Muslimische Schlägerhorden töten deutsche Männer und vergewaltigen Frauen. Es findet ein Genozid am deutschen Volk statt, und die linken Berufsbetroffenen von der Presse sehen weg. Das ist die Kernthese eines Beitrags mit dem der Romanautor Akif Pirinçci letztens die Achse des Guten bereicherte. Ist so was noch lustig?

Der Sozialpädagoge Journalist Jochen Grabler vom Bremer Zwangsgebührenfunk verneint das mit einem entschiedenen “Du, das find ich jetzt aber nicht ok von Dir, Akif” und droht mit Nachsitzen im Stuhlkreis gegen Rechts. Pirinçci antwortete in Rütli-Schulen-Manier:„Fickt ihr mich, ficke ich euch!” Unterstützt wird er von von seinem grossen Bruder Henryk, der umgehend den Oberlehrer Ruprecht Polenz in den Schwitzkasten nahm, kaum dass dieser zu einer Standpauke über rechtspopulistische Hetze angesetzt hatte. Kartoffel-Dhimmis wie Polenz und Grabler geben lieber gleich Pausenbrot und Taschengeld beim migrantischen Duo infernale von der Achse ab, sonst droht ein drittes blaues Auge.

Doch da wäre noch Deniz Yücel. Der ist laut Jürgen Trittin ein Schweinejournalist und wurde vom Presserat verwarnt, weil er Thilo Sarrazin den Tod wünschte. Auf der schwarzen Liste des TAZ-Polemikers stehen unter anderem: Antisemiten, Joachim Gauck, Linke, jugendliche Schläger mit kleinen Penisen und jetzt eben auch Pirinçci. High Noon der Verbalmessertürken: Was schreibst Du? Ich mach Dich Satire!

Die drängende Frage, die das größtenteils noch erschrocken schweigende Publikum aus Politik- und Medienschaffenden umtreibt lautet also: Wie hat man sich als politisch korrekter Deutscher angesichts dieser Frontlinien zu verhalten? Darauf weiß ich naturgemäß keine Antwort, deswegen halte ich es mit Kurt Tucholsky:

Die Satire muss übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten. […] Was darf die Satire? Alles.”

Als Liberale fände ich es erfreulich, wenn die beiden türkeistämmigen Sarkasmus-Fachkräfte der gepflegten Polemik im Land der Volksverhetzungsanzeigen und Beleidigungsklagen zu mehr Freiheit verhelfen würden. Vielleicht ist dann sogar ein gemeinsam entgegengenommenes Integrationsbambi drin.

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