Die Erregungsmaschinerie ist im vollen Gange. Dieter Wiefelspütz wittert “Selektion” á la KZ vor der Sicherheitskontrolle am Flugsteig. Irgend ein Funktionär hatte vorgeschlagen, sich bei den Israelis abzuschauen, wie die kontrollieren. Das sind ja auch Fachleute für Selektion. 

Wer schon einmal in Tel Aviv abgeflogen ist, weiß, dass mit deren Art der Kontrolle weder Zeit noch Geld zu sparen ist. Hilfreiche meist junge Menschen verwickeln den Fluggast in ein Gespräch und sind offensichtlich so gut psychologisch geschult, dass sie Verdächtige nicht nur am Alter, Dialekt, Pass  an der Herkunft oder den Schweißperlen auf der Stirn erkennen. Nix mit Tunneln und Sortierung.

Ich wurde gefragt, warum mein Pass grün ist und nicht rot. Als ich erklärte, ich hätte vergessen, dass der alte abgelaufen sei und dies wäre nun ein vorläufiger, wandte der freundliche Sicherheitsmann sich meiner Tochter mit einer humorvollen Frage zu.

Dafür musste ich nicht mein Notebook und meine drei Video-Kameras auspacken oder zur Sprengstoffkontrolle bringen.

Erstens: Wiefelspütz und die ganzen aufgeregten Figuren sollten wissen, dass Vergleiche mit dem Nationalsozialismus n i e passen.

Zweitens: Ich wäre dankbar, wenn wir eine vergleichbare Sicherheitskontrolle hätten wie die Israelis, die den Menschen in´s Visier nimmt und nicht seinen Koffer.

Aber das wäre ja auch zu einfach, wenn wir uns mal was von den Israelis abschauen würden.

 

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