Die Übermutter der Nation wird mir mehr und mehr zum Graus. Ihr Menschen- und Weltbild ist bestenfalls sozialdemokratisch: Sie weiß besser, was für die Menschen gut ist als diese selbst. Meint sie. Nun will sie das Arbeitslosengeld II erhöhen, um den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu genügen. Eltern kriegen aber für ihre Kinder kein Bares. Sondern Gutscheine, die “Teilhabe” und “Bildung” der Kinder fördern.

Unsere Öffentlichkeit ist längst ein Opfer der “scripted reality, die sich allnachmittäglich im deutschen Privatfernsehen ergießt. Aber schon vor Jahren wurden die Protagonisten der mittlerweile meist eingestellten “Talk-Shows” gegen Laiendarsteller ausgetauscht, die immer exotischere und absurdere Hypothesen vertraten, damit die Quote des Panoptikums stimmt. Auch die Gerichtsshows, die ihren Höhepunkt mittlerweile überstanden haben, beruhten aus der Kombination schlechter Drehbücher und Freiwilliger, die bereit waren, ihre schlechte darstellerische Leistung zur Schau zu stellen.

Mittlerweile werden Dokusoaps erfunden, die Familiendramen auf´s fürchterlichste inszenieren. Die Unterschicht ist live im Fernsehen zu besichtigen. Doch niemand weiß, ob die Obskuritäten Wirklichkeit sind. Das normale wäre viel zu langweilig.

Und so erhebt Ursula von der Leyen Generalverdacht gegen alle Hartz IV Empfänger. Das Geld für die Schulspeisung soll direkt vom Amt überwiesen werden und ansonsten gibt es am besten Gutscheine, die nur bei von der Arbeitsministerium zertifizierten Sportvereinen und Bildungseinrichtungen eingelöst werden.

Ob Eltern gut oder schlecht sind, ist keine Frage des Einkommens. Viele, die Hartz IV beziehen, reißen sich für ihre Kinder das letzte Bein aus. Es dürften weitaus mehr sein als die, die lieber in den Flachbildschirm als in Kita-Gebühren investieren. Der Generalverdacht, unter den von der Leyen die Mehrheit der Bevölkerung stellt ist bezeichnend.

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