Im nächsten Leben werde ich Meteorologe. Oder Demoskop. Da kann ich erzählen, was ich will, krieg mein Geld und kann zufrieden sein. Egal ob meine Prognose mit der Realität über einstimmen oder nicht..
Bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl haben die Demoskopen wieder mal grandios versagt. Das vorhergesagte annähernde Patt ist nicht eingetreten.
Das dramatische an der Situation ist, dass Politiker, die wiedergewählt werden wollen, ständig nach den Umfragen schielen, von denen niemand erklären kann, ob sie tatsächlich der Realität entsprechen.
Wie eine FDP-Parlamentarerin auf einer Veranstaltung erklärte, sind die liberalen Wähler meist nicht zuhause, wenn die Befrager von Allensbach und Konsorten anrufen. Das mag ein Teil der Wahrheit sein.
Der andere wiegt schwerer. Die Leute sind die Repräsentanten der Demokratie satt. Sie sind frustiert und wählen allenfalls mit der geballten Faust in der Tasche. Immer mehr gehen einfach nicht mehr zur Wahl, weil es keine alternative zum rotgrünen Sozialismusmainstream gibt.
Aber das sagen die Demoskopen denen, die sie allwöchentlich bezahlen, lieber nicht.






6 comments
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7. November 2012 at 15:09
Jaquento
Ahem… http://xkcd.net/1131/
7. November 2012 at 15:11
carrowman
Nachtrag: Finanzanylst wäre auch noch ne Berufsoption wenn du mit vagen Prognosen Geld machen willst.
8. November 2012 at 08:27
Piracetam
Napoleon sagte: „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie.“ Mehrere hundert Jahre später hat sich daran offenbar nicht viel geändert. Hätte die US-Wahl in Deutschland stattgefunden, wären es für Obama bis zu 92 Prozent geworden. Romney hätte klägliche vier oder fünf Prozent bekommen.
8. November 2012 at 10:54
cs
War ein schöner Rant, aber inhaltlich nicht fundiert. Siehe ausführliche Behandlung bei Zettels Raum sowie der dort genutzten Hauptquelle fivethirtyeight. Das Wahlergebnis entspricht fast genau den letzten Prognosen. Die meinst vielleicht die verzerrte Wahrnehmung des ganzen in der dt. Presse. Siehe bei Zettel eine Reihe von Vorraussagen geordnet nach absteigender Wahrscheinlichkeit. Hoch stand dabei die “Dt. Kommentatoren überrascht wie deutlich die Wahl ausgefallen ist”
Gruß cs
8. November 2012 at 11:12
O.T.
Man stelle sich vor, die Wahl würde nicht als “Kopf an Kopf” dargestellt werden. Was wäre dann mit den schönen Wahlpartys die sich der ARD und der ZDF einfallen lassen haben.
Da wird eine Schwester von Obama eingeflogen, Lanz und Maischberger talken um die Wette. Das Who ist Who des deutschen Fernsehen läuft auf.
Die Quote rechnet sich nur wenn ein “Kopf an Kopf” Rennen prognostiert ist.
9. November 2012 at 00:34
Paul
Ähem, Ähem? Wer hat gewählt? Was wurde gewählt? Habe ich was verpasst?
Na ja, jetzt mal im Ernst. Langsam denke ich Du kannst Gedanken lesen. So genau hast Du meine Befindlichkeit getroffen. Aber nicht wählen kommt bei mir nicht in Frage, weil ich erst seit 22 Jahren wirklich wählen kann. Bin also noch “Jungwähler”.
Meine Frau sagt immer, wir müssen wieder eine Vernunftwahl machen. Weil ich nur auf Gott und meine Frau höre – von wegen freie Wahl – werde ich also wieder folgsam sein.