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Ich komme momentan aus beruflichen Gründen zu wenig zum bloggen, doch zum Glück hat Daniel Fallenstein die passenden Worte zur Causa #Aufschrei gefunden.

Aber den Frauen, die gejagt, vergewaltigt, aufgeschlitzt oder erschossen werden, folgt keine akademisch gebildete Elite auf Twitter. Die schwatzenden Klassen interessieren sich mit Vorliebe für ihresgleichen. Wer sich erdreistet nach den Milieus der brutalsten Täter zu fragen, gilt schnell als Rassist, gar als »Herrenreiter«, der vom viel schlimmeren Alltagssexismus der Brüderles ablenken wolle. Die Mitarbeiterin von Terre de Femmes, die mir aus bitterer Erfahrung bestätigte, wo die drängenderen Probleme liegen, wird nach dieser Logik wohl zur Steigbügelhalterin.

Diese narzisstische Selbstbezogenheit führt zu einer bitteren Pointe. Ich interviewte im Rahmen der erwähnten Recherche auch Aylin Korkmaz, deren Ex-Mann ihr Gesicht zerschnitt, beim beinahe erfolgreichen Versuch sie zu ermorden. Sie veröffentlichte fast drei Jahre vor dem #Aufschrei ihr Buch; ausgerechnet mit dem Titel »Ich schrie um mein Leben«. Natürlich erhielt Aylin Korkmaz nicht annähernd die Aufmerksamkeit die heute darauf verwendet wird zu erörtern, wo die Grenze zwischen Flirt und Belästigung liegt.

Liebe deutsche Qualitätsfeministinnen, wo wart ihr, als vor ein paar Wochen drei Vergewaltiger in Berlin mit Bewährungsstrafen davon kamen? Und jetzt wollt ihr uns erzählen, die Zoten angetüdelter Politopas wären kein Luxusproblem einiger Karrierejournalistinnen, sondern der “wahre Sexismus”? Ihr könnt mich mal, aber so was von.

Wenn ich den Scheiß über Brüderle schon wieder lese, freue ich mich, gerade auf einem anderen Kontinent zu sein. Nächste Woche mehr.

Cameron hat recht. In jedem einzelnen Punkt seiner Grundsatzrede. Die EU steht vor dem Scheitern. Nicht zuwenig, sondern zuviel Integration hat viele Länder an den Abgrund geführt. Cameron hat der Zentralverwaltungswirtschaft in der EUdSSR den Kampf angesagt. Und die Kritik fällt falsch und reflexhaftig über ihn her, als hätte er schon die Axt an die heilige Kuh der europäischen Integration angelegt. Dabei ist der britische Premier ein überzeugter Europäer. Read the rest of this entry »

Paul Kirchhoffs Steuersystem ist klasse. Seine Konstruktion der Haushaltsabgabe anachronistisch. Die Begründung stammt aus der analogen Welt. Als bezahlter Anwalt der Öffentlich-Rechtlichen macht er seine Sache im FAZ-Interview gut und beweist doch, dass er die digitale Welt nicht mehr versteht. Und steht damit für ein Polit-Establishment, dass die repräsentative Demokratie auch weiter mit der Geschwindigkeit einer Postkutsche betreiben will und die Bürger ignoriert.  Read the rest of this entry »

Wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns von einem kalifornischen Rabbiner vorschreiben lassen, wer unser beliebtester Antisemit ist. FdoG ergreift deshalb die Initiative und ruft zur Wahl des Antisemiten des Jahres auf. Und hier ist der Leser gefragt. Wir bitten um Nominierungen. Dabei ist jeder willkommen. Ob der ZDF-Heute Moderator Frohnhoff, der in seinem “Album des Jahres” kurz die Liquidation des HAMAS – Terrorchefs zur Ursache des jüngsten GAZA-Konfliktess erklärt, die Kostümjüdin Irena Wachendorff, die sich mit einem fiktiven Förderverein für einen israelisch-palästinensischen  Kindergarten einsetzt oder der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Auswärtige Politik , der geschickt auf seiner Facebook-Seite die gute Sache durch Leute wie die Internet-Aktivistin Christiane Schuricht (auch nominierbar) erledigen lässt. Jakob Augstein, alsder freundliche Antisemit von nebenan gilt natürlich als gesetzt. Die Auswahl ist groß.  Das gepflegte Vorurteil soll nicht ohne Prämierung bleiben. Mit unserem “Böller für Gaza” Konvoi dürfen die Read the rest of this entry »

Können Sie sich vorstellen, daß Sie in einem Supermarkt gezwungen werden, ein bestimmtes Produkt zu kaufen? Und zwar unabhängig davon, ob Sie es mögen oder nicht und ob Sie den Preis angemessen finden oder nicht? Ach ja, ganz nebenbei ist das Produkt auch noch eine Mogelpackung: statt der angegebenen 1000g sind nur 500g drin! Aber die beeindruckend breitschultrigen schwarzgekleideten Herren neben den Kassen lassen keinen Zweifel daran, daß allen unwilligen Kundinnen und Kunden äußerst unangenehme Erfahrungen bevorstehen. Read the rest of this entry »

Es ist für die Deutschen ein großes Glück, dass die Heilsgeschichte rund um Präsident Obama nur von den fähigsten Kräften des deutschen Journalismus in die Heimat gefunkt wird. Bekanntlich können religiös verehrte Figuren nur durch das Böse an ihren durch und durch guten Taten gehindert werden. Bei Jesus waren es zionistische Elemente und die Römer, bei Mohammed die Kuffar, bei Hitler die anglo-amerikanischen Plutokratien und beim Weltkommunismus irgendwelche schäbigen Kapitalisten. Bei Obama sind es nun die, die schon seit 2001 dafür gesorgt haben, dass in deutschen Redaktionsstuben und Wohnzimmern regelmäßig Hüte an die Decken flogen: Die Neokonservativen. Read the rest of this entry »

Willi Winkler ist einer dieser harmlosen Altlinken, die in den deutschen Feuilletons seit Jahr und Tag ihren immer gleichen Senf abgegeben. Ein bisschen die RAF beschönigen, die USA kritisieren und auf den Kapitalismus schimpfen – you name it. Das ist ausgesprochen vorhersehbar und dementsprechend langweilig. Sein Artikel über Pola Kinskis Buch „Kindermund“ hat es allerdings in sich. Read the rest of this entry »

Augstein ohne Ende. Diesmal hält Henryk M. Broder hinterlistig die Debatte am Köcheln in dem er sich entschuldigt und damit den Kritiker scheinbar Recht gibt. Bei Lichte betrachtet ist das Gegenteil der Fall. Broder entschuldigt sich für den Streicher-Vergleich, um ihn gleichzeitig zu bekräftigen. Und SPON und SZ tappen bereitwillig in die Falle.  Read the rest of this entry »

Ultraorthodoxe Soldaten retten bei Nablus drei Palästinenser aus einem reißenden Fluss. Mit von der Partie ist auch ein couragierter palästinensischer Bauer.

Soldiers of the IDF’s haredi battalion Netzah Yehuda managed to rescue three Palestinian men before the fierce currents washed over them. Ynet obtained a documentation of the rescue.

 

Jeder Deutsche isst in seinem Leben knapp 1000 Tiere, das haben der Vegetarierbund und die Böll-Stiftung herausgefunden. Dazu kann man stehen wie man will, was diese Meldung ganz oben auf der Startseite von ZEIT-Online zu suchen hat erschließt sich mir eher nicht. Es gibt wirklich wichtigere Nachrichten auf der Welt, obwohl der Furor, mit dem dieser Artikel gegen den “Fleischwahn” anschreibt, anderes vermuten lässt. Auch wenn bei der Verfasserin Marlies Uken kein Fleisch in den Kochtopf kommt, ihre Emotionen kochen allemal. Read the rest of this entry »

Am Anfang der Vision vom Großflughafen bestand eine effiziente und funktionierende Infrastruktur. Wie in London, New York oder Paris verfügte der kommende Regierungssitz ohne eine nennenswerte Industrie in Berlin gleich über vier Airports mit sechs Start- und Landebahnen. Und zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung waren die alle in Betrieb: Gatow, Tegel und Tempelhof im Westen und Schönefeld kurz vor der polnischen Grenze. Doch die Schultheiss-Berliner wollten einen internationalen Airport, der Frankfurt und München Paroli bieten sollte. Ohne nennenswertes Einzugsgebiet, ohne wirklich großes Frachtaufkommen und ohne Geld. Da brauchte man ein paar private Investoren.  Der Größenwahn begann.  Read the rest of this entry »

Sechsunddreißig Jahre nachdem Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann für ihre palästinensischen Komplizen die jüdischen Passagiere einer entführten Air-France-Maschine selektierten und vierundvierzig Jahre nachdem der 68er-Revoluzzer Dieter Kunzelmann unser Land mit Hilfe eines Attentats auf Holocaustüberlebende vom „Judenknax“ befreien wollte ist es immer noch nicht möglich, linken Antisemitismus zu thematisieren. Das weiß man jetzt auch beim Simon Wiesenthal Center. Dort wagte man den Tabubruch, und setzte die Ergüsse eines dezidiert linken Journalisten auf die Liste der schlimmsten antisemitischen und antiisraelischen Ausfälle des Jahres 2012. In der Folge bekamen das SWC und vor allem sein Kronzeuge Henryk Broder den Zorn der linken Israelkritikerlobby zu spüren, die in den deutschen Medien den Ton angibt. Read the rest of this entry »

Bei der FDP hat der Generationswechsel  nicht geklappt. Der von Gerhard zu Westerwelle. Das ist das Dilemma. Schuld war Möllemann, der sonst selbst Gerhards Kopf hätte rollen lassen. Schuld ist also auch nicht Westerwelle. Rösler ist auch nicht zu beneiden. Er ist das gelebte Peter-Prinzip. Aber nichts wird besser, wenn der Weinbauminister a.D. seine Büttenreden schwingt.  Read the rest of this entry »

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