“Although all Middle Eastern populations have broad similarities, “Jews were found to be more closely related to groups in the north of the Fertile Crescent (Kurds, Turks and Armenians) than to their Arab neighbors.” (Quelle)
So kanns gehen wenn man keine Ahnung hat und trotzdem nicht die Fresse hält.
Wer sich für die populationsgenetischen Studien interessiert, die Sarrazin nicht verstanden hat, wird bei Wikipedia fündig.
So viel sei verraten: Populationsgenetische Studien befassen sich mit der Frage nach der Migrationsgeschichte von Menschengruppen. Sie stehen in einer Reihe mit archäologischen, linguistischen und historischen Forschungen und haben nichts mit “Rassenkunde” zu tun. Die Populationsgenetik lieferte auch die bisher besten Hinweise darauf, dass die Out of Africa Theorie und damit die Abstammung aller Menschen von einer gemeinsamen Ur-Population, korrekt ist. Populationsgenetik entzieht Rassismus die Grundlage, während Rassenkunde auf rassistischen Annahmen aufbaut.






34 comments
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29. August 2010 at 18:20
euckenserbe
Ich glaube nicht, dass Sarrazin das “rassistisch” gemeint hat. Er versucht von ihm interpretierte statistische Werte zu untermauern, was ihm insoweit misslingt, als er Intelligenz für im wesentlichen vererblich hält. Die fehlende Integrationsfähigkeit der muslimischen Kultur begründet er gerade damit, dass dies nicht vordringlich “genetisch” sondern kulturell bedingt sei. Deshalb gelinge es Indern in GB wesentlich besser sich zu integrieren als muslimischen Pakistani, die “genetisch” ähnlich seien.
29. August 2010 at 18:57
kroraina
auf jeden Fall hat Genosse Sarrazin der freiheitsfeindlichen und zutiefst intoleranten deutschen Linken ein Geschenk des Himmels präsentiert: Er selbst hat die Richtigkeit der Thesen des Ressentiment getriebenen heutigen (linken) Stammtischs bewiesen, wonach hinter jeder Form von Islamkritik Rassismus und Antisemitismus steckt.
29. August 2010 at 19:08
lalibertine
@Euckenserbe: Auf die Gefahr hin, dem Mann Unrecht zu tun, da ich sein Buch natürlich auch nicht kenne, aber er kommt zu oft mit diesem Genetikram an, als dass ich ihm da noch den benefit of doubt einräumen möchte.
29. August 2010 at 19:27
Christian S.
Aber es ist doch egal, wie es jemand “meint”, entscheidend ist, wie es aufgenommen wird.
29. August 2010 at 20:30
Diskus
Was hat Thilo Sarrazin gesagt? Er hat gesagt: “Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen.” Und das stimmt. Damit hat er im strengsten Sinne der Logik auf jeden Fall Recht, da muß man gar nicht weiter drüber nachdenken. Genaugenommen teilen Sie sogar mehr als ein bestimmtes Gen.
Aber selbst wenn man es so interpretiert als gäbe es eine bestimmte jüdische Gensignatur, ist das kein Bullshit, liebe Freunde:
http://www.thejc.com/news/world-news/33213/jews-share-a-genetic-signature
und für alle, die gern das Judenhassermagazin NATURE lesen hier ist die ganze Studie:
http://www.nature.com/nature/journal/v466/n7303/full/nature09103.html
Das ganze gilt auch für Basken, womit also Herr Sarrazin auch hier Recht hat:
http://www.euskosare.org/abangoardia/genetic_study_confirms_basques_different_europeans_2010
Beste Grüße,
Diskus
29. August 2010 at 21:23
lalibertine
@Diskus: Bitte meine Links lesen. Nein, es gibt kein “Judengen”.
Du verstehst genauso wenig wie Sarrazin, was diese Studien besagen, die Du hier anführst.
29. August 2010 at 21:24
Christian S.
Es ist schon allein deshalb Unsinn, weil jeder Mensch die Möglichkeit hat, zum Judentum zu konvertieren.
29. August 2010 at 23:07
euckenserbe
@christian S.
