Die Kommentatoren beschreiben die Wende in der Atompolitik mit einer „Operation am offenen Herzen der Volkswirtschaft“. Komplikationen sind dabei nicht auszuschließen, vor allem, da der erste Schnitt bereits gesetzt wird, ohne dass alle notwendigen Instrumente zur erfolgreichen Durchführung des Eingriffs bereitliegen.

So Stefan Quandt bei der Verleihung des Quandt-Medienpreises. Der Mann ist nicht irgendwer, seiner Familie gehört die Mehrheit von BMW, er selbst ist an einem Solarunternehmen beteiligt.

Langsam scheint sich das Bürgertum aus der Schockstarre zu lösen, in die sie die fortgesetzte ökosozialistische Politik der schwarz-gelben Regierung versetzt hat. Deren fortgesetzte Realitätsverleugnung und Prinzipienlosigkeit bei Bankenrettung, Atomausstieg und Schuldenkrise muss endlich auf öffentlichen Widerspruch derjenigen stoßen, die für sie gespendet haben und sie gar wählten.

In das Bild passt auch das persönliche Erlebnis des gestrigen Grillabends im Garten guter Freunde. Im kleinen Kreis outen sich gar Atomkraftbefürworter, bevor man sich den in unserem Alter zunehmenden Wehwechen zuwendet.

Das alleine wird nicht reichen. Institutionen wie die Quandt Stiftung sollten nicht nur Medienpreise verleihen, sondern mit anderen Unternehmern Geld sammeln, damit die bürgerliche außerparlamentarische Opposition endlich eine Reichweite bekommt, die über die Klicks solcher Blogs wie diesen hinaus geht.

 

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