Das Internet ist in der islamischen Welt sehr beliebt. Vor allem bei den Männern, die es ausführlich nutzen, um sich nackte westliche Frauen beim Sex anzusehen. Seit Jahren sind in Staaten wie Pakistan oder Ägypten die Wörter “sex” und “porn” die Top-Google-Suchwörter. Aber jetzt, oh Schreck, da zieht sich eine ägyptische Frau aus und stellt ein Foto davon ins Internet. Da sind sie ganz außer sich, die meist vollbärtigen Frömmler vom schönen Nil.

Natürlich hagelte es sofort Drohungen von allen Seiten und auch die Politik mischt sich ein, schließlich ist es die ureigenste Aufgabe eines Staates, sich darum zu kümmern, ob ein Bürger irgendwo nackt zu sehen ist. Auch die vermeintlichen “Liberalen” beeilten sich damit, sich von ihr zu distanzieren.

Es bleibt nur eine Frage übrig: Hätte es diesen Aufschrei auch gegeben, wenn sich Alia Magda al-Mahdi auf den Fotos mit einem gutgebauten jungen Mann vergnügt hätte? Wahrscheinlich nicht, denn solches Material wird ja benötigt, um das traurige und durch religiöse Vorschriften verkümmerte Sexualleben im stillen Kämmerlein mit etwas Abwechslung zu befeuern. Vielleicht ist es ja genau diese Macht der Gewohnheit, die aus den Sittenwächtern spricht. Sie haben sich so sehr an den eigenen Pornokonsum im Internet gewöhnt, dass ihnen eine Frau, die nur nackt dasteht, einfach die Laune verdirbt.

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