Irgendwie schon länger nichts mehr von der “Armutsforschung” gehört. Das permanente Aufschwunggerede setzt die profitorientierte Sozialstaatsindustrie gehörig unter Druck. Doch die hat es trotz stetig steigendem Wohlstand und Dauerwachstum über Jahrzehnte immer noch geschafft, neuen Bedarf für ihre Dienstleistungen zu entdecken. Dass die Armen dabei immer reicher werden, interessiert kaum jemand. Jetzt gibt es eine neue Umfrage, nach der diesmal ein Drittel aller Singles arm sind. 

Arm ist man als Single, wenn man weniger als rund 900 € Netto zur Verfügung hat. Keine Auskunft gibt die Statistik darüber, wieviele Studenten und Auszubildende darunter sind.

Wie die europaweite Statistik erhoben wurde, das teilt das Statistische Bundesamt nicht mit. So  bleibt die Aussage empirisch nicht widerlegbar.

Aber selbst das ganze Herumgerechne kann nicht darüber hinweg treten, dass selbst nach dieser Berechnung, die keine ist, mindestens 85 % der Deutschen nicht von Armut bedroht sind. Und dass die “Armen” auch nicht mehr werden, sondern der Anteil der unteren Einkommen auch hier völlig stabil bleibt.

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