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In Berlin ist ein Zustand eingetreten, der für den Großteil der deutschen Journaille ein wahres Traumszenario darstellt: Zwei linke Parteien kämpfen um das Amt des Regierenden Bürgermeisters. Nun gab es das bereits zuvor, aber da hieß die andere linke Partei neben der SPD noch Linkspartei und brachte damit den unangenehmen Geruch von Mauer und Stacheldraht ins Spiel. Jetzt sind die anderen die Grünen und damit können die Korken knallen: Gleich zwei Mal die Guten! Arbeiterschweiß für das schuftende Volk, Sonnenblumenduft für die weltrettende Bourgeoisie. Endlich liegen Opposition und Regierung auf der gleichen Linie, endlich gibt es mehr Einendes als Spaltendes.

Spiegel Online legt auch gleich los und findet mit dem Titel “Duell der Schnodderschnauzen” eine so putzige Überschrift zur Konfrontation zwischen Wowereit und Kühnast, dass der Leser auf dem Foto der beiden Protagonisten Plüschöhrchen und -pfötchen zu sehen beginnt. Diese Wahlkampfberichterstattung wird interessant werden, denn der Klassenfeind spielt auf dem hauptstädtischen Politikparkett längst keine Rolle mehr und so sind die Korrespondenten der Qualitätspresse im Prinzip nur von Freunden umgeben. Die SPON-Überschrift bietet den kuscheligen Einstieg in einen gemütlichen Wahlkampf, der für das fortschrittliche Establishment mit einer Wahl zwischen Schnuffel und Knuffel endet. Einfach zauberhaft!

In Tel Aviv stellt ein “Künstler” die Installation der Wachsfigur des früheren israelischen Ministerpräsident Ariel Sharon im Koma aus, um mit einem billigen Tabu zu polemisieren. Bei Welt Online gibt es dazu bemerkenswertes zu lesen. Sharon kann  man nach sechs Jahren Besinnungslosigkeit wohl nur noch einen gnädigen Tod wünschen. Israel, dass es wieder einen Staatsmann von einem solchen Format findet. Bei allen Widersprüchen.

Norbert Tofall stellte gestern bei der Hayek-Gesellschaft den “liberalen Aufbruch” vor. Dabei wurde eins deutlich: Wer aufgebrochen ist, ist gerade erst unterwegs und noch lange  nicht angekommen. Trotzdem ist das “Hissen” der klassisch-liberalen Fahne in einer orientierungslos dahinsiechenden FDP dringend geboten.

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Die Türkei ist der liberalere Staat. Dem Grunde nach geht es um die Frage nach staatlicher Ordnung. Die kennt keine Ziele, damit jeder seine eigenen verfolgen kann. Staatliche Organisation reduziert zwangsweise Freiheit, weil die Organisation zur Durchsetzung von Zielen nur auf Befehl und Gehorsam setzen kann, um diejenigen, die die Ziele nicht teilen, zu ihrer Erfüllung zu zwingen. Sie endet in der Diktatur. Handelt es sich um eine Demokratie, dann ist es die Diktatur der Mehrheit. Read the rest of this entry »

Die Süddeutsche und die Frankfurter Rundschau (denen ich durch Verlinkung nicht zusätzliche Leser zuführen will) empören sich über den RTLII-Pranger für Päderasten. Der ist in der Tat schwer verdaulich. Nachdem wir die Sendung letzte Woche zur Hälfte gesehen hatten, schalteten wir lieber zu Rach meets Unterschicht (By the way wann kocht der Mann eigentlich noch). Zurück zum Thema. Read the rest of this entry »

Wer kam eigentlich wann warum auf die Idee, dass es ein Zeichen von Antifaschismus und Antirassismus sei, wenn man dauernd Brücken bauend und Dialoge führend auf andere Völker/Ethnien/Religionen zurennt?

Spätestens seit 1945 müsste eigentlich jedem klar sein, dass man Antifaschisten und Antirassisten daran erkennt, dass sie für die universelle Geltung der Menschenrechte eintreten.

Die deutsche Geschichte lehrt uns schließlich, dass auch ein Vernichtungskrieg multikulti sein kann.

Was ist eigentlich “konservativ”? Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Die Gegner von Stuttgart 21 sind es, denn sie wollen nur, dass alles beim alten bleibt. Die Klimaaktivisten sind es, denn sie wollen die Temperatur auf der Erde konstant bleiben, damit sich nichts verändert. Die Sozialdemokraten sind es, denn sie wollen den Sozialstaat so erhalten, wie ihn einst Bismarck erfunden hat, um sie zu verhindern. Sarrazin ist es auch, denn er möchte das deutsche Bildungsbürgertum erhalten, das Goethe zitieren kann und weiß, wer Mozart ist. Konservative sind Bewahrer. Sie wollen vor allem ihren Besitzstand wahren. Das ist für die Zukunft zu wenig. Read the rest of this entry »

Die Partei braucht nicht vordringlich ein neues Grundsatzprogramm, das man ihr dann genauso wenig glaubt wie die alten Wahlversprechen, die sie trotz kommoden 15% nicht durchsetzten konnte. Stattdessen stimmte sie diversen Rettungsschirmen zu und unterminierte so den kläglichen Rest an Glaubwürdigkeit. Genauer ist Marie-Christine Ostermann vom Bund der jungen Unternehmer mit der Partei in´s Gericht gegangen. Die 18 sehenswerten Prozent vom FDP-Zukunftskongress:

