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“Das Gesicht der Krise” oder “Mister Dax” tingelt durch die Talk-Shows der Republik und prophezeit den Untergang des eigenen Geschäftsmodells. Alle paar Jahrzehnte würden die Kapitalisten durch einen Zusammenbruch enteignet. Und wenn die Schulden zurück gezahlt werden, hätten auch die Gläubiger kein Geld. Hat er wirklich gesagt und nicht nur gestern unwidersprochen in Volker Panzers Nachtmagazin. Grottenfalsch. Denn das Geld der Gläubiger ist nur dann weg, wenn die Schuldner n i c h t zahlen.  Read the rest of this entry »

2011 hat der Staat soviel eingenommen wie nie zuvor. Das reicht ihm nicht. Er will noch mehr. Bei den Menschen “kommt”  der Aufschwung nicht an, weil die möglichen Einkommenszuwächse von der kalten Progression und der Sozialversicherung aufgefressen werden. Dabei ist in den vergangenen zwei Jahren nicht viel mehr passiert, als dass die Unternehmen zwischenzeitlich stillgelegte Produktionskapazitäten wieder in Betrieb genommen haben. Die meisten Probleme sind nach wie vor ungelöst. Und beim Versuch die ertrinkenden Griechen, Italiener und/oder Spanier in´s Boot zu ziehen, fallen wir ziemlich sicher auch noch ins eiskalte Wasser. Die Inflation ist längst da: Die Zinsen sind niedriger als die Preissteigerung: Vermögen wird vernichtet. Read the rest of this entry »

Im Politikbetrieb gibt es Dienstleister, die eigentlich keiner braucht. Sie stellen Kontakt zwischen Prominenten her, die sich ohnehin kennen. Und veranstalten Parties, die auch ohne sie stattfänden. Dafür bleiben sie, denen, die ihnen ihre Insignien der Macht verleihen, keinen Gefallen schuldig. Moritz Hunzinger war so einer. Und auch Manfred Schmidt, der jetzt wegen eines “Nord-Süd-Dialogs” ins Gerede kommt. Read the rest of this entry »

Umfragen sind mir ziemlich egal. Viel interessanter ist es, mit Personen, die man nicht wirklich kennt über Dinge zu sprechen und dann zu sehen, was sie davon halten. Die vernünftigsten Menschen mutieren so gelegentlich zu herzlosen Monstern oder verständnislosen Trotteln. Die jüngere deutsche Geschichte ist ein gutes Beispiel. Zum einen gibt es jene, die einen Schlussstrich fordern und von der Sache mit den Juden grundsätzlich nichts mehr hören wollen. Das liegt in den seltensten Fällen an mangelnder Empathie, viel häufiger sind es pure Ignoranz oder Scham, die die jeweilige Person dazu bringen, von der Sache nichts mehr wissen zu wollen. Aber es gibt noch eine unangenehmere Sorte. Read the rest of this entry »

Heute im Bundestag hat der amtierende Bundespräsident seine tragende Rolle gefunden. Er stützte gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Vosskuhle den Hauptredner der heutige Gedenkstunde der Opfer des Nationalsozialismus auf dem Weg zum Rednerpult. Und schwieg. Von den Saaldienern war er nicht wirklich zu unterscheiden. Marcel Reich-Ranicki sprach mit schwacher Stimme eindrucksvoll und schilderte seine Lage im Warschauer Ghetto und die Verbrechen, die deutsche nicht nur gegen die Menschlichkeit sondern gegen Millionen von Menschen begingen.

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„Jetzt auf einmal wird in Europa Deutsch gesprochen.“, so tönte der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder auf dem Leipziger Parteitag 2011 und betätigte sich damit als Brandbeschleuniger eines derzeit auflodernden anti-deutschen Lauffeuers in der gesamten Europäischen Union, das sich an den als hart empfundenen Sparvorstellungen Deutschlands in der europäischen Schuldenkrise entzündete. Schon vor dieser Äußerung von bemerkenswerter diplomatischer Feinfühligkeit zogen griechische Demonstranten mit EU-Flaggen durch die Straßen Athens, die ein Hakenkreuz im Sternenkranz zeigten. Die britische Regierung macht mehr denn je keinen Hehl daraus, glücklich darüber zu sein, dass Großbritannien nicht der Eurozone angehört und als Euromitglied möglicherweise unter deutsche Hegemonie geraten wäre. In Frankreich kritisierte die politische Linke die „politique bismarckienne“ der „eisernen“ Bundeskanzlerin, mit der sie deutschen Interessen beim letzten EU-Gipfel im Dezember 2011 zum Durchbruch verhalf. Read the rest of this entry »

Es gehört bei Liberalen mitunter zum guten Ton, sich über die Dummheit von Politikern und ihre Ignoranz gegenüber Marktgesetzen zu beklagen. Doch Elmar Brok, Mitglied der CDU und des europäischen Parlaments, hat gerade in der Welt eindrucksvoll klargestellt, daß er das kleine Einmaleins der Marktwirtschaft sehr wohl beherrscht. Read the rest of this entry »

Die Friedrich Naumann Stiftung wollte mal was gegen den Vorwurf tun, sie sei zu europakritisch und bot zum Beweis einen Auftrieb alter Männer. Angeführt vom gefühlten ewigen Bundesminister des Äußeren Hans-Dietrich Genscher diskutierten die vier Herren unter Leitung des Brüsseler ZDF-Korrespondenten hauptsächlich über die Geschichte. Zur Zukunft des Kontinents machte nur der amerikanische Investmentbanker John Kornblum ein paar spitze Bemerkungen.

