Die Augstein-Presse bedroht den Weltfrieden. Nach Jakob tritt nun Franziska aus der Deckung. Die hat dem guten Namen, den sie trägt wohl sicher auch ihre Lebensstellung bei der Süddeutschen zu verdanken. Gott (wenn es ihn gibt), dass das das Ende ihrer publizistischen Karriere ist. Hieße die SZ-Redakteurin anders, hätte man sie wohl kaum zu Illner eingeladen, wo sie neben dem unvermeidlichen Scholl-Latour, dem ungegelten und dem “wenn es um Israel geht fragt” Avi Primor eben die Frage diskutiert, ob man den Zionisten-Staat denn kritisieren darf. Die rethorische Frage war schnell beantwortet und so konnte man sich wichtigerem zuwenden. 

Augsteins Auftritt war ein Ausbund an Arroganz. Friedmans Aussage, der auf die Tatsache hinwies, Israel sei durch den Iran bedroht und nicht umgekehrt nannte sie mit dem  Empetus der Überheblichkeit “faszinierend”, um dann darauf hinzuweisen, dass sie und die sechzehn wichtigsten Geheimdienste der Welt keinen iranischen Nuklear-Angriff auf Israel befürchteten und auch nicht der Auffassung seien, dass das Land die Bombe überhaupt bauen wollte.

Da hatte sie sich aber in die Hand lupenreiner Fachleute begeben, die ihre Expertise bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten. Es sei daran erinnert, dass die geballte Expertise der geheimen Intelligenz kein noch so großes Weltereignis jemals richtig vorausgesagt hat – gut die liebe Fränzi in ihren Reihen zu wissen.

Überhaupt war die Frau mit dem Wissen gesegnet, über das nur ausgewählte Menschen verfügen nicht aber Menschen, die zu einer anderen Meinung kommen könnten als sie selbst. Schließlich sei unter jenen ja bekannt,  dass Israel sicher und der Iran bedroht sei.

Das bewahrte die Edelfeder nicht vor Widersprüchen. Die jüdische Israel-Lobby habe das Weiße Haus fest im Griff und  wolle den Iran lieber heut als morgen vernichten. Andererseits warnte selbst der oberste US-General und der amerikanische Geheimdienstchef vor der Gefahr eines israelischen Angriffs auf den Iran.

Augstein ist dass, was Broder einen modernen Antisemiten ist. Ihre mangelnde Auffassungsgabe gleicht sie zu gleichen Teilen mit Arroganz und einer ordentlichen Portion klassischer Vorurteilen aus. Immerhin gesteht sie den amerikanischen Republikern zu,dass nicht alle von Ihnen Juden sind.

In Augsteins Schatten wirkt Primor moderat und muss gar die israelische Regierung verteidigen. Und Scholl-Latour fast schon altersweise. Wer schmerzfrei ist, kann sich Augstein und Konsorten ja in der ZDF-Mediathek anschauen.

Franziska und Jakob sind ein beredtes Beispiel für die Frage nach einem veränderten Steuerrecht. Erbschaftssteuer hoch, Einkommenssteuer niedrig. Die Augsteinpresse bleibt eine Gefahr. Sie ist nur zu verstehen als Sturmgeschütz der linken Diktatur.

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