Die Erfolgsgeschichte von der sauberen regenerativen Energie entpuppt sich immer mehr als Mär. Mit 100 Mrd. € wird eine Industrie subventioniert, die mittlerweile 340.000 Menschen beschäftigt, die ohne diese Subvention keinen Job hätten und von allen anderen über den Strompreis ausgehalten. Die anderen europäischen Länder, selbst das sonnenverwöhnte Spanien, deckeln die Förderung auf ein Fünfzehntel dessen, was im grauen Deutschland auf die Dächer kommt. Dabei wird am Bedarf vorbei produziert, denn der viele Solarstrom gefährdet die Stabilität der Stromnetze. Sie drohen unter den wechselnden Last zusammen zu brechen. Sagt die Energieagentur. Dabei hängen sich die Leute pures Gift auf´s Dach. Cadmium. Dafür lässt die Feuerwehr Häuser abbrennen, wenn Photovoltaik auf dem Dach hängt. Durch das Löschwasser wird der erzeugte Strom direkt auf den Feuerwehrmann übertragen, der lebensgefährlich verletzt wird. Das ist kein Dachstuhl wert. Read the rest of this entry »

Die Wirklichkeit ist manchmal noch beschissener als die Scripted Reality, mit der die Privatsender quotenträchtig am Nachmittag die Realität verfälschen und uns glauben machen, die Welt bestünde nur aus verhaltensoriginellen, verrohten Hartz IV – Empfängern, die zwischen zwei Bieren fremdgehen.

Das zeigt allmontäglich “Tatort Internet”. Echte Päderasten chatten mit einer Redakteurin, die sich als minderjährig ausgibt. Beim Realen Treffen wird ihr Gesicht und Körper unkenntlich gemacht und die Stimme verstellt, wenn jugendlich wirkende Schauspieler ihnen vorgaukeln, sie seien 13. Dann werden sie von der Redaktion entlarvt, bevor es zu Schlimmeren kommt. Jetzt ist der erste von ihnen aufgeflogen. Der Leiter eines Kinderdorfes wurde gefeuert. Und das ist gut so.  Read the rest of this entry »

His best friends cut ties with him, his fiancé left him and he still gets cursed in the street. But Hisham Abu Varia does not regret becoming the first Arab-Israeli IDF officer. ‘You must give back to the country you live off,’ he says

 

 

 

Merkel tappt in die Populismusfalle. Kaum dass Siggy Pop von der Regierung verlangt, in Sachen Hoch-Tief zu intervenieren, lässt sie von ihrem Bundes-Seibert verkünden, das Unternehmen dürfe nicht zerschlagen werden. Dabei beabsichtigt nur ein spanischer Baukonzern die Aufstockung der vorhandenen Beteiligung. Aus Opel nicht´s gelernt?

Der Stromverbraucher subventioniert “regenerative Energien” in Zukunft mit 100 Mrd. €. Für einen dreiköpfigen Haushalt sind das rund 6 € pro Monat oder 72 € im Jahr. 3,5 Cent pro Kilowatt-Stunde. Der Hartz IV Empfänger zahlt die gesamte Erhöhung des ALG II für das grüne Gewissen. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht bereits 1994 i.B,. auf den “Kohlepfennig” die Verfassungswidrigkeit des “Geschäftsmodells” erklärt.  Read the rest of this entry »

Die SPD-Friedrich Ebert Stiftung, die ihre Mittel aus dem Bundeshaushalt bekommt, beauftragt alljährlich den Soziologen Oliver Decker mit der Erforschung des rechtsradikalen Potentials. Die Ergebnisse habe ich hier gestern verlinkt. Nun gibt der “Wissenschaftler” der Süddeutschen ein denkwürdiges Interview. Wer ist wohl schuld am aufkeimenden Rechtsradikalismus, an der Fremdenfeindlichkeit und der Muslimophobie. Ist doch klar: Guido Westerwelle. Read the rest of this entry »

Der Finanzier einer der lokalen Terrororganisationen besucht seinen zukünftigen Vasallenstaat und hält eine Rede vor tausenden islamischen Fanatikern. Zuvor hat er mehrfach darauf hingewiesen, dass es seine heilige Pflicht sei, den jüdischen Staat vom Angesicht der Erde zu tilgen. Der Mann arbeitet an einer Atombombe, die nach iranisch-gottsstaatlicher Ideologie in erster Linie gegen den jüdischen Staat gerichtet sein wird. In seiner Hauptstadt veranstaltet er Konferenzen, auf denen sich international bekannte Verrückte und Nationalsozialisten einfinden, um den industriellen Massenmord am jüdischen Volk systematisch zu leugnen. Jetzt weilt Achmadinejad im Süd-Libanon und will eine Rede halten, drei Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt, mit Blick auf die Häuser und Straßen der Menschen, die er von der Landkarte verschwinden lassen möchte. Die Israelis sind davon nicht begeistert. Was schreibt Spiegel Online über dem Foto eines jubelnden iranischen Präsidenten? “Israel wütet gegen Ahmadinejad”

Deutlicher kann ein Medium in einer solchen Lage nicht Stellung beziehen. Und man sollte diese Stellungnahme auf keinen Fall vergessen.

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