You are currently browsing the monthly archive for February 2011.

Jetzt rumort es also auch in Oman. Seltsam eigentlich, denn das Wüstensultanat war erst vor wenigen Tagen in führenden deutschen Qualitätsmedien (hierhier und hier*) als “sehr sicheres”  Urlaubsland für westliche Touristen empfohlen worden. “Die Kriminalität ist niedrig, die politische Lage stabil” hieß es da unisono, denn alle hatten denselben Text der dpa samt hübscher Bilderstrecke abgedruckt. Nun wäre das nichts weiter als ein dummer Zufall, wenn es besagter Artikel bei dieser Aussagen belassen und sich im folgenden darauf beschränkt hätte, die übliche Klischeeparade mit gastfreundlichen Beduinen, majestätischen Dünen und lebendigen Soukhs abzufeiern. Unglücklicherweise fühlten sich die Redakteure der Nachrichtenagentur aber dazu berufen, die Ursache für die vermeintliche Stabilität näher zu erläutern: Read the rest of this entry »

Vor zwei Jahren starb mit Harry “The last fighting Tommy” Patch der vorvorletzte Brite, der noch im Ersten Weltkrieg gekämpft hatte. Am Sonntag starb Frank Buckles im Alter von 110 Jahren, der letzte Amerikaner, der sich dem preußisch-deutschen Militarismus entgegen gestellt hatte und damit Europa vor einer Hohenzollern-EU bewahrte. Mit solchen Helden stirbt auch immer ein Stückchen Geschichte aus. Eine Tatsache die in Deutschland wenig zählt, die Angelsachsen halten solche Persönlichkeiten gottlob länger in Erinnerung.

Die SPD hat tatsächlich mal etwas richtig gemacht und ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein in geheimer Wahl ermittelt. Gewonnen hat der Kieler Bürgermeister Torsten Albig, der sich nun für ein Amt bewirbt, das er am liebsten sofort abschaffen würde. Denn Albig hält den Föderalismus für etwas Gefährliches und will ihn am liebsten durch einen strikten Zentralismus ersetzen.

Ob die Bewerbung lediglich ein Schritt auf Albigs Karriereleiter darstellt und wie es um die Verfassungstreue des Kandidaten bestellt ist, kann jeder leicht für sich selbst entscheiden.

Noch hat meine Tankstelle keins. Deshalb darf ich noch E5 tanken. Aber die nun vorgeschriebene zwangsweise Beimischung von 10% Bioethanol ist eine weitere ökologische Sinnlosigkeit, an der die grün angestrichenen Geschäftemacher einen ordentlichen Reibach machen. Selbst wer den ganzen Zauber von Feinstaub und CO² glaubt, muss zugeben, bringen tut der ganze Zirkus gar nichts. Read the rest of this entry »

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht liebe Leser, aber ich finde es spannend dabei zuzusehen, wie die Nahost-Korrespondenten unserer Qualitätsmedien den Nahen Osten entdecken. Es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig, den ihre Paradedisziplin “Israelkritik” ist aufgrund der aktuellen Ereignisse in der arabischen Welt gerade nicht  so en vogue. Deswegen muss man  jetzt wohl oder übel über Länder berichten, die man bisher nur vom Hörensagen kannte, zum Beispiel Libyen. Es hat fast etwas rührendes, wenn sich  SPON mit plötzlichem Eifern an die “Entlarvung” des Gaddafi-Regimes macht (hat tip Lila). Auch die SZ, die vor einer Woche gerade mal einen Hang zu “brutalem Realismus” bei Gaddafi ausmachte, aber ansonsten darauf bestand, dass es sich bei dem libyschen Massenmörder um einen leicht schrulligen Sozialreformer handele, schlägt nun andere Töne an und will ihn auf der Anklagebank von Den Haag sehen. Read the rest of this entry »

Der Focus hat sich mal die Doktorarbeiten von Dr. Gysi und Dr. Enkelmann angeschaut, die man bestenfalls als marxistische Hetzschriften aber nicht als wissenschaftliche Arbeiten betrachten kann. Würde man mit der gleichen Intensität, mit der Guttenbergs Arbeit untersucht wurde, in den Werken anderer Politiker nach ungekennzeichneten Zitaten suchen, man würde wohl auch dort fündig werden. Doch der Mann tut sich trotzdem einen Gefallen, wenn er zurücktritt. Read the rest of this entry »

Amerikas Gelddruckerei ist schuld am Aufstand in Arabien. Sie führte zur Preisexplosion bei Lebensmittel, weil Spekulanten mit ihrem überzähligen Geld nichts besseres einfällt, als eben auf Weizen oder Reis zu setzen. Die steigenden Lebensmittelpreise führten wie in der französischen Revolution zu Massenprotesten und fegten die Potentaten hinweg. So hatte die finanzpolitische Katastrophe ihr gutes. Nachdem nun alles in Gang ist, könnte Bernanke die Geldmenge wieder verknappen und die asymetrische Inflation so verhindern. Read the rest of this entry »