Dabei ist es unmöglich, zum Judentum überzutreten. Jude kann man nur sein, man kann es nicht werden. Das mag rassistisch klingen, dennoch ist es so. Jeder Nichtjude kann sich jüdisches Wissen aneignen, Pessach statt Ostern und Chanukka statt Weihnachten feiern. Doch ein „jüdischer Kopf“ lässt sich dadurch nicht herstellen. Auch wenn es schwierig ist, das, was einen Juden ausmacht, zu definieren – die Religion allein ist es nicht. Es ist eine Mischung aus Frechheit und Paranoia, schlechten Manieren und gutem Essen, Rechthaberei und Selbstironie. Und es ist die Art, wie jeder Jude sein Judesein bestimmt.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/zur-hoelle-mit-den-konvertiten/1038280.html
Das ist der Unterschied zwischen Genen, Rassismus und einer Kultur, zu der man eben eigentlich nicht konvertieren kann (was ich als nicht praktizierender Protestant auch immer vom Katholizismus behaupten würde). Überhaupt sind mir Konvertiten immer schon deshalb suspekt, weil sie päpstlicher werden als der Papst. Und das sympathischste am Judentum ist ohnehin, dass es nicht missioniert.
29. August 2010 at 23:18
Christian S.
Das sehen die meisten Juden und der Staat Israel allerdings anders. Das “Law of Return” gilt auch für Konvertiten.
Man sollte schon darstellen/erwähnen, wenn man eine krasse Mindermeinung vertritt, gerade bei einem solchen doch sehr schwierigen Thema.
30. August 2010 at 11:40
christianhannover
wer sagt, dass das eine minderheitenmeinung ist? das habe ich bisher aber anders erlebt.
30. August 2010 at 11:45
Christian S.
Frech wie ich bin habe ich den Staat Israel einfach mal als maßgebliche Instanz angesehen. Wenn Broder meint, es besser zu wissen – bitte.
30. August 2010 at 14:30
christianhannover
die leute von denen ich die andere meinung gehört habe, waren zwar juden, aber keine israelis.
29. August 2010 at 23:20
Christian S.
Ich fühle mich als Protestant übrigens sehr wohl.
29. August 2010 at 23:24
Christian S.
Der Broder-Artikel ist übrigens trotzdem witzig. Sorry für die Kommentarflut.
30. August 2010 at 11:42
Diskus
@lalibertine: “Du verstehst genauso wenig wie Sarrazin, was diese Studien besagen, die Du hier anführst.” Ist klar. Danke für die umfassende Analyse meines allgemeinen Textverständnisses. Dann bitte ich um Nachhilfe, was Sie besagen. Etwas präziser bitte.
30. August 2010 at 18:00
lalibertine
@Diskus: Ließ einfach die Links im obigen Artikel und meine Kommentare hier.
30. August 2010 at 12:33
yael1
“Dabei ist es unmöglich, zum Judentum überzutreten. Jude kann man nur sein, man kann es nicht werden. ”
Bitte nicht solchen Mist von sich geben. Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat oder zum Judentum konvertiert ist. Punkt. Besonders toll finde ich es immer wieder, wenn uns Nichtjuden erklären wollen, wer wir sind. Die Phase “Wer Jude ist, bestimme ich” ist doch wohl endlich vorbei.
Es ist im Übrigen eine Minderheitenmeinung.
30. August 2010 at 12:54
euckenserbe
@yael1: manchmal ist es hilfreich, den Link anzuklicken. Das Zitat stammt aus einem Artikel von Henryk M. Broder von dem mir neu wäre, dass er kein Jude ist. Ich finde ihn hochinteressant, weil er feulletionistisch beschreibt, dass es eben doch eine “jüdische” Kultur abseits der Religion gibt.
30. August 2010 at 12:57
Christian S.
… was aber nichts daran ändert, dass Broder eine Mindermeinung vertritt und es der Staat Israel anders sieht.
30. August 2010 at 13:08
yael1
Wenn Sie ihn zitieren, werden Sie dessen Meinung wohl ebenso vertreten.
Ich kenne Broder gut genug und seinen Artikel ebenso. Nur ist Herr Broder vielleicht überall ein Experte, aber da eben nicht.
Dass er von Religionen wenig hält, ist allgemein bekannt. Das Judentum wäre ohne Giurim kaum lebensfähig gewesen, und es gibt einige sehr bekannte Autoritäten, die selber Gerim sind oder von ihnen abstammen.
Herr Broder mag lustig schreiben, aber das ist auch alles. Das es eine jüdische Kultur gibt, weiß jeder Jude, dazu brächten wir keinen Broder. Wir Juden sind ein Volk und jeder der dazu kommt, ist ein Teil dieses Volkes. Ob das einem Broder gefällt oder nicht, ist völlig unerheblich.
30. August 2010 at 14:24
euckenserbe
Dieses Blog ist übrigens keine humor- und ironiefreie Zone.
