Wer braucht den Sozialstaat, wenn es keine Armen mehr gäbe? Wer braucht den sozialistisch-industriellen Komplex, wenn alle Menschen sich selbst zu helfen wüssten? Die ganzen Lobbyisten der vermeintlich Schwachen verkaufen letztlich nur die eigene Dienstleistung, die nicht von deren Kunden sondern der Allgemeinheit alimentiert wird. Von einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes oder einer Vermögensabgabe versprechen sich die paritätischen Wohlfahrtsverbände, die Caritas oder die Diakonie vor allem eins: Steigende Einnahmen. 

Dass das sozialistische Weltbild in weiten Teilen der Journaille verbreitet ist, wurde hier schon länger vermutet. Die Ansammlung der gut betuchten Leitartikler, die in den Redaktionsstuben seit Jahren das Auseinanderbrechen der Gesellschaft prognostizieren, gleicht den Untergangspropheten aller Art, die den Weltuntergang im Zweifel gerne um ein paar Wochen, Monate oder Jahre prolongieren, damit sie in der Zwischenzeit mit dem Wohlfahrtsstaat Kasse machen können.

Weite Teile der Bevölkerung werden vom Sozialstaat systematisch enteignet. Das gilt gerade für die unteren und mittleren Einkommen. Wer nicht viel Geld bekommt, verdient natürlich im Zweifel mehr. Aber der Bürger kann kein eigenes Vermögen aufbauen, wenn ihm 40% seines niedrigen Einkommens weggenommen werden.

 

About these ads