Alltäglich lasse ich eine leider stagnierende Leserzahl an meinem liberalen Gedankengut teilnehmen und muss mich, um das ganze auch  noch widerspruchsfrei zu präsentieren, ein wenig recherchieren, nachrechnen, denken und präzise formulieren. Das diszipliniert, auch wenn ich mir nicht mehr als eine halbe Stunde am Tag für dieses Hobby verwende. Aber gestern und heute hatte ich einfach keinen Bock. Und wer weiß schon, ob ich den morgen wiederfinde.

Das ist kein Fishing for compliments sondern eine Zustandsbeschreibung meines Gemütszustandes. Der ist geprägt von Resignation. Denn zwischen der Realität und ihrer Wahrnehmung in der veröffentlichten Meinung und der Politik klafft eine Lücke. Die bürgerliche Regierung hat sich als unfähig erwiesen und auch in der Opposition sucht man Persönlichkeiten vergebens.

Alltäglich schlägt einem – etwa als Elternvertreter auf der Schule der Tochter – das Chaos entgegen, das die Regierenden anrichten. Weil sie in immer mehr Einzelfällen scheitern, wollen sie immer mehr Einzelfälle regeln und geraten in eine fortgesetzte Spirale der immer schneller agierenden Einzelfallregelungswut. Dabei bleiben die großen Probleme ungelöst. Stattdessen mischt sich Vater Staat überall da ein, wo es ihn nichts angeht.

Da genieße ich lieber das schöne Wetter, schaue in die grüne Hölle vor dem Fenster und freue mich auf Pellkartoffeln mit Quark. Die Gattin, die gerade die Kartoffeln aufgesetzt hat, muss allerdings DSDS alleine schauen, während ich im Fukushima Style den Video-bearbeitenden Rechner mit Coolpacks kühle, damit er sich nicht wegen drohender Überhitzung abschaltet.

Frohe Ostern.

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