Von den bedeutenden Notenbanken ist keine mehr politisch unabhängig, sie sind selbst zum Teil des politischen Systems geworden. Damit haben sie ihr wichtigstes Gut verspielt: Glaubwürdigkeit. Unser Geld basiert allein darauf. Wenn nicht mehr geglaubt werden kann, dass für einen Geldschein oder für ein Kontoguthaben oder für den Gegenwert einer Staatsobligation morgen, übermorgen oder in einem Jahr ein Kilo Brot, eine Arztrechnung oder ein Haus bezahlt werden können, dann ist das Geld wertlos.

so der Privatbankier Konrad Hummler in einem lesenswerten Handelsblatt-Interview . 

Das Interview erscheint an einem Tag, an dem die europäische Bankenaufsicht den Rettungsschirm beauftragen will, statt den Staaten gleich die Banken zu versorgen. Das hat keinen ökonomischen sondern einen politischen Hintergrund: So übernimmt Europa als ganzes die Schulden der einzelnen Banken. Weshalb Nicole Bastian ebenfalls im Handelsblatt fordert, dass die Bankenrettung eine nationale Aufgabe sei.

Sie übersieht dabei, dass die Staaten die Banken gar nicht retten können, wie sich an den Beispielen Griechenland und Irland zeigt. Der Staat leiht sich bei den Banken das Geld, mit dem sie anschließend gerettet werden. Hummler weist mit Recht darauf hin, dass niemand mehr bereit ist, dieses Spielchen mitzuspielen. Diejenigen, die wirklich noch Geld haben, glauben kaum, dass sie das jemals wiedersehen.

Das Kriterium für die Insolvenz des Euroraumes ist erfüllt: Niemand glaubt mehr, dass die Staaten die Zinsen für die laufende Verschuldung erwirtschaften können. Der EURO ist längst der Transferrubel der EUdSSR. Das ist das Ende.

About these ads