David Harnasch hat ein Fundstück ausgegraben, das alle diejenigen lesen sollten, die sich über eine von ideologischer Schlagseite und völliger Ahnungslosigkeit gekennzeichnete Berichterstattung über alle auch nur im entferntesten mit Geld, Wirtschaft oder der Abwesenheit des Schlaraffenlandes zu tun habenden Themen wundern.

Bei diesem Fundstück handelt es sich angeblich um eine Hilfe zum Lesen von Bilanzen für Journalisten. Nun hätte ich nichts dagegen, wenn ich wüßte, wie ich die wenig erbauliche Lektüre des elektronischen Bundesanzeigers etwas vergnüglicher gestalten könnte. Doch diese Hoffnung wird nicht erfüllt. Der einzige Erkenntnisgewinn, den ich diesem Beitrag verdanke: die Zielgruppe dieses Artikels ist über den Verdacht, ihre Nase jemals in solche Dinge gesteckt zu haben, erhaben.
Der Inhalt in Kürze: man kann Positives betonen, man kann Negatives betonen und (Ein)Schätzungen können unterschiedlich ausfallen (aus steuergestaltenden und anderen Gründen – aber das wird jetzt zu kompliziert).
David Harnaschs Rat: „Sollten Sie Taxifahrer sein, Kassiererin, Zwölftklässler südlich Frankfurts, Handwerksmeister, Friseuse, Kioskbetreiber, Arzt, oder Freiberufler: Lesen Sie diesen Ratgeber für Journalisten. Dann wissen Sie, wie sehr Sie all denjenigen überlegen sind, die sich erfrechen, Ihnen auf Papier oder im Fernsehen die Welt zu erklären.“
Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, leider nicht zu den nützlichen Berufsgruppen zählen, dann lassen Sie sich bei vollen Bezügen freistellen, vereinbaren Sie ein Sabbatjahr oder ein Wahnsinnshonorar für diesen Wahnsinnsknüller:
Abschreibungen sind etwas ganz normales!
Tja, das muß man jetzt erstmal verarbeiten…

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