Meine Eltern leben in einem kleinen Dorf im Rheinland, das mittlerweile fließend in die Großstadt übergeht. Dieses Dorf ist seit zwei Jahren eigentlich nur aus der Luft zu erreichen. Die zentralen Strassen sind aufgerissen und die Stellen, in denen bereits Rohre versenkt wurden, sind noch nicht asphaltiert. Der Linienbus fährt seit dem nicht mehr durch die Ortschaft sondern außen rum, was insbesondere für Schüler und Gehbehinderte ein Problem darstellen. Die Schüler müssen einmal am Tag die Umgehungsstraße überqueren, was die schwer Gängigen natürlich ach miüssen. Aber die müssen ein paar hundert Meter mehr zur Haltestelle zurück legen. Schuld ist eine EU-Richtlinie, die nicht länger erlaubt, dass das REGENWASSER ungeklärt in den Bach fließt, der nicht viel weiter in den Rhein fließt.
Diese Richtlinie zur Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Tiefbaus ist natürlich ohne viel Autmerksamkeit durch die Legislative der Union gerutscht. Niemand hat sie mitbekommen und als sie da war, war es zu spät.
Die Europäische Union muss dringend zurück gestuft werden auf den eigentlichen Grund ihres Geschäftsmodells: Es geht um offene Grenzen, Freizügigkeit, Zollfreiheit und Niederlassungsfreiheit: Kurz es geht um die Ermöglichung von Wettbewerb.
Wettbewerb kann nur gelingen, wenn es Unterschiede gibt. Wenn es verschiedene Angebote und Nachfrager gibt, Kulturen, Denkweisen, Sichtweisen und Qualitäten in der Infrastruktur.
Alles andere bleibt unterirdisch.






3 comments
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22. March 2012 at 12:25
Stefan
welche richtlinie soll das denn sein?
22. March 2012 at 21:57
B.L.O.G. – Bissige Liberale ohne Gnade » Von wessen Gnaden?
[...] Die Institutionen der EU gerieren sich mehr und mehr so, als sei der eigentliche Fortschritt zum Absolutismus darin zu sehen, dass die personelle Verantwortung für Entscheidungen von Gnaden einer höheren Macht nicht mehr zu erkennen ist. Ein Beispiel, wie sowas sehr konkret in die Lebenswirklichkeit von Bürgern eingreifen kann, lieferten jüngst die "Freunde der offenen Gesellschaft". [...]
23. March 2012 at 18:39
matt
Vor ein paar Wochen stand in einer lokalen Zeitung genau das Gegenteil …
http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/anlieger-haben-kanal-voll-1153380.html
“… In einem Kanal-Trennsystem wird das Regenwasser von Abwasser getrennt. … wird das weitgehend unbelastete Regenwasser vom Dach in einen speziellen Regenwasserkanal geleitet. Das kann … auch ein verrohrter Bach sein, der in die Fulda fließt. Durch die Trennung werden die Abwassermenge und damit die Kosten für Kanalbau und Kläranlagen reduziert. In Kassel sind 30 Prozent der Kanalisation ein Trennsystem.”