prangert Hayek-Gesellschaft-Graue Eminenz Habermann in der Welt an und setzt sich auch mit dem hier häufig kritisierten Optimierungskriterium der Sozialstaatsindustrie, der “relativen Armut”, auseinander, die laut statistischem Bundesamt direkt in den “prekären Wohlstand” führt. Lesenswert.

Habermann weist zu Recht darauf hin, dass es unter der Würde des Menschen ist, nicht zu arbeiten und nicht umgekehrt. Das trifft von rund 700.000 Aufstockern zwar nur eine Minderheit der 40 Millionen Erwerbstätigen, ist aber nicht unerheblich.

Der Schlüssel lautet hier Anreiz. Wenn ein Erzieher oder Verwaltungsangestellter im öffentlichen Dienst soviel verdient, wie eine vierköpfige Hartz IV-Familie bekommt, sind die Anreize falsch gestellt.

Denn jede Tätigkeit, die auf dem realen Arbeitsmarkt unsubventioniertes Einkommen erzielt, erschöpft Wertschöpfung. Sie ist jemanden anderen mehr wert als der Lohn, der zu erzielen ist.

Vor diesem Hintergrund sollte man die Diskussion um Aufstocker und Mindestlohn noch einmal durchleuchten.

About these ads