Nachdem die französische Zeitschrift Charlie Hebdo heute etwas gesunden Menschenverstand in die Affäre um den Mohammed-Film und die Proteste der muslimischen Friedensbewegung brachte, will die Titanic nun nachziehen. Es sollte den Vertretern des Qualitätsjournalismus und der Politik zu denken geben, dass es die Albernen, die Witzemacher, die Satiriker und Humoristen sind, die offenbar als einzige für die Freiheit der Meinung eintreten, einem Recht, für das viele Menschen Kopf und Kragen riskiert haben.
Und während die Komiker nicht mehr tun, als ihr Recht zu praktizieren, schreien Medien und Politik danach, dass die Meinungsfreiheit angeblich durch so etwas wie “Verantwortung” begrenzt sei. Einige CSU-Leute wollen gar Gesetze ändern, um besser gegen Blasphemie vorgehen zu können. Früher wäre so ein Vorgang ein Fall für den Spiegel gewesen, aber dessen Mitarbeiter schreiben lieber Rührstücke über irgendwelche Muslime, die sich scheinbar durch einen komischen Film “gekränkt” fühlen, aber kein größeres Problem mit religiös motivierten Todesstrafen oder Geschlechterapartheit in den Ländern haben, in denen die Vertreter ihrer Lieblingsreligion das Sagen haben.






2 comments
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20. September 2012 at 15:53
Gutartiges Geschwulst
WENN DAS NICHT LUSTIG IST.
Es wäre wohl zuviel an Sensation, wenn die Titanic tatsächlich genügend Mut gefunden hätte den Islam direkt zu persiflieren, statt das brisante Thema vorsorglich zu verwässern, mit einer profanen Ex-Präsidentengattin.
Der Einsatz von Betty Wulff gewährleistet, dass sich die Absäufer vom Dienst an ihrer Courage keinen Bruch heben.
26. September 2012 at 09:56
Andreas Moser
Kein Wunder, daß so etwas aus der CSU kommt, der einzigen Partei in Deutschland, die sich einen bewaffneten Arm hält: http://mosereien.wordpress.com/2012/09/26/ira-csu/ Wie andere radikal-religiöse Parteien eben.