Die Griechen stehen bei deutschen Banken mit 12 Mrd. € in der Kreide. Das berichtet die FTD heute und nennt auch die Gläubiger. Natürlich sind dabei auch wieder die deutschen Staatsbanken im Geschäft, die allerdings weniger als 10% ihres Eigenkapitals eingesetzt haben. Am schlimmsten trifft es die Deutsche Bank-Tochter Postbank, die 25% ihres Eigenkapitals auf die Griechen gesetzt hat. Trotzdem würde das nicht mal die umbringen.

Es wäre also für den deutschen Staat auch noch billiger geworden, wenn der seinen Bank das Geld einfach geschenkt hätte. Das hätte soviel gekostet wie die überflüssige Abwrack-Prämie, denn mehr als 50% hätte man den Griechen ohnehin nicht geschenkt.

Warum also der ganze Budenzauber? In anderen Ländern haben Banken eine andere Risikokultur. Wer zuviel auf eine Karte setzt, kann viel gewinnen aber genauso viel verlieren. Übersteigt das Engagement das Eigenkapital, dann ist die Bank pleite. Und das mag in Frankreich, Großbritannien oder in einem anderen  Land  der Fall sein.

Und dann – so die Befürchtung – folgt die Kettenreaktion. Eine Bank nach der anderen geht pleite, die Leute wollen ihr Geld wieder und der Staat muss wieder einspringen.

Aber selbst wenn das so wäre. Das käme uns alle immer noch billiger als das Geld stattdessen in ein Fass ohne Boden zu werfen, mit dem man allenfalls Zeit kauft.

Als die erste Griechenrettung anstand, rief der Finanzausschuß die versammelte staatliche Bankenaufsicht plus Bundesbank und Bankenrettern zusammen. Dort malte man die Schreckgespenster an die Wand. Der Chef der BaFIN, Sanio soll laut Welt gesagt  haben: Wenn wir die Banken ein zweites Mal retten, hängen uns die Steuerzahler auf.

Das ist wohl wahr.

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