Ich fand den Text eher erheiternd. Dass das Judentum das Konvertieren so schwer macht, finde ich übrigens ausgesprochen sympathisch.
30. August 2010 at 15:03
yael1
Das hat auch gute Gründe, denn wenn man einmal Jude (geworden) ist, bleibt man das ein Leben lang.
30. August 2010 at 15:12
christianhannover
wie jetzt, man kann nicht wieder austreten?
30. August 2010 at 15:29
yael1
Nein, halachisch (also das jüdische Religionsgesetz) geht das nicht.
30. August 2010 at 16:02
Emil
Ich würde Thilo Sarrazin nicht pauschal verurteilen, das Untersichtenproblem, welches er anspricht, muss gelöst werden. Seine Thesen sind ziemlich provokant, aber dies scheint der einzige Weg zu sein, dass sich die Politik mit diesem Thema einmal wirklich beschäftigt.
30. August 2010 at 16:20
yael1
PS: Man kann natürlich aus der jüdischen Gemeinde austreten wie aus der Kirche. So weit ich weiß, bestimmt auch das Christentum, dass man, sobald man getauft etc. ist, immer Christ bleibt.
30. August 2010 at 16:26
euckenserbe
Falsch: Wer keine Kirchensteuer zahlt, ist auch kein Christ mehr
30. August 2010 at 16:36
Christian S.
Das ist Unsinn. Die Taufe bleibt gültig, unabhängig von der Mitgliedschaft in der Kirche. Katholische und evangelische Kirche behandeln das ein wenig unterschiedlich, aber die andauernde Gültigkeit ist in der Alten Kirche festgelegt worden. Das ist unstrittig.
An der Kirchensteuer lässt sich “Christ sein” jedenfalls überhaupt nicht festmachen. Ohne Ahnung daherreden ist wirklich nicht zu empfehlen.
30. August 2010 at 16:38
yael1
Das stimmt ja nun gar nicht. Christ wird man durch die Taufe.
http://www.gutefrage.net/frage/wo-kuendige-ich-meine-kirchen-zugehoerigkeit
30. August 2010 at 16:41
DerSP
Die Taufe ist ein ewig gültiges Sakrament. Das verliert man auch nicht durch den Austritt aus der Kirche.
Wie genau es von theologischer Seite gehandhabt wird, wenn man sich selbst nicht mehr als Christ versteht, kann ich aber nicht sagen.
Ist aber für das eigentliche Thema vollkommen irrelevant
30. August 2010 at 16:42
euckenserbe
Unsinn ist was anderes. Wer aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuer zahlt, ist kein Christ mehr im Sinne der jeweiligen Kirche. Er darf nicht mehr am Abendmahl teilnehmen, wird nicht christlich getraut und auch nicht beerdigt. Er gehört nicht mehr zur christlichen Kirche. Damit ist er kein Christ mehr.
30. August 2010 at 16:49
Christian S.
Bei einem Austritt aus der katholischen oder einer evangelischen Kirche ist man kein Glied/Mitglied dieser Kirche mehr.
Ob man sich als Christ versteht, ist jedoch noch einmal etwas anderes, und lässt sich mit drei Zeilen ganz sicher nicht behandeln.
Unabhängig davon wiederhole ich noch einmal: die Taufe an sich bleibt gültig. Die kann man im Verständnis der Kirche nicht rückgängig machen, eine erneute Taufe ist also nicht notwendig.
31. August 2010 at 02:28
christianhannover
es gibt so viele sekten und konfessionen – irgendwer nimmt einen doch bestimmt immer.
30. August 2010 at 16:46
yael1
Es ist aber Unsinn:
“Man kann auch nicht vom Christentum austreten. Der sogenannte “Kirchenaustritt” ist richtiger der “Abfall von der kirchlichen Gemeinschaft”, denn Mitglied der Kirche (ekklesia) wird man durch die Taufe. Die Taufe allerdings ist nicht aufhebbar, deshalb bleibt man immer Mitglied der Kirche. Aber: Wenn man sich durch einen formalen Akt von der kirchlichen Gemeinschaft (sogenannte Austrittserklärung) lossagt, büßt man automatisch bestimmte Kirchengliedschaftsrechte ein ( bestimmte Sakramente können nicht mehr empfangen werden, (Ehren-)Ämter wie z.B. Patenamt können nicht mehr übernommen werden, etc.). Nur durch einen formalen Akt, kann dieser “Abfall von der kirchlichen Gemeinschaft” wieder rückgängig gemacht werden.
Link dazu kommt noch.