Einer jungen Frau wurde ein Ausbildungsplatz in einer Zahnarztpraxis verweigert, weil sie nicht bereit war, ihr Kopftuch während des Jobs abzunehmen. Darauf klagte die Frau und berief sich dabei auf das Antidiskriminierungsgesetz. Das Gericht gab ihr recht und sprach ihr eine Entschädigung von 1500 Euro zu. Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes freute sich über das Urteil  und sprach ihm eine “Signalwirkung” zu.

Diese Signalwirkung wird tatsächlich existieren, aber sie dürfte vor allem all jenen schaden, die einen muslimischen Namen haben. Denn wenn ein Arbeitgeber sich in Zukunft von Gerichten sagen lassen muss, wen er warum einstellen darf und warum nicht und zusätzlich noch eine Geldstrafe zahlen muss, wenn er die falschen Gründe anführt, wird er es sich zweimal überlegen, welche Bewerbungen er in die engere Auswahl mit einbezieht und welche er sofort mit einer Absage bedenkt. Das minimiert das Risiko von Prozesskosten oder Geldstrafen und lässt viele Bewerber wegen ihrer Namen auf der Strecke.

Und als besonderes Schmankerl hier noch die von Tagesspiegel paraphrasierte Anmerkung des Richters zum Urteil:

“Das AGG solle im Kern einem ‘menschlichen Grundübel’ entgegenwirken, dem Fremdenhass – wozu sich der mehrheitlich rot-grüne Gesetzgeber leider nie bekannt habe. Xenophobie, diesen Hass gegen Fremdes, gebe es aber ‘auch im progressiven Gewande’. ‘Die Frau mit Kopftuch gilt als unemanzipiert und rückständig. Dabei ist sie in Wahrheit nicht verkehrt, sondern nur anders. Und Mensch, unter dem Schutz der Gesetze.'”

Ohne Worte…

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