Klaus importiert eine amerikanische Idee. Dort wird jedem Präsidenten nach seiner Amtszeit eine Bibliothek gebaut, in der die Dokumente und die Hinterlassenschaft seiner Administration für die Nachwelt aufbewahrt werden. Ronald Reagan wurde dort sogar begraben. Nun plant das Klaus Wowereit auch. Für schlappe 250 Millionen € soll der klamme Stadtstadt Berlin ihm ein Denkmal setzen. Das trägt zur Tarnung noch den irreführenden Namen “Zentral- und Landesbibliothek”. Erster Spatenstich ist 2014, ein Jahr nach Wowereits geplantem Wechsel in Bundestag und an die Spitze der Bundesregierung.

Der positive Nebeneffekt: Der Platz der Luftbrücke kann in Klaus-Wowereit-Platz umbenannt werden und der zwangsweise stillgelegte Flughafen Tempelhof, der im Ruhestand mehr Verlust produziert als im letzten Betriebsjahr, wird vom historischen Denkmal für den Kampf um die Freiheit (Luftbrücke und so) erfolgreich zur sozialistischen Erinnerungsstätte umgewidmet.

Währenddessen regnet es in die Turnhallen Berliner Schulen weiter hinein und bei der “Bildung” fehlt vorne und hinten das Geld. Und nicht nur dort. Weil zu wenig Polizisten auf der Strasse sind, werden Autos angezündet und Menschen in der U-Bahn überfallen. Die Strassen sind marode und bei den öffentlichen Gebäuden gibt es seit Jahren und trotz Konjunkturprogramm einen Sanierungsstau, der den selben Betrag ausmacht.

Aber das macht Wowereit ja nichts.

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