Die monotone Band “Wir sind Helden” macht auf intellektuelle Variante von Silbermond. Und da kommt eine Anfrage der Bild-Agentur Jung von Matt gerade recht. Schließlich ist die letzte Platte schon im Oktober erschienen und jetzt ist Lena Nummer 1. Mit einer rotzfrechen pseudo-intellektuellen Absage lässt sich der Server ruinieren. Vor allem steht man aber in jedem Käseblatt (außer Bild) und kann sich als linksintellektueller Gutmensch verkaufsfördernd positionieren. Nur nicht bei mir. Johannes Schneider vom Tagesspiegel kann dafür das Wasser vor Begeisterung ob soviel intellektueller Verweigerungshaltung nicht lassen halten.

Read the rest of this entry »

Wer bei Facebook angemeldet ist, kann hier live mitverfolgen, was in Tripoli passiert. Viel Glück, Libyen.

Altgediente FdoG-Leser werden diese Überschrift schon kennen. Aber aus gegebenen Anlass sei es wiederholt. Die Chance eine möglichst hohe Anzahl von Diktatoren zu beseitigen wäre die Sprengung des UN-Gebäudes während einer Vollversammlung. Die paar Demokraten und Rechtsstaatler gingen dabei statistisch als Kollateral-Schaden durch. Read the rest of this entry »

Wenn ein militärisches Eingreifen in Libyen jetzt zielführend wäre und man könnte Gaddafi unmittelbar beseitigen und sein Regime und es durch ein anderes ersetzen, würde man sicher über militärische Maßnahmen prüfen.

das hat nicht George Bush, Dick Cheney oder Donald Rumsfeld gesagt. Sondern Martin Schulz, Vorsitzender der Sozialistischen Fraktion im europäischen Parlament im Deutschland-Funk-Interview. Read the rest of this entry »

Wolfram Weimer lässt die Leser bei Facebook diskutieren, ob Guttenberg zurücktreten soll. Abgesehen von der Frage ob oder nicht erschließt er sich und dem Journalismus eine neue Form der Meinungsbildung abseits der Redaktionsstube. Guttenberg ist das erste Opfer, denn als er diverse Textbausteine zu einer Doktorarbeit zusammenstellen ließ, konnte derjenige, der es für ihn ziemlich nachlässig tat, nicht ahnen, dass der Mann mal zur Hoffnung des Konversativismus aufsteigen würde und deshalb die Aufmerksamkeit eines mit der Linkspartei symphatisierenden Jura-Professors aus Bremen (hätte man sich ja denken), der zu den Mitbegründern des Ypsilanti-Think-Tanks gehörte.

Read the rest of this entry »

Seit Hugo Chavez damit begonnen hat, aus Venezuela die DDR Südamerikas zu machen, wird sein primitiver “Bolivarismus” auch von den SED-Kadern als “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” gefeiert und Chavez ist der neue Held aller Linken. Auch wenn es in der letzten Zeit ruhig um Hugo wurde (Milch und Strom sind im Erdölstaat Venezuela noch immer Mangelware), melden sich nun er und seine Operetten-Arbeiterführer aus dem Hinterhof der USA zu Wort. Read the rest of this entry »

Lässt man die Potentaten gewähren, versorgt sie mit ausreichend Milliarden etwa im Ölgeschäft und hofiert sie bei gelegentlichen Staatsbesuchen, ist es falsch. Marschiert man ein, befreit das Volk und hofft auf Demokratie, findet das die westliche Öffentlichkeit auch nicht richtig. Wie die Iraker es sehen, dass Saddam seit bereits 9 Jahren nicht mehr über sie herrscht, wissen wir nicht. Allerdings könnte unsere Weltsicht dadurch geprägt sein, dass gelegentliche Selbstmordattentate bei uns im Fernsehen zu besichtigen sind. Im Gegensatz zu den Morden, Massakern, Folterungen und Hinrichtungen des Regimes, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Würde auch nichts nützen, dass die Taliban das Stadion dazu nutzten, gleich mehrere Delinquenten gleichzeitig am Fußballtor aufzuknüpfen, hat ihrer Reputation hierzulande auch nicht nachhaltig geschadet. Read the rest of this entry »

Meinungsumfragen werden in der politischen Diskussion für bare Münze genommen, obwohl sie nichts weiter reflektieren als die Erwartung der Befrager. Vergleicht man die Umfrageergebnisse in Hamburg mit den realen Ergebnissen, so kann man mit Sicherheit nur eines feststellen: Dass das prognostizierte Ergebnis nie eintrifft und die Grünen in der Umfrage fast doppelt so gut abschneiden wie in der Realität. Je näher der Wahltermin wird, desto geringer das Umfrageplus. Read the rest of this entry »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 651 other followers