Es ist Frühling. Es geht aufwärts. Die Wirtschaft wächst. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Staatsverschuldung auch, der DAX steht über 7000, der IFO-Geschäftskundenindex ist das fünfte Mal hintereinander gestiegen. Alles gut. Oder doch nicht?

Die Zentralbanken fluten die “Märkte” mit Scheingeld. Das billige Geld führt zu Investments, die sich bei niedrigeren Zinsen nicht mal lohnen würden. Öl-, Goldpreise und Aktienindizes sind ein schlagender Beweis dafür, dass das vermeintliche Wachstum das Ergebnis der Zwangsbeatmung ist.

Die Trennlinie zwischen Real- und Finanzwirtschaft läuft fließend. Niemand weiß genau, wo die alltägliche Wertschöpfung das nächste Mal zusammenbricht, wenn die Nachfrage wegen Blasenplatzen kollabiert. Aber dass es so kommt, ist ziemlich gewiss.

Wenn wir mit dem blauen Auge davon kommen, dann liegt das an der tektonischen Verschiebung der Weltwirtschaft. Deutsche Autos, Maschinen und Anlagen bleiben in Südostasien noch eine Weile lang gefragt.

 

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