Ich dachte immer, nur wir hätten das Problem. Dass aber ein FDP-Europaabgeordneter so eben über diesen Vizekanzler und seinen Parteivorsitzenden im Multiplikatorenmedium Deutschlandfunk spricht, hätte ich nicht gedacht. Der Mann vermittelt auch noch weitere Einsichten, die man so nicht erwartet hatte. Unlängst wollte er ja unseren Urlaub in Griechenland mit einer Prämie versüßen. Langsam wundert man sich nicht mehr, dass der Mann bei der Doktorarbeit abgeschrieben hat. Sondern zweifelt an seiner sittlichen und allgemeinen Hochschulreife. 

Heckmann: Man könnte aber auch sagen, Herr Chatzimarkakis, dass die Einschätzung Ihres Parteichefs einfach nur realistisch ist, oder rechnen Sie damit, dass Athen das Sparprogramm so wie vereinbart einhalten kann, denn Samaras selber sagt ja, das geht gar nicht?

Chatzimarkakis: Nein, das geht auch nicht und das ging auch vor zwei Jahren nicht beim ersten Griechenland-Paket und das ging auch beim Schnüren des zweiten Griechenland-Pakets nicht. Was wir hier erleben, das ist ein Stricken von Programmen, die politisch dem Norden oder manchen Politikern im Norden vielleicht dienen, in Wirklichkeit aber nicht erreichbar sind.

Das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.  Der Mann erhebt keine Einwände, wenn Griechenland etwa völkerrechtlich verbindliche Verträge schließt, von denen er behauptet, es sei im Vorhinein klar gewesen, dass das Land diese gar nicht einhalten k a n n . Dagegen nimmt sich seine erschlichene Promotion ja wie ein Kavaliersdelikt aus.

Das ist nicht “MEINE FDP”.

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