You are currently browsing the category archive for the ‘Gedenken’ category.
Zettel war einer der Giganten, auf deren Schultern die liberale Bloggerszene steht. Eine Stimme der Vernunft, stets klug in der Analyse und immer sachlich im Ton. Zettels Raum ist seit bald sieben Jahren ein Fels in der Brandung des illiberalen Zeitgeistes und sein kleines Zimmer eine Insel für alle, die intellektuelle Debatten hitzigen Kommentarschlachten vorziehen. Er wird seinen Lesern, seinen Bloggerkollegen und dem deutschen Liberalismus fehlen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.
Selbst in serioesen Medien wie der FAZ wird unwidersprochen behauptet, die eventuellen Bauten im Gebiet zwischen Jerusalem und Ma’ale Adumim ( E1) wuerden die Westbank in zwei Teile zerschneiden.
In ihrer augenfaelligen Unwahrheit erinnert mich diese Luege an die nachdrueckliche und falsche Behauptung, der Gazastreifen werde von Israel abgeriegelt. Read the rest of this entry »
Heute früh im Deutschlandfunk verteidigte der gelernte Physiker Reiner Haselhoff die Frauenquote: Wenn schon vor Jahren eine vierzig Prozentige Frauenquote gegolten hätte, wäre die Wirtschaftskrise wahrscheinlich ausgeblieben. Und die Interviewerin vom Deutschland brach nicht mal in lauthalses Lachen aus. Und so wird der Bundesrat heute gegen den Willen der Bundesregierung die Frauenquote beschließen. Mit den Stimmen von Sachsen-Anhalt, in dem das blockflötenerprobte CDU-Mitglied Haseloff (seit 1976 – Ost CDU) Ministerpräsident ist. Read the rest of this entry »
Als geborener Düsseldorfer sollte man zu Kontroversen derjenigen, die hinter dem Eisernen Vorhang gelebt haben, schweigen. Ich weiß nicht zu sagen, wie und ob die Verhältnisse mich geprägt hätten und inwieweit ich mich mit dem System gemein gemacht hätte. Wenn aber die DDR-Dissidenten ihr früheres Handeln andersherum als moralische Monstranz vor sich hertragen, um den im Gesamtdeutschland auch als Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde verdienten Präsidentschaftskandidaten und seinen Freiheitsbegriff mit der unterschwelligen Behauptung, er sei ja gar kein Bürgerrechtler gewesen,zu diskreditieren, muss man sich auch als “Wessi” aus der Ecke trauen: Read the rest of this entry »
Umfragen sind mir ziemlich egal. Viel interessanter ist es, mit Personen, die man nicht wirklich kennt über Dinge zu sprechen und dann zu sehen, was sie davon halten. Die vernünftigsten Menschen mutieren so gelegentlich zu herzlosen Monstern oder verständnislosen Trotteln. Die jüngere deutsche Geschichte ist ein gutes Beispiel. Zum einen gibt es jene, die einen Schlussstrich fordern und von der Sache mit den Juden grundsätzlich nichts mehr hören wollen. Das liegt in den seltensten Fällen an mangelnder Empathie, viel häufiger sind es pure Ignoranz oder Scham, die die jeweilige Person dazu bringen, von der Sache nichts mehr wissen zu wollen. Aber es gibt noch eine unangenehmere Sorte. Read the rest of this entry »
Die WELT veröffentlichte heute eine Liste der Amadeu-Antonio-Stiftung, die 182 Todesopfer rechter Gewalttaten seit 1990 auflistet. Diese Aufzählung ist nicht unumstritten, dürfte aber sehr viel näher an der Wahrheit liegen als die Angaben der Bundesregierung, die gerade mal 47 Opfer gezählt haben will. Eine schnelle Auswertung ergibt, dass die Mehrzahl der Opfer deutsch und männlich ist. Meiner Zählung zu Folge hatten 73 einen Migrationshintergrund im weitesten Sinne, 28 der Toten waren Frauen. Read the rest of this entry »
Die charakterlosen Reaktionen deutscher Links-“Intellektueller“ auf das Massaker von 9/11 sind bereits an anderer Stelle ausführlich gewürdigt worden. Der Kontrast zu Jon Stewarts nachdenklicher und bewegender Ansprache in seiner ersten Sendung nach der Katastrophe könnte nicht größer sein. Ein amerikanischer Fernsehkomiker hat mehr Niveau hat als die gesamte deutsche Geisteselite. Woran liegt das? Stewart, der linke Kabarettist, weiß, dass es ein Privileg ist täglich zur besten Sendezeit über die politische Führung spotten zu dürfen. Dafür liebt er die USA und er wird dieses Privileg in den folgenden Jahren nutzen, um die Politik George W. Bushs zu kritisieren. Das ist der Unterschied zwischen den amerikanischen „Liberals“, die sich voller Stolz zum „American Way of Life“ bekennen, und somit zu den Werten, die der westlichen Zivilisation zugrunde liegen, und den deutschen Linken, die noch jedem Diktator und Terroristen hinterher laufen, so lange er nur „den Westen“ zu seinem Feind erklärt. Niemand legt beredteres Zeugnis vom Scheitern der geistigen Entnazifizierung Deutschlands ab als die antiimperialistische Linke. Auch das wurde am 11. September 2001 überdeutlich.
