Das wenigstens wünscht sich die polnische Ratspräsidentschaft der EU. Der deutsche Finanzausschuss tagt derweil nicht öffentlich, um die Regeln des vorläufigen Rettungsschirms zu beschließen. Und die Börse feiert die Nachricht, dass der IWF den Italienern mit 600 Mrd. € unter die Arme greifen wolle. Das meldet soeben das Handelsblatt. Brandmauern, Rettungsschirme und Billionen, wohin man schaut, ohne dass sich auch nur im Ansatz erkennen ließe, dass die die Ziel erreichen, die man zu verfolgen vorgibt. Es wird Zeit für ein Ende mit Schrecken. Wer bei der FDP Mitglied ist, sollte die Chance nutzen, dem Zauber ein Ende zu bereiten. 

Erschreckend ist die vollständige Ahnungslosigkeit der Politik, mit der die uns zu retten vorgibt und die im umgekehrten Verhältnis zu der Geschwindigkeit steht, mit der immer neue Schulden gemacht werden und das Drucken von Scheingeld unausweichlich wird.

Tatsächlich haften wir bereits für mindestens 6 Billionen €. Das wissen FdoG-Leser seit dem 21. Juli 2010. Verschiedenen Veröffentlichungen zufolge, soll dieser Betrag bereits auf fast 8 Billionen gewachsen sein. Da erscheinen einem die rund 200 Mrd. € marode Staatsanleihen in den Büchern der Europäischen Zentralbank schon als Petitesse.

Wer sich das Verhalten der Anleger anschaut, kann klar erkennen, wem sie bereit sind, Geld zu leihen: das sind die Volkswirtschaften, die produktiv sind und Wertschöpfung generieren. Deren Wachstum es wahrscheinlich macht, dass sie wenigstens die Zinsen bis zur nächsten Umschuldung bezahlen können, damit sich wieder neue Käufer finden.

Natürlich müssen die Staaten mit dem Schuldenmachen aufhören. Aber wie Griechenland zeigt, ist es mit Sparen alleine nicht getan, weil die ausfallende Staatsnachfrage offensichtlich zu Einnahmeausfälle führt. Ein Austritt aus dem Euro und eine mögliche Abwertung würde die Schulden noch wachsen lassen aber das Wachstum wahrscheinlich erleichtern.

Das ganze Herumdoktern  macht keinen Sinn.

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