Gottseidank nur um 05.45 also weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit schenkte uns Deutschland-Funk-Mann Clemens Vorenkotte O-Töne palästinensischer Fischer aus Gaza, die sich über die neuerliche GAZA-Hilfsflotte auslassen. Richtigstellungen falscher Behauptungen macht der Mann vorsichtshalber nicht, während der Hinweis, die Israelis hätten die friedfertigen Segler des Vorgänger-Projekts getötet, nicht fehlen darf. 

Dass GAZA von Israel und diversen Hilfskonvois angesteuert wird, die lediglich vorher darauf kontrolliert werden, ob sie Kassam-Raketen als Bordmunition mit sich führen, davon ist natürlich nicht die Rede.

Die Palästinenser würden sich über die Schmuggler-Tunnel nach Ägypten versorgen, behaupten die Protagonisten und für die Israelis sei das auch in Ordnung so. So hätte man ja alles. Und brauche keine Versorgung über das Meer.

Dass die Ägypter allerdings auch wieder die Blockade aufgehoben haben, dass Israel seit letztem Jahr wesentlich mehr und andere Güter nach Gaza lässt, darüber kein Wort. Dass unser Entwicklungsminister Niebel in Gaza publikumswirksam in die Scheiße greift (der Mann hat eine Kläranlage eingeweiht), auch darüber verliert Verenkötte kein Wort.

In einem haben die Fischer von Gaza, deren blauen Boote romantisch im Hafen tümpeln, allerdings recht. Wenn die Israelis Seeblockade sagen, dann meinen sie das auch. Und sorgen dafür, dass kein Schiff den Hafen von Gaza erreicht.

Und das, Herr Verenkötte ist auch gut so. Nicht gut ist ihre indifferente Art und die Verleugnung des journalistischen Anspruchs. Der hätte Sie dazu verleiten müssen, die Zitate der Gazaisten in einen ordentlichen, sachlichen Zusammenhang zu stellen.

Wem noch nicht schlecht ist, der kann sich das Original hier anhören.

 

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