Der  grüne MdEP Sven Giegold, von den ATTAC-Sozialisten hat gemeinsam mit dem EU-Kommissar für den EU-Binnenmarkt ein Interview mit der Welt geführt: Nachhaltiges Wachstum durch Klimaschutz und gelabelte “soziale Unternehmen” soll Europa aus der Krise führen. Pikant: Das Wort Wettbewerbsfähigkeit kommt in dem Interview nicht einmal vor. Und übrigens,  Unternehmen sind immer sozial. Unsozial ist nur der Sozialismus.

Betrachtet man den europäischen Binnenmarkt gelassen, so sind nur die Länder nachhaltig erfolgreich, deren Unternehmen wettbewerbsfähig sind. Das ist das Rückrat der deutschen Wirtschaft, die von Steuerrecht und Bürokratie geknechteten mittelständischen, inhabergeführten Unternehmen, deren Nischenprodukte aufgrund ihrer hohen Komplexität, besten Qualität und Zuverlässigkeit der Hersteller weltweit Exporterfolge genießen. Wie die deutsche Automobilindustrie, die vom Boom Südostasiens lebt. Audi verkaufte im ersten Quartal 40% seiner Produktion in China. Deutschland wächst ohne Mindestlohn, Wachstumspakete und Intervention und das nachhaltig.

Giegold und Barnier wollen mehr Macht über die Wirtschaft. Auf dem Weg in die Zentralverwaltungswirtschaft sowjetischen Typs wollen sie mehr Wachstumspakete, Sozialunternehmen, nachhaltiges Wachstum ohne Profit und eine “eutopäische Industriepolitik”.

Das sind leider keine inhaltsleere Worthülsen sondern Tarnnamen für französischen Protektionismus und linksalternative Öko-Zwangswirtschaft.  Denn diese Welt lässt nicht Produzenten und Konsumenten die freie Entscheidung, sondern fördert und diskriminiert, was Brüssel für richtig hält. Die “europäische Wirtschaftsregierung” ist nur ein anderes Wort für die zentrale Plankomission der Europäischen Union der Sowjetrepubliken, in der der Transfer-Euro wie einst der Rubel den Warenaustausch in der Mangelwirtschaft regelt. Schöne Aussichten.

 

About these ads