Lance Armstrong werden sieben Tour de France Siege aberkannt, weil er laut Zeugenaussagen regelmässig und systematisch gedopt haben soll. Ein ehemaliger Krebs-Patient hat vielleicht ein anderes Verhältnis zur Pharmazie. Grotesk, wenn durch diese Entscheidung der ebenfalls gedopte Jan Ullrich nachträglich zum vierfachen Sieger mutiert. Das ganze untermauert nun meine Grundauffassung. Gebt das Dop(e)ing frei. Stellen wir uns doch mal vor: Die Teams heißen dann nicht mehr US Postal oder Gerolsteiner: Sondern Pfizer, Hoechst oder Merck.  Die Etappen gehen von Apotheke zu Apotheke und die Pharma-Riesen können öffentlich mit der Leistungssteigerung ihrer Medikamente werben. Da bekommt die Wellness-Industrie einen neuen Schub. Tierversuche werden größtenteils überflüssig, schließlich könnte man beiläufig auch noch diverse andere Präparate auf ihre Nebenwirkungen überprüfen.

Wahrscheinlich wäre das auch gesünder für die Fahrer. Denn keiner der Konzerne könnte sich ja leisten, dass einer der Fahrer an der Gipfelspitze tot vom Rad fällt oder später am Herzinfarkt stirbt. Die Doping.-Doktores, die dieses Geschäft heute im Halbdunkel betreiben, müssen sich nämlich nicht um ihr Image sorgen.

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