Heute früh im Deutschlandfunk verteidigte der gelernte Physiker Reiner Haselhoff die Frauenquote: Wenn schon vor Jahren eine vierzig Prozentige Frauenquote gegolten hätte, wäre die Wirtschaftskrise wahrscheinlich ausgeblieben. Und die Interviewerin vom Deutschland brach nicht mal in lauthalses Lachen aus. Und so wird der Bundesrat heute gegen den Willen der Bundesregierung die Frauenquote beschließen. Mit den Stimmen von Sachsen-Anhalt, in dem das blockflötenerprobte CDU-Mitglied Haseloff (seit 1976 – Ost CDU) Ministerpräsident ist. 

Der Mann war uns unlängst schon einmal aufgefallen, als er die Enteignung der deutschen Atomkraftwerke im Zuge der Energiewende propagierte.

Nun also die Frauenquote. Die bedeutet nichts anderes als Männerdiskriminierung. Denn wenn vorgegeben wird, dass Frauen in den Aufsichtsräten garantierte Sitze bekommen, dürfen Männer diese Positionen nicht ausüben. Und Haseloff hat offensichtlich auch Ressentiments gegenüber dem eigenen Geschlecht. Denn wenn Frauen in Aufsichtsräten die Wirtschaftskrise verhindert hätten, Männer aber nicht, müssen letztere ja zwangsweise die schlechteren Menschen sein. Man stelle sich einmal eine 100%ige Frauenquote vor. Alle Unternehmen dieser Welt würden wohl vor dem Untergang und Mißmanagement gerettet.

Dabei ist die Frauenquote auch ein 100%iger Eingriff in die durch das Grundgesetz festgelegte Vertragsfreiheit. Der Aktionär ist nicht frei in seiner Entscheidung, wen er in den Aufsichtsrat wählt. Stattdessen muss er Menschen wählen, deren einzige Qualifikation ihr Geschlecht sein muss.

 

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