Die Kennedys aus Oberfranken (nicht aus der Oberpfalz – danke für den Hinweis) haben wieder zugeschlagen. Der deutsche Hang zur Monarchie schlägt allerdings im Establishment mehrheitlich mindestens in Häme um, weil der fesche adelige Verteidigungsminister und seine Gattin, eine geborene von (Blut, Schweiß und Tränen) Bismarck am Hindukusch blöderweise eine zu gute Figur machen. Die Soldaten freuts. Daran sollten sich Siggy Popp und Konsorten mal ein Beispiel nehmen. Read the rest of this entry »
Vor 69 Jahren griffen die Japaner Pearl Harbor an. Einen Tag später hielt Franklin D. Roosevelt vor dem Kongress eine der berühmtesten Reden der Geschichte und die USA traten an der Seite der Alliierten in den Krieg ein. Über 400.000 Amerikaner fielen in den folgenden Jahren überall auf der Welt, damit sich in Europa Pazifismus und Antiamerikanismus bis heute frei entfalten können.
Mit der Neuerscheinung ging die Kritik ausgesprochen gemässigt um. Die Jugendrichterin Kerstin Heisig hatte unter dem Titel ” Das Ende der Geduld” drastisch anhand von Beispielen beschrieben, was faul ist im Staate. Eine kleine Gruppe krimineller und gewaltbereiter Jugendlicher, von denen die meisten einen “Migrationshintergrund” haben, stellt das staatliche Gewaltmonopol in Frage und kommt in der Regel damit durch. Zwischen ihren Raubzügen und kriminellen Taten werden sie und ihre Klans von Job-Centern betreut und erhalten im Gegenzug für regelmässiges Erscheinen ebendort Hartz IV. Kirsten Heisig nahm sich vor Erscheinen dieses Buches das Leben und entging so den Kritikern, die sie sonst wegen unlauterer Verallgemeinerung gegeißelt hätten. Read the rest of this entry »
Nicht ohne vorher mit 30 Hieben ausgepeitscht worden zu sein, wurde eine schwangere Witwe vom örtlichen Taliban-Kommandeur mit drei Kopfschüssen hingerichtet, weil sie eine “unerlaubte Affäre” gehabt habe. Der Ehebrecher ging dagegen straffrei aus. Die Barbaren sind lernfähig. Damit die arme Frau und ihr ungeborenes es nicht einmal tot auf die Titelseite von TIME Magazine oder vergleichbaren Medien schaffen, wurden ihre sterblichen Überreste in ein “von den Islamisten” kontrolliertes Gebiet verschleppt. Read the rest of this entry »
Ein Holocaustüberlebender tanzt mit seinen Enkeln vor den Todesfabriken. Manche finden das Video unpassend, andere bewegend.
Anlässlich der Befreiung vom Nazifaschismus vor 65 Jahren.
IDF über Auschwitz (via A Soldier’s Mother).





