Alan Greenspan, der Herr der Blasen, war sich sicher: Um die Konjunktur anzukurbeln, könne man die Geldmenge ausweiten, solange die Verbraucherpreise nicht zu stark steigen. Und schuf eben eine Blase nach der anderen. Auch heute ist die asymmetrische Inflation längst auf dem Vormarsch. Der Warenkorb, der die Preissteigerungsrate bei rund 2% hält, ist längst nicht das, was er vorgibt: Repräsentativ. 

Anders gesagt: Längst vernichtet die unverantwortliche Geldvermehrung der Zentralbanken schleichend Vermögen. Und erhöht die Lebenshaltungskosten. Eine Untersuchung bei Focus Online belegt dabei eindrucksvoll, dass diese Zwangsenteignung keinesfalls nur die “Reichen” trifft. Und Raffelhüschen hat darauf hingewiesen, dass die kapitalgedeckte Altersversorgung so gefährdet wird, weil Pensionsfonds und Lebensversicherungen Realvermögen verlieren statt Rendite zu erwirtschaften.

Um die Lage zu verbessern, hilft nur eins: Die Zentralbanken müssen die Zinsen erhöhen. Schnell und kräftig, damit die im Umlauf befindliche Geldmenge sinkt. Die liegt zumeist ohnehin nur auf ihren eigenen Konten herum, weil die Banken, die damit ausgestattet wussten, nichts damit anzufangen wussten.

Wer jetzt irgend etwas von drohender Rezession schwurbelt, der sollte bemerken, dass die längst da ist. Und das hat überhaupt nichts mit der EURO-Krise zu tun. Sondern damit, dass weite Teile der EURO-Volkswirtschaft nicht wettbewerbsfähig sind. Sie produzieren zu teuer und haben keine Produkte, die es mit ihren Konkurrenten aus Südostasien aufnehmen könnten. Der ganze EURO-Raum hat in den vergangenen 40 Jahren auf Pump gelebt. Hohe Zinsen begrenzen die Chance, so weiter zu machen, ganz ohne Fiskalpakt und Schuldenbremse.

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