Gregor Gysi, Frankreich und Jakob Augstein sind sich einig. Mit einer öffentlichen Bank, also einer Staatsbank, wäre das alles nicht passiert. Schuld an Euro- und Finanzkrise sind die bösen Spekulanten und Privatbanken. Die ehemalige sozialistische Internationale heisst nicht mehr Attac sondern Occupy und will ein “neues System” entwickeln. Doch die Wahrheit spricht ein anderes Bild.

Zwei Landesbanken (West LB und Sachsen LB) haben die “Krise” nicht überlebt. BayernLB,  die Landesbank Baden-Württemberg und die HSH Nordbank konnten nur unter Ruinierung der jeweiligen Landeshaushalte gerettet werden. Wären die Bundesländer nicht eingesprungen, wären die versammelten angeblich so sicheren Sparkassen, die mit jeweils 50% beteiligt an den Landesbanken beteiligt sind, zusammengebrochen. Flächendeckend.

So hat die Pleite der Staatsbanken den Staat ruiniert, denn die Bundesländer sind flächendeckend nicht mehr zahlungsfähig. Das hätte man schon vorher wissen können, denn bereits Mitte der Neunziger Jahre war die Berliner Landesbank zusammengebrochen und hatte dem Bundesland einen Schuldenberg von bis zu 60 Mrd. € hinterlassen, der Berlin bis heute lähmt. Dieser Umstand sollte dem Kurzzeit- Senator Gysi ja noch in Erinnerung bleiben.

Nun haben sich die professionellen Staatsbanker ja auch noch um 55 Mrd. € verrechnet. Das offenbart dem geneigten Zuschauer nicht nur, dass eine Bank beim Staat nicht unbedingt in guten Händen ist. Sondern, dass das System der Luftbuchungen in sich nur solange funktioniert, wie man dran glaubt: Des Kaisers neue Kleider sind nichts dagegen.

 

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