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Elmar Brok wähnt hinter dem Downgrading einzelner EU-Staaten und des “EFSF” eine amerikanischen Währungskriegserklärung. Und Guido Westerwelle möchte eine europäische Rating-Agentur im Stile der Stiftung Warentest, die vermeintlich staatsfern ist, sich aber tatsächlich aus dessen Haushaltsmitteln finanziert. Was nur soll die aber anderes feststellen, als S&P, Fitch und Konsorten? Dass es sich bei den Griechen in Wahrheit um ein properes Völkchen mit ausgeglichenem Haushalt handelt und die Italiener über ein Staatswesen erster Güte verfügen mit einer Steuerverwaltung, die vollständig auf Zack ist und jeden Sünder konsequent ahndet? Dass die französichen Banken kerngesund sind und Mindestlohn und 35-Stunden Woche bei unseren Nachbarn ein zweistelliges Wachstum ausgelöst haben? Wohl kaum.  Read the rest of this entry »

Das ist machbar, Herr Nachbar. via Boris Eichler bei Facebook

Die gute Nachricht zuerst: In der ZEIT erfahren wir heute, dass die Aufarbeitung der schlimmsten rechtsterroristischen Mordserie, die dieses Land je gesehen hat, bereits zwei Monate nach Aufdeckung derselben so gut wie abgeschlossen ist.

Seitdem ist viel geschehen. In den Sicherheitsbehörden, die sich einen katastrophalen Blackout geleistet hatten, und in der Politik, die Versäumnisse aufklären will.

Puh, da bin ich aber erleichtert! Obwohl ich mich zu erinnern meine, dass sich manche Behörden weitaus mehr als einen „Blackout“ geleistet haben.

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Man stelle sich dieses Szenario vor: Brigitte Zschäpe heiratet im Knast einen Kameraden, der sich in die Nazibraut verliebte. Mit dabei sind einige Kader der Freien Kameradschaften und … das deutsche Fernsehen. Der Ostdeutschland-Korrespondent der ARD berichtet ganz neutral über die streng arische Trauung und die damit verbundenen Traditionen (“Neger und Juden bleiben draußen”). Das geht nicht? Das geht doch! Aber die Nazis müssen Araber und Muslime sein, noch besser Palästinenser. Im gestrigen Nachtmagazin wurde eine solch rührende Reportage gebracht. Ein verurteilter Terrorist, der aber nur “beschuldigt” wurde und über seine Aktivitäten als Al-Kassam-Raketenschütze vor der Kamera nicht sprechen wollte, heiratet seine Braut, die er noch nie zuvor gesehen hat und feiert anschließend fröhlich mit den Hamas-Funktionären. Ohne die Frauen natürlich, die bleiben ganz korrekt unter sich.

So etwas vorgesetzt zu bekommen, ist das “gute öffentliche Recht” der Gebührenzahler.

 

In einem Artikel in der aktuellen Ausgabe der EMMA stilisiert Marlene Streeruwitz die Occupy-Bewegung zur „Antwort der Stunde“. Die brave Leserin und der brave Leser danken für die Orientierung, hätten aber doch ganz gern gewußt, wie denn überhaupt die Frage lautete. Read the rest of this entry »

Die Auseinandersetzung um unsere geschätzte Gastautorin nimmt groteske Züge an. Die Frankfurter Rundschau hat die Drohung einiger Sympathisanten des in Gründung befindlichen Fördervereins “Ein Bustan” vollzogen und über eine Kontroverse breit berichtet, die allenfalls zur Petitesse taugt. Hauptbelastungszeuge ist ihr Lieblings-MdB-Ruprecht Polenz, der der dürftigen Geschichte durch Verlinkung auf seiner Facebook-Seite zusätzliches Gehör verschafft. Warum? Read the rest of this entry »

Als ich dieses hässliche Plakat  zum ersten Mal sah hatte ich ehrlich gesagt gehofft, dass es deswegen noch knallen würde. Zwar bin ich als überzeugt Liberale dafür, dass Schauspieler das Recht haben sich Schuhcreme ins Gesicht zu schmieren oder –  im Falle Didi „Palim, Palim“ Hallervordens  –  ihre faltige Visage überlebensgroß in Berliner Bahnhöfen auszuhängen. Aber es wäre dann doch ganz schön wenn ihnen jemand sagt, wie dämlich das ist. Ich muss zugeben, mittlerweile bereue ich meinen frommen Wunsch ein bisschen.  Read the rest of this entry »

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