Heute abend werden sie frohlocken, die Grünen und vermutlich in zwei Bundesländern an die Regierung kommen. Das ist kein Ergebnis rationaler Entscheidungen von Wählern, sondern die Folge eines grünen Medien-Tsunamis, der seit zwei Wochen über uns alltäglich einherbricht und die Angst vor einer drohenden Katastrophe in Japan schürt und die bereits stattgefundene mit 10.000en von Toten und 100.000 Obdachlosen fast ignoriert. Die ARD etwa hat sich geweigert Spendenaufrufe von Präsident, Kanzlerin und Hilfsorganisationen zu veröffentlichen. 

Es sind aber die etablierten Parteien, die die Grünen Ökosozialisten hoffähig gemacht haben, weil sie Stück für Stück deren politische Positionen übernommen haben, ohne sie einer kritischen Überprüfung zu unterziehen.

Und es ist der Medienmainstream, der diese Wirkung seit Jahren verschärft, in dem er eine ergebnisoffene Diskussion nicht zulässt und kritische Positionen nicht einmal ignoriert oder tabuisiert.

Dabei hilft den Grünen ihre eigene Bigotterie: Von der Katastrophe in Japan wollte man nicht profitieren. Am nächsten Tag protestiert man mit einem feucht-fröhlichen Familienausflug und widmet den wahren Opfern immerhin eine Gedenk-Minute.

Es mag sein, dass diese Welle ein heilsamer Schock wird. Wenn der Sindelfinger Daimler-Arbeiter für die Benutzung des C-Klasse-Jahreswagens eine Nahverkehrsabgabe löhnen muss, wenn der Strom endlich mal ausfällt und sich über mehrere Stunden oder Tage nicht wieder herstellen lässt, wenn die Strompreise explodieren und das Tempolimit kommt, dann ist noch nicht mal das Ende der Fahnenstange erreicht.

Denn die Grünen sind eine linke ökosozialistische Partei, die inhaltlich mehr mit der SED/PDS/Linken gemein haben als mit der SPD. Die haben sie nur besser verpackt und hinter dem Gutmenschentum der Weltretter versteckt.

Vielleicht aber hat der Wahlsonntag auch ein Gutes und wir werden Merkel und Westerwelle und die restlichen Oppurtunisten los. Koch und Hahn wären ein schönes Paar, das sich schon in Hessen bewährt hat.

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