Seit Hugo Chavez damit begonnen hat, aus Venezuela die DDR Südamerikas zu machen, wird sein primitiver “Bolivarismus” auch von den SED-Kadern als “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” gefeiert und Chavez ist der neue Held aller Linken. Auch wenn es in der letzten Zeit ruhig um Hugo wurde (Milch und Strom sind im Erdölstaat Venezuela noch immer Mangelware), melden sich nun er und seine Operetten-Arbeiterführer aus dem Hinterhof der USA zu Wort.

Der Anlass: Die arabischen Gegenstücke der Herren Chavez, Castro und Ortega wollen ihrem Freund Gaddafi den Rücken stärken und unbedingt im Amt halten. Der türkische Reichskanzler besteht außerdem darauf, den “Menschrehctspreis”, den er von Gaddafi kürzlich verliehen bekommen hat, zu behalten! Auch die zahlreichen als NGOs getarnten linken Organisationen, die mal gegen den Judenstaat und mal gegen Amerika auf die Straßen der Republik ziehen und vor eingebildeter Moral triefen, schweigen zu den Bildern aus Libyen. Ein grausamer Diktator steht mit Narrenkappe, Regenschirm und Kampfjets gegen sein eigenes Volk und droht ihm gemeinsam mit seinen missratenen Sprösslingen ein nettes Blutbad an.

Es ist wieder die alte Leier: Solange die USA oder Israel keinen Panzer rollen lassen, übt sich die Welt in Geduld und Mäßigung, man will den Diktator ja nicht verärgern, es ist ja noch nicht klar, ob oder wann er nun gestürzt wird. Und schließlich sitzt der Mann auf den Ölvorkommen! Aber keine Sorge: Friedensbewegung, NGOs und andere Linkstrottel sind nicht weg, sie verschnaufen nur, damit sie das nächste Schiff türkischer Islamisten beweinen können, das versucht, nach Gaza zu gelangen – in der Geschichte kommen dann nämlich Juden vor und das passt besser in die Weltvorstellung des Sozialismus des 21. Jahrhunderts.

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