Wenn ich Uli Hoeneß etwas übel nehme, dann dass er mit seiner Selbstanzeige den Umverteilungsfanatikern von der rot-grünen Neidhammelfront neue Nahrung für den Wahlkampf geliefert hat. Ausgerechnet Nazisprech-Experte Pronold von der bayrischen SPD wirft jetzt mit dem historisch belasteten Kampfbegriff „asozial“ um sich wie einst die SED bei der Verfolgung von renitenten DDR-Bürgern. Aber das passt ja auch.

Pronold ist ein astreiner Apparatschik, der in seinem ganzen Leben noch keinen Cent erwirtschaftet hat. Dass Herr Pronold in der freien Wirtschaft jemals eine Position erreichen könnte, die ihm ein ähnlich üppiges Einkommen ermöglicht wie er es jetzt als Kostgänger der Steuerzahler erhält, darf man getrost als ziemlich unwahrscheinlich bezeichnen. Er sollte Leistungsträgern wie Hoeneß dankbar sein, denn ohne solche Melkkühe wäre unsere unproduktive Politklasse schon lange nicht mehr finanzierbar.

Uli Hoeneß hat nach allem was man weiß niemandem Geld abgepresst, sondern sein Vermögen mit Fußball, Würstchen und Börsengeschäften gemacht. Dass er jemals einem Kunden mit Gewalt seine Bratwürstl aufgezwungen hätte ist nicht bekannt. Das unterscheidet ihn von der Berliner Räuberbande. Die droht jedem mit Knast, der die Mehrheit seines Einkommens lieber für sich behalten will, als einen maroden Staatsapparat zu finanzieren, den er so nie bestellt hat. Warum soll jemand, der sich Dank kaufmännischen Geschicks aus kleinen Verhältnissen nach oben gearbeitet hat, weite Teile seiner Einkünfte an verantwortungslose Politiker abgeben, die fleißig Volksvermögen im Namen der Eurorettung vernichten?

Aber ist es nicht ungerecht, wenn wohlhabende Bürger wie Hoeneß mit ausländischen Nummernkonten die irrsinnige Abgabenlast umgehen können, während der Durchschnittsmichel seine sauer verdienten Euronen bei den staatlichen Finanzräubern abliefern muss? Von wegen. Schwarzarbeit, die Schweiz des kleinen Mannes, zeichnet für ein sehr viel größeres Loch in der Staatskasse verantwortlich als die Steuertricks der Superreichen. Experten rechnen mit ca. 17 Milliarden Euro Miese für den Fiskus pro Jahr. Dass keiner der vorlauten Millionärsjäger von Trittin bis Steinbrück dieses heiße Eisen anpackt ist angesichts der Verbreitung des Phänomens und der anstehenden Bundestagswahl nicht überraschend. Aber wer weiß was uns blüht, wenn die Stimmzettel abgegeben sind und die klammen Euroretter wieder einmal ein paar Fantastilliarden für ihre alternativlose Politik brauchen.

Wir werden von einer politischen “Elite” regiert, die Steuertricks als die “schlimmsten Form asozialen Verhaltens” bezeichnet und nicht vor Hehlerei zurückschreckt, um an das Geld ihrer Bürger zu kommen. Werbung für Kindesmissbrauch und  Begeisterung für genozidale Regime sind hingegen lässliche “Verirrungen”, die im Namen der “Demokratie” zu verzeihen sind. Das einzige, was die Asozialdemokraten sämtlicher Parteien vorzuweisen haben, sind unvorstellbare Schuldenberge und die langsame Überführung Deutschlands in eine undemokratische EU-Bürokratur. Aus liberale Sicht ist das Fazit klar: Jeder, der dieser moralisch verkommenen Etatistenjunta Geld vorenthält, tut etwas Gutes.

Uli Hoeneß hat für die Kommune München, den Freistaat Bayern und die Bundesrepublik Deutschland mehr Einkünfte generiert als ein Dutzend Sozialpädagogen, SPD-Politiker und Gender-Referent_innen in hundert Jahren. Sein soziales Engagement ist legendär. Der Mann schuldet diesem Land nichts.

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