Meist heißen die Protagonisten Christiane Neubauer oder Hörbiger. Gestern wurde die Welt von Dominic Raake gerettet, der vom Gewürzhändler = böser Kapitalist mit Bungalow, schicker Freundin und Seeblick zum Retter des Familienerbes mutierte, das von einer aufrechten und patenten minderjährigen Hoferbin gegen den örtlichen Großbauern=Spekulant  und seinen Komplizen, den dörflichen Bankier=Finanzindustrie mutierte. In der Nebenrolle ein etwas weltfremder Mönch=weltfremde Kirche, dessen Klosterbrüder durch einen sozialen Arbeitseinsatz gerade noch rechtzeitig das Protestschreiben der katholischen Vertreter im Fernserat (Rat=Sowjet) verhindert. Glaubt man der GfK, haben 4,17 Mio. Menschen diese unterschwellige Sozialismus-Propaganda geschaut, in der immer die Leistungsträger der Gesellschaft die Bösen sind oder aber im Lauf des Filmes einen Läuterungsprozeß durchlaufen, an dessem Ende sie ihr Herz wieder entdecken. 

“Das Leben ist ein Bauernhof” ist ein drastisches Beispiel dafür, wie unterschwellig die sozialistische Ideologie die Unterhaltungsindustrie unterminiert hat. Dererlei kann man schon am Nachmittag in jeder “Telenovela” genannten und teuer produzierten Schmonzette besichtigen, wo die Schurken selten arm und faul sind und die guten stets gütig und sozial.

Dabei ist es in der realen Welt genau anders herum. Der Gewürzhändler Raake hat mit seiner Arbeit Wertschöpfung generiert, Jobs geschaffen und zahlt Steuern. Die Unternehmer in unserer Gesellschaft übernehmen Risiken und ihre Gewinne ermöglichen neue Investitionen. Der Entdecker neuen Wissens schafft neue Lebensqualität mit seiner Innovation und seinen Produkten. Und der örtliche Raiffeisenbank-Direktor ist selten das böse Arschloch, das einen Kredit einfach mal fällig stellt, um Haus und Hof auf dem Wege der Zwangsversteigerung dem Großbauern zuzuschanzen, der ihm im Gegenzug ein Baugrundstück billig zuschanzt.

Pikanterweise erhält der Drehbuchautor für diesen Schund, der nach dem immer gleichen Plott variiert ein solches Honorar, dass er sich die exotischen Gewürze von Cucuma bis Koriander problemlos im Feinkostladen um die Ecke oder auf dem angesagten Bio- Wochenmarkt leisten, während der Rezipient seiner Ergüsse im Plattenbau auf die vermeintlich heile Welt auf dem Flachbildschirm starrt.

Produziert wird diese Edelpropaganda von der ARD-Tochter DEGETO GmbH, mit deren Rechtsform die ARD ihre Ausgaben- und Einnahmenpolitik hervorragend verschleiern hätte können. Bis der Geschäftsführer versehentlich einfach viel mehr Filme in Auftrag gab als er absetzen konnte und die Firma insolvent wäre, wenn sie nicht dem zwangsgebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehört hätte. Da kriegt man selbst von der Sparkasse auf dem flachen Lande im Zweifel noch einen Kredit.

Und geführt wird das Unternehmen neuerdings übrigens von einer gewissen Frau Strobl, deren Mann mittlerweile die CDU Baden-Württemberg leitet. Ihr Geburtsname lautet übrigens Schäuble. Vielleicht produziert die Firma demnächst ja mal ein Stück über einen skrupellosen Devisenhändler, der eine Milliarde mit spanischen Staatsanleihen gemacht hat, die er jetzt in die bankrotte Finca seiner Nichte steckt. Wer weiß?

About these ads