafft er es in die Nachrichten, während wir dort gleichzeitig durch gezieltes Wegschauen den Islamisten aller Couleur im wahrsten Sinne des Wortes das Feld überlassen haben. Hierzulande wird eine Regierung vereidigt, von denen so ziemlich gar kein Mitglied sein Geld jemals in der freien Wirtschaft verdient hat. Was wundert es Einen da kaum, dass sich der so genannte Koalitionsvertrag liest wie ein Rückbauplan der Schröderschen Agenda 2010. So kann man den irrsinnigen Forderungen der Franzosen und der EU-Kommission nach Verminderung des Export-Überschusses auch nachkommen.  Read the rest of this entry »

Für retroaktiven Antifaschismus ist es nie zu spät, das wissen auch die Münchner Grünen. Deswegen verhüllte man jüngst unter großem Trara ein Denkmal, das den „Trümmerfrauen und der Aufbaugeneration“ gewidmet ist. Die Hauptstadt der Bewegung a.D. wurde den Stadtarchiven zu Folge in erster Linie von zwangsverpflichteten Regimetreuen entrümpelt, denen amerikanische Soldaten zum Zeichen tätiger Reue den Spaten in die Hand gedrückt hatten. Die Trümmerfrauen waren also eigentlich Trümmermänner beziehungsweise Trümmernazis. Die Grünen wittern „Geschichtsklitterung“ und fordern „den richtigen ein Denkmal, nicht den Altnazis“. Nie wieder Faschismus, nie wieder Trümmermännerinnen! Read the rest of this entry »

Vor einigen Jahren wurde ich von der Grünen Jugend als Referentin eingeladen. Das genau Thema weiß ich nicht mehr, aber es ging meinen Forschungsinteressen entsprechend um Entwicklungspolitik. Als ich den Organisator fragte, ob es ein Problem sei, dass meine Präsentation nicht mit PowerPoint erstellt worden war, winkte er lachend ab. Read the rest of this entry »

Wer sich als Mann als Prostitutionsexperte öffentlich geriert, gefährdet sein Sozialprestige. Beim Small-Talk kann man mit seinen Kenntnissen über das Rotlicht-Genre schlecht reussieren.  Das nützt die Berufsemanze Alice Schwarzer eiskalt aus, wenn sie jetzt den bemerkenswerten Versuch unternimmt, von Staats wegen ausgerechnet das älteste Gewerbe der Welt verbieten zu lassen. Und sie nutzt die Mediengeilheit von 100 sogenannten Prominenten aus, die sich in der Öffentlichkeit allzu schnell prostituieren.  Read the rest of this entry »

Es würde mich nicht wundern, wenn die Grosse Koalition im Windschatten von Muttigate die Vorratsdatenspeicherung beschließen würde. Auf internationaler Ebene verbrämt man ja die Wiedereinführung der Kapitalverkehrskontrollen mit dem Begriff “automatischer Informationsaustausch” und fordert damit letztlich nur die Kreativität der Unternehmensberater und Anwälte ein wenig mehr, die komplexere Konstruktionen entwickeln müssen, um Vermögen vor dem willkürlichen Zugriff des Fiskus zu schützen. Nicht Google, Facebook und Co. sind die größten Datenräuber. Es ist der Staat als solches, der spät aber leider immerhin begriffen hat, wie sehr er seine Bürger mit Hilfe des Netzes drangsalieren und kontrollieren kann.  Read the rest of this entry »

Die wöchentliche Kolumne des Spiegel-Eigners Jakob Augstein ist stets ein Quell der Freude. Bestätigt sie doch immer alle Vorurteile, die man gegen den linken Schnösel reicher Eltern haben kann, der seine Karriere nur dem verdankt, was er Anderen nicht gönnt: seinem Reichtum. Dass er den enteignenden Spitzensteuersatz, den er anderen aufoktroieren will, nicht fürchten muss, liegt an einem geschickten Steuersparmodell, das dem, was der gemeine Zahnarzt so treibt, an Perfidität weit überlegen ist: Der wahre Sohn von Schlußstrich-Walser finanziert damit die linke, antisemitische Klassenkampf-Postille “Freitag”: Nun schwingt er reichweitenwirksam bei SPON gegen die Kanzlerin die Moralkeule, in dem er sie der Korruption bezichtigt, weil sie eine Spende der BMW-Eigner-Familie Quandt einheimst, nachdem sie sich für die Interessen der deutschen Automobil-Industrie eingesetzt hat. Augsteins dümmlich-säuerlicher Moralismus offenbart aber vor allem eins: Dass er mal wieder von dem, worüber er polemisiert keine Ahnung hat.  Read the rest of this entry »

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