Schon in der DDR sollte die Frau berufstätig sein, damit die staatliche Organisation das Kind im sozialistischen Sinn zu erziehen und zu formen. Deshalb und nur deshalb gab es dort eine fast perfekte Ausstattung mit Kindertagesstätten und Kinderkrippen. Wenn die Jugend den Tag über dem Einfluß oppostitioneller Eltern entzogen ist, bricht der sozialistische Mainstream jeden Damm. Dass diese Theorie nicht aufging, lag an der Differenz zwischen sozialistischem Paradies und irdischer Realität.
Das deutsche Bildungssystem deformiert auch heute unsere Jugend beträchtlich. Nicht in Mathematik, aber schon in Biologie, wo etwa die Vorurteile der Ökologen gegen fossile Energieerzeugung gepflegt werden und die wissenschaftliche Basis des Klimawandels nicht mehr hinterfragt wird.
Sie predigt sozialistische und sozialdemokratische Umverteilungsphantasien und Schüler, die in poliltischer Wissenschaft, Geschichte oder Deutsch ein konservatives oder liberales Weltbild vertreten, müssen mit erheblichen Punktabzügen rechnen. Wer sich selbst im Kreis der Elternvertreter wie ich zu liberalen Ansichten bekennt, erntet ungläubiges Staunen.
Dabei ist die Infiltration eben da besonders subversiv, wo sie eben nicht offensichtlich daher kommt und den Kindern die Chance fehlt, überhaupt zu erkennen, ob sie im Sinne eines vermeintlichen Mainstreams verformt werden.
Das ist keine abstrakte Vermutung sondern die Erfahrung von 13 Jahren als Vater und Elternvertreter. Hier nur zwei Beispiele:
Der kanadischen Klassenlehrerin meiner Tochter wurde in der Grundschule durch die Gesamtkonferenz (aller Lehrer) untersagt, zu Halloween einen Kostümwettbewerb durchzuführen, weil die unterlegenen Schüler in der vierten Klasse durch Leistungsdruck und Konkurrenzdenken ein falsches Weltbild erhielten.
Eine Schulfreundin meiner Tochter habe ich unlängst mit meinem 22 Jahre alten Auto zur U-Bahn mitgenommen. Sie meinte das Auto sei zwar schön aber umweltschädlich. Darüber kamen wir ins Gespräch über die Umweltpolitik. Durch das gelernte in der Schule war ihr der Eindruck entstanden, der Mensch sei der Hauptverursacher von CO² in der Atmosphäre. Dass lediglich 1, irgendwas Prozent “menschgemacht” sind, war ihr völlig neu.
Die Gehirnwäsche wirkt. Und die Tochter, die gelegentlich abweichende Meinungen vertritt, überlegt sich sehr genau, ob sie im Englisch-Unterricht bei der Diskussion über die Euro-Krise das Wissen weiter gibt, das sie zuhause mitbekommen hat.
Damit kein Missverständnis aufkommt. Ich bin kein Befürworter des Betreuungsgeldes. Jede staatliche Transferleistung und Subvention ist mir zuwider. Wer aber behauptet, die Kindergartenpflicht und die frühzeitige Einschleusung in das staatliche Bildungs- und Erziehungsmonopol sei die einzige Möglichkeit, uns vor der demographischen Falle zu retten, der lügt. Und wer gerade eben den so hoch gelobten sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten im Bundestag gehört hat, kann sich aussuchen, ob es sich um eine kabarettistische Glanzleistung oder nicht mehr steigerbaren Oppurtunismus handelt.
Wir brauchen ein anderes, ein freies Bildungssystem, in dem nicht der Mainstream herrscht, sondern Wettbewerb das tut, was er nach den Worten F.A. von Hayeks am besten kann: Neues Wissen entdecken. Was wir derzeit erleben ist nicht weniger und nicht mehr als das Ende der Aufklärung.






5 comments
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10. November 2012 at 16:01
Jaquento
Exakt, schließlich sollte man auch den Satz des Pythagoras oder Relativität mal kritscher betrachten. Ist ja schließlich alles nur “Theorie”. Und wo wir schon dabei sind, könnte man ja auch mal Homoöpathie mal begleitend zu Themen wir Krankheiten unterrichten, nicht wahr? Wäre ich voll dafür.
Auf was bezieht sich die 1%? Abgase? Mastbetrieb? Fabriken? Alles zusammen? Kann ich das irgendwo nachlesen?
Nun das eigentliche Problem beim Betreungsgeld ist doch, das der Staat für das nicht nutzen seiner Angebote Geld verteilt.
Kriege ich Geld wenn ich nicht mit dem Bus fahre? Kriege ich Geld, wenn ich nicht die ÖR ansehe?
11. November 2012 at 13:22
Adrian
“Wer aber behauptet, die Kindergartenpflicht und die frühzeitige Einschleusung in das staatliche Bildungs- und Erziehungsmonopol sei die einzige Möglichkeit, uns vor der demographischen Falle zu retten, der lügt.”
Wer behauptet das denn? Und was wäre dann die Möglichkeit?
12. November 2012 at 07:25
Wider den Ungeist im Bildungssystem | politischeszitatdestages
[...] Quelle: http://fdogblog.wordpress.com/2012/11/09/das-betreuungsgeld-gefahrdet-das-staatliche-bildungsmonopol… [...]
12. November 2012 at 10:35
albjaga
So heftig wie von der Opposition gegen das Betreuungsgeld geschossen wird geht es eben nicht nur um die paar Euro.
Es geht darum wie und von wem die Kinder erzogen werden sollen!
Alleine schon die dauernden Behauptungen nur Ganztagskindergarten und Ganztagsschule könnten dafür sorgen, daß die Kinder ordentlich und gebildet werden ist eine Unverschämtheit gegenüber allen Eltern die ihre Kinder selbst erziehen und nicht fremd betreuen lassen wollen.
Es geht nicht um die paar Euro. es geht darum den Eltern zu sagen: Ja, ihr vollbringt eine wichtige Leistung, ihr seid bereit für Kinder auf manches zu verzichten und wir, die mit und vor allem die ohne Kinder die später mal davon profitieren freuen uns und finden es gut, daß ihr es macht. Und noch schöner ist, daß ihr Vater Staat 700 bis 1000 Euro pro Monat erspart weil ihr eure Kinder selber erzieht.
Und noch was zur Demographie: Wer ständig nur betont, daß Kinder ein Armutsrisiko sind, wer den zukünftigen Eltern andauernd sagt, daß Karriere wichtiger ist als Zeit für Kinder, wer behauoptet irgendwelche Erzieherinnen seien besserer Umgang für die Kinder wie die eigenen Eltern und wer auch sonst nie erwähnt wieviel Freude es macht den Tag mit seinen Kindern zu verbringen, der braucht sich nicht zu wundern wenn es kaum noch Kinder gibt.
Die sagt ein Vater der sein Geschäft schweren Herzens verkauft hat um mehr Zeit für den Nachwuchs zu haben.
15. November 2012 at 20:58
Gassenreh, Jakob
Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
Denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben Stresshormonausschüttung und damit reduzierter Neurogenese, sowie Mangel an Langsamen-Wellen-Schlaf und damit verminderter Wachstumshormonproduktion) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung mit der Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
Für unsere Zukunft ist es unsinnig, die jungen Mütter für momentan scheinbar dringend benötigte Arbeitskräfte und um parteipolitisch gewollt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu dokumentieren aus der Familie zu entfernen und dadurch die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt zu ernten. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)