Beckmann hat es mal wieder geschafft: Zum einen hat er den Star dieser Tage, Thilo Sarrazin, zu Gast, zum anderen hat sich der norddeutsche Schmierlappen entsprechend abgesichert und genau die richtige Gästekombo eingeladen, damit von Rassisten-Thilo bloß nix auf das weiße NDR-Jäckchen abfärbt. An Beckmanns Tisch nahmen Platz: Aygül Özkan, die kultursensible Medienbändigerin, Ranga Yogeshwar, der der lustige Pausenclown des NDR, Öko-Tante Renate Kühnast, Sprechautomat Olaf Scholz und Olaf Sonnenburg, der den Vogel eigentlich abschoss und sich als Ossi im Westen indirekt als Migrant bezeichnete. Zwischendurch wurde noch die iranischstämmige Wissenschaftlerin Naika Foroutan eingeblendet. Besser kann von der Thematik eigentlich nicht abgelenkt werden, nach 75 Minuten zelebriertem Cordon-Sanitaire fehlte nur noch das gemeinsame Absingen des Kumbayah.
PS: Wer legte zumindest heute ein größeres Augenmerk auf Blut und Rasse? Sarrazin oder eine Redaktion, die dreieinhalb von sechs Gästen lediglich nach der Abstammung ihrer Eltern auswählte?






2 comments
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30. August 2010 at 23:23
euckenserbe
Sieh´s mal so: Beckmann bot acht (!) Studiogäste oder live zugeschaltete Protagonisten auf. Das ist mehr als das tapfere Schneiderlein auf einen Streich zu erlegen hatte. Das Gewicht war das gleiche. Mittlerweile wendet sich auch in der vreröffentlichten Meinung das Blatt:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article9293817/Deutscher-Exorzismus-am-Beispiel-Sarrazin.html
31. August 2010 at 20:47
Bernd Dahlenburg
Ich frage mich mittlerweile allen Ernstes, ob Leute wie Beckmann, so sie denn willens wären, noch in der Lage sind, ihre eigene Profession wirklich kritisch zu hinterfragen.
Aber vielleicht gibt der Moloch ARD keine Gelegenheit zum Innehalten und Beckmann kann sich mit dem “Argument” Überlastung herausreden
Ironie off.