Linke Anti”zionisten” haben es nicht leicht. Sie werden von der jüdischen Weltverschwörung in Form des Mossad, der Israel-Lobby und Henryk Broders verfolgt. Außerdem ist da noch die leidige Verwechslungsgefahr mit Onkel Adi und seinen Spießgesellen, deren Ausführungen über die Weltherrschaftspläne hakennasiger Heuschrecken oder die Kriegslüsternheit der Kinder Israels für Unverständige fast genauso so klingen wie die aktuelle Kapitalismus- und Israelkritik der deutschen Linken.
Die Friedenskämpfer und Anti-Apartheidsaktivisten der Linkspartei haben besonders unter solchen Missverständnissen zu leiden, was sogar schon dazu führte, dass die GröafPaZ (größte antifaschistische Partei aller Zeiten) Beifall von der NPD bekam. Die Zermürbungstaktitk der jüdischen Lobby im Verbund mit der völlig ungerechtfertigten Unterstellung, die Linke wäre ein Bastion des Antisemitismus, führt dabei zu großen psychischen Belastungen, die sich manchmal in einem für Antizionisten typischen Krankheitsbild die Bahn brechen: Der Holo-Hallu oder fachmännisch formuliert, Holocaust-Halluzination.
Die Betroffenen glauben fest daran, ein Opfer des Holocaust zu sein, und zwar im hier und jetzt. Für das subjektive Erleben der Patienten ist es dabei unerheblich, ob sie gerade einen Kaffee trinken, in der Redaktionskonferenz der Jungen Welt sitzen oder im Freibad auf der Wiese liegen: Ihr Leben ist ein einziger Genozid, die Täter sind, wie könnte es anders sein, sind die Juden und ihre Handlanger. Und wie es sich für einen guten Paranoiker gehört, wähnen sie ihre Verfolger überall, ja sogar in der Linkspartei, wo ein “hasserfüllter” Bodo Ramelow und die “Scharfmacher” vom BAK-Shalom tief sitzende Vernichtungsängste bei dem eine oder anderen israelkritischen Genossen wecken. Um die Worte eines Betroffenen zu zitieren:
Was somit in aller wissenschaftlichen Unschuld als Studie firmiert, ist in Wahrheit ein äußerst parteiischer Eingriff in den linksinternen »Nahostkonflikt«.Ein Konflikt, der der vielbeschworenen pluralistischen Diskussionskultur längst Hohn spricht und von seiten der Israelfreunde auf die vollständige Eliminierung zionismuskritischer Positionen und die moralische Vernichtung sowie strafrechtliche Verfolgung ihrer Vertreter zielt.
Wie sehr es im Oberstübchen eines deutschen Antizionisten holocausten kann macht die weitere Lektüre dieses erschütternden Selbstzeugnisses deutlich. Das “Blockwartverhalten” des “Kriegshetzer-Arbeitskreise” Shalom und die “Denunziantenberichte” über die Umtriebe eines linken Kreisverbandes, das alles kann einen sensiblen Menschen eben nachhaltig aus der Bahn werfen. Dabei hatte man doch nur einmal feststellen wollen, dass sich Judentum und Demokratie ausschließen und die Israelis ein “Herrenvolk” sind. Aber selbst solch harmlose Aussagen ziehen heute ein Verbaltreblinka durch sogenannte Israelfreunde nach sich. Kein Wunder, dass der Verstand manch eines wackeren Israelkritikers Dank solch brutaler Methoden förmlich ausgelöscht wurde.
Hier kann es nur eine Schlussfolgerung geben: Nie wieder Auschwitz, nie wieder Kritik an linkem Antisemitismus! Ansonsten droht nichts geringeres als der totale Nervenzusammenbruch der antizionistischen Linken.






3 comments
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25. May 2011 at 08:25
zrwd
“Die Studie »Antisemiten als Koalitionspartner?« hätte auch von Leuten aus der Linkspartei in Auftrag gegeben werden können. … In keiner anderen Partei sind Mitglieder einer derart gnadenlosen Hetzjagd durch Mitglieder der eigenen Partei ausgesetzt wie in der Partei Die Linke. ”
Genosse Pirker hat ja bereits das Wort “innere Antikommunisten” geprägt. Zu Hochzeiten des Sozialismus wäre es gleichbedeutend mit einem Todesurteil für die GenossInnenen des BAK Shalom gewesen. Heute dagegen kann man die GenossInnenen des BAK Shalom noch nicht einmal ausschliessen ohne die Koalitionsfähigkeit endgültig zu verlieren.
25. May 2011 at 10:08
nicksen
hi.
bin gestern, auf der suche nach infos über den merkava, auf diesen schmutz gestossen. da ist mir echt die spucke weggeblieben.
solch offener antisemitismus…
http://scusi.twoday.net/STORIES/5419115/
falls diese link unerwünscht ist, bitte einfach lösche.
der text ist unglaublich.
gruss
26. May 2011 at 22:27
Rika
@ ” Ansonsten droht nichts geringeres als der totale Nervenzusammenbruch der antizionistischen Linken.”
Das wäre doch schade, dieses überaus große Opfer wollen wir ihnen ersparen…. weiter so und tapfer kämpfen gegen …… na? Fällt den Linken da was ein?
Ein wunderbarer Beitrag – komisch und traurig zugleich. Und so verdammt aktuell auf den Punkt gebracht, dass es mich richtig